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Viel mehr als einfach nur blitzen

Die Amberger CSU-Fraktion lobt „kreative Ideen“ beim Zweckverband Verkehrssicherheit. Dort bietet man noch andere Dienste an.

Maximilian Köckeritz (Mitte) sorgte mit der Vorstellung der Erfolge und Pläne des Verkehrs-Verbandes für Freude. Foto: Matthias Schöberl
Maximilian Köckeritz (Mitte) sorgte mit der Vorstellung der Erfolge und Pläne des Verkehrs-Verbandes für Freude. Foto: Matthias Schöberl

Amberg.Den Besuch der CSU-Stadtratsfraktion beim Zweckverband Kommunale Verkehrssicherheit Oberpfalz nutzte Fraktionschef Dieter Mußemann für ein umfassendes Lob. Die bemerkenswerte Entwicklung des Verbandes, der dynamische Zuwachs an Arbeitsplätzen und die kreativen Ideen zeigten, dass man es nicht mit einem „normalen Zweckverband“ zu tun habe, „sondern vielmehr mit einem Start-Up“. „Einen Kicker haben wir übrigens auch“, entgegnete Geschäftsführer Maximilian Köckritz trocken und spielte damit auf die Grundausstattung an, die zu einem innovativen Jungunternehmen angeblich unbedingt dazugehören soll.

Ende 2018 sind es 70 Mitgliedsgemeinden

Tatsächlich lässt sich die Bilanz sehen: Gehörten anno 2015 noch elf Gemeinden zum Verband, werden es Ende 2018 schon 70 sein. Von einem Mitarbeiter stiegt die Beschäftigtenzahl auf aktuell über 50. Und bewirkt, so erklärte Köckritz stolz, habe man auch einiges. Durch die Messungen, welche man in der Stadt Amberg durchgeführt habe, gebe es heute weniger Raser.

In der Bayreuther Straße sei die Verstoßquote, also die Prozentzahl derjenigen, die schneller als erlaubt unterwegs waren, von 20 auf 0,9 gesunken. Bei der BOS/FOS ging es von 30 Prozent auf drei Prozent zurück. „Man sieht, dass wir unser Versprechen einhalten, nicht Autofahrer abzuzocken, sondern den Verkehr sicherer zu machen“, meinte Geschäftsführer Köckritz. Zu denken gebe ihm allerdings, dass drei Messungen zum Schulanfang in der Krumbacherstraße immer 20 Prozent Zu-schnell-Fahrer ergeben habe – trotz Plakaten und Hinweisen.

Zukunftsthema

  • Projekt:

    Auf große Sympathie stieß auch das Mobilitätsmanagement, an dem der Zweckverband Verkehrssicherheit zusammen mit der Ostbayerischen Technischen Hochschule (OTH) Amberg-Weiden arbeitet. Für Stadträtin Michaela Frauendorfer ein absolutes Zukunftsthema.

  • Ziel:

    Stadt und Umland müssten sich noch stärker in regionalen Zusammenhängen denken.

Stadtrat Rupert Natter bestätigte die Erfolge, auch beim Thema Ringraser. Die Lärmbelastung sei stark gesunken. Da die Raser sich untereinander allerdings schnell informierten, dass kontrolliert werde, sei leider wohl nicht mit einem nachhaltigen Effekt zu rechnen. „Brauchen wir am Ring feste Messstellen?“, wollte Natter wissen. Maximilian Köckeritz antwortete zurückhaltend.

Damit würde man schon etwas erreichen, müsse aber Millionenbeträge aufwenden. Sein alternativer Lösungsansatz: Semi-stationäre Anhänger statt festinstallierte Blitzersäulen. Köckeritz ließ gegenüber den Christsozialen anklingen, dass der Verband noch mehr könne, als nur den fließenden Verkehr zu überwachen: Ordnungsdienste, Jugendschutzkontrollen, Smartparking mittels Apps. Außerdem wolle man mit den Elektrofahrzeugen des Verbandes ein Carsharing aufbauen. Eine Idee, die Oberbürgermeister Michael Cerny, weiterspann: Für ihn böte sich die Umgebung des neuen Parkdecks an. Mit dem E-Auto-Sharing, in das man möglicherweise auch den städtischen Fuhrpark einbinden könnte, sollte die Mobilitätsdrehscheibe Amberg gestärkt werden.

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