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Jubiläum

Viel für die Radfahrer erreicht

Der Kreisverband Amberg/Sulzbach des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs besteht seit 25 Jahren; Defizite wurden aufgezeigt.
Von Rolf-Dieter Reichert

Viele „altgediente“ ADFC-Mitglieder feierten mit der politischen Prominenz. Fotos: Reichert
Viele „altgediente“ ADFC-Mitglieder feierten mit der politischen Prominenz. Fotos: Reichert

Amberg.Der Allgemeiner Deutscher Fahrradclub (ADFC) setzt sich vehement für die Belange der Radfahrer – egal, ob mit Muskelkraft oder mit elektrischer Unterstützung – ein, und das seit nunmehr 25 Jahren, wie die 1. Vorsitzende Marita Gierke in ihrer Festrede mitteilte. Zu den zahlreichen Ehrengästen dieses Jubiläums zählten die Landtagsabgeordneten Dr. Harald Schwartz und Reinhold Strobl, der Stellvertretende Landrat Hans Kummert, Bürgermeister und Kreisrat Martin Preuß, AOK-Bereichsleiter Thomas Bär und Dr. Bernhard Mitko, Referatsleiter Recht, Umwelt und Personal bei der Stadtverwaltung: Er hatte sich auch mit der ADFC-Spitze aufs Rad gesetzt und Gefahrenpunkte im Stadtverkehrsgewühl – besonders für die Radler – abgefahren.

Ralph Ronald Göbel, heutiger Ehrenvorsitzender, der mit Frau angereist war, zeigte in seiner emotional vorgetragenen Rede den steinigen Werdegang des ADFC Amberg/Sulzbach auf. Bereits vor der Gründung 1993 haben sich einige Amberger Stadträte dafür stark gemacht, in und um Amberg herum eine Radwege-Politik aus der Taufe zu heben. Aber aus dem Rathaus waren damals nur Sätze wie „Amberg braucht es keine Radwege“ oder „In Amberg wird nicht Rad gefahren“ zu hören.

Radwegekonzept steht jetzt

Zum Glück habe sich das geändert und die Einsicht, dass Radfahren nicht nur die Gesundheit fördert, auch im Amberger Rathaus Einzug gehalten, so Göbel. Aber die Gründung des ADFC Amberg/Sulzbach war doch eher ein „Zufallsprodukt“. Auslöser war Karl-Ludwig Kelber, damals der Bundesvorsitzender des ADFC. Er radelte mit einigen (Rad-)Weggefährten den Fünf-Flüsse-Radweg, der die Gruppe auch nach Amberg führte. Und hier wurde die Idee gefasst, einen Kreisverband aus der Taufe zu heben. Ralph Ronald Göbel wurde der Gründer und auch gleich der Vorsitzende dieses Kreisverbandes.

Bürgermeister Marin Preuß übergab der ADFC-Vorsitzenden Marita Gierke, einen Scheck der Stadt.
Bürgermeister Marin Preuß übergab der ADFC-Vorsitzenden Marita Gierke, einen Scheck der Stadt.

Vor 25 Jahren gab es in Amberg noch kein Radwegekonzept. Heute steht ein solches mit einem Gesamtvolumen von zehn Millionen Euro und einem symbolischen Startbudget von 30000 Euro; denn es werde „doch Rad gefahren in Amberg!“ Nach der Gründung des Kreisverbandes 1993 wurde bereits ab 1994 ein monatliches Info-Heft herausgegeben. Richard Popp war der Initiator – und die erste Info war betitelt mit „Ein Club lernt laufen“, lacht der Ehrenvorsitzende lacht, denn „Radfahren konnten wir ja alle schon“. Andererseits aber musste die Leitung des Kreisverbandes Amberg/Sulzbach noch viel lernen: Rechtliches wurde mit dem Landesverband Bayern erarbeitet und umgesetzt, so zum Beispiel, dass nur ein Mitglied Kassier werden kann.

Weigerung der Grundbesitzer

Armin Falkenheim ließ als Ehrenvorsitzender des ADFC Bayern die 19 Jahre, in denen er den Landesverband als ehrenamtlicher Vorstand führt, Revue passieren. Die Landtagsabgeordneten Reinhold Strobl und Dr. Harald Schwartz führten zu den geplanten Radwegen in der Region aus, dass es bei allem guten Willen der Politik auch etliche Widerstände der Grundbesitzer gäbe. Nach dem Motto „Radwege ja natürlich, aber nicht auf meinem Grund“ müssten die Planer und Politiker oftmals hohe Mauern einreißen, bevor mit dem Bau begonnen werden kann.

Das Duo „Ernst & Leo“ überbrückte die Redebeiträge mit volkstümlicher Musik. In der Pause zeigten Kinder und Jugendliche, dass Räder nicht immer zwei Räder haben müssen. Die Einradfahrer präsentierten auf engem Raum ihre große Klasse.

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