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Infrastruktur

Viel Geld für das schnelle Netz

Die Gemeinden Hohenburg und Ursensollen erhielten ihre Förderbescheide. Auch eine Schule profitiert.

Wirtschaftsminister Albert Füracker überreichte die Förderbescheide an die Vertreter der Gemeinden Hohenburg und Ursensollen sowie der Grundschule Edelsfeld. Foto: Bayerisches Staatsministerium der Finanzen und für Heimat
Wirtschaftsminister Albert Füracker überreichte die Förderbescheide an die Vertreter der Gemeinden Hohenburg und Ursensollen sowie der Grundschule Edelsfeld. Foto: Bayerisches Staatsministerium der Finanzen und für Heimat

Nürnberg.„Der Ausbau von schnellem Internet läuft in Bayern auf Hochtouren. 21 Gemeinden im Regierungsbezirk Oberpfalz erhalten heute insgesamt rund 12,3 Millionen Euro Förderung“, freute sich Finanz- und Heimatminister Albert Füracker bei der Übergabe der Breitband-Förderbescheide an die Kommunen am Dienstag in Nürnberg. „Unsere Breitband-Strategie ist genau richtig für Bayern und ermöglicht Glasfaser bis ins Haus. Wo dies geschieht, entscheiden allein die Gemeinden im Rahmen ihrer kommunalen Planungshoheit“, betonte Füracker. Förderbescheide konnten auch die Vertreter der Gemeinden Hohenburg und Ursensollen aus dem Landkreis Amberg-Sulzbach entgegennehmen. Der Markt Hohenburg erhält 1,36 Millionen Euro, die Gemeinde Ursensollen 1,20 Millionen Euro.

Zusätzlich profitieren 19 Schulen und ein Krankenhaus in der Oberpfalz mit insgesamt 174000 Euro von der am 1. Juni 2018 in Kraft getretenen neuen bayerischen Richtlinie zur Förderung von Glasfaseranschlüssen und WLAN-Infrastruktur für öffentliche Schulen und Plankrankenhäuser (GWLANR). Unter den Schulen befindet sich auch die Sebastian-Kneipp-Grundschule Edelsfeld, wo der Glasfaser- und WLAN-Ausbau mit knapp 34000 Euro gefördert wird.

Schnelle Leitungen für Schulen

Bayernweit können rund 4800 öffentliche Schulen und 366 Plankrankenhäuser für die Glasfaseranbindung von einer Förderung von bis zu 50000 Euro, für den Ausbau der WLAN-Infrastruktur von bis zu 5000 Euro je Einrichtung profitieren. „Neue digitale Anwendungsmöglichkeiten in Bildung und Medizin setzen eine gigabitfähige digitale Infrastruktur vor Ort voraus“, betonte Füracker. Mit diesen neu geschaffenen Infrastrukturen ebne man den Weg für neue digitale Anwendungsmöglichkeiten in Bildung und Medizin und sorge für eine zeitgemäße, komfortable Umgebung für Schüler und Patienten.

Der Höfebonus

  • Funktion:

    Mit dem Höfebonus startete die nächste Stufe der bayerischen Gigabit-Initiative. Über 770 Verfahrenseinstiege erfolgten seit der Einführung des Höfebonus.

  • Erfolge:

    Über 530 Kommunen planen, den Höfebonus zu nutzen. 155 Kommunen haben bereits Förderbescheide erhalten. „Damit können Versorgungslücken insbesondere im Außenbereich geschlossen werden“, betonte Füracker.

Nur wo Breitband vorhanden ist, würden Arbeitsplätze entstehen und erhalten. Ziel seien hochleistungsfähige Breitbandnetze mit Übertragungsraten von mindestens 50 Mbit/s. Hierfür stelle der Freistaat Bayern bis zu 1,5 Milliarden Euro zur Verfügung – eine bundesweit einzigartige Summe. „Unsere Breitbandförderung ist entscheidend für den ländlichen Raum“, unterstrich Füracker. Über 91 Prozent der bayerischen Haushalte hätten inzwischen Zugang zu schnellem Internet. Nach Abschluss aller bislang geplanten und aktuell laufenden Baumaßnahmen sollen über 98 Prozent der bayerischen Haushalte mit mindestens 30 Mbit/s versorgt sein. Ziel der aktuellen Förderprojekte sei, diese Flächendeckung weiter zu steigern und die Glasfaser möglichst bis in die Gebäude zu verlegen (FTTB – Fiber to the building). „In Bayern geht der Breitbandausbau mit Riesenschritten voran“, hob Füracker hervor.

Die Gemeinden in der Oberpfalz engagieren sich stark beim Breitbandausbau. Mit 223 Gemeinden befinden sich in der Oberpfalz 99 Prozent im Förderverfahren. 211 Kommunen wurde inzwischen eine Fördersumme von insgesamt über 120,6 Millionen Euro zugesagt. Ein Teil der Fördermittel von maximal rund 180 Millionen Euro für die Oberpfalz ist aber noch offen. „Investieren Sie weiter in den zukunftsweisenden Ausbau des schnellen Internets und schließen Sie auch kleine Ortschaften an“, appellierte Füracker.

Fast alle Kommunen beteiligt

Der Ausbau der digitalen Infrastruktur in Bayern läuft auf Hochtouren. Neun von zehn Haushalten sind an das schnelle Internet angeschlossen, acht von zehn können 50 Mbit/s und mehr nutzen. Bei den aktuellen Projekten werden über 43000 Kilometer Glasfaserleitungen verlegt und über 736 000 Haushalte mit schnellem Internet versorgt, vor allem im ländlichen Raum. Unter allen Bundesländern ist in Bayern die Versorgung ländlicher Gemeinden mit schnellem Internet mittlerweile am besten. Bayernweit sind bereits 98 Prozent aller Kommunen in das Förderverfahren eingestiegen.

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