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Glaube

Viele Besucher in der Pfarrei

Die Kinderkrippenfeier und die Christmette in Schmidmühlen begeisterten. Pfarrer Sulzer konnte mit vielen Gläubigen feiern.
von Johann Bauer

  • Kinder spielten das Krippenspiel mit dem Titel „Das Hirtenlied“. Fotos: Johann Bauer
  • Pfarrer Werner Sulzer verteilte kleine Geschenke an die Kinder.

Schmidmühlen.Das Weihnachtsfest wurde in der Pfarrei mit durchwegs gut besuchten Gottesdiensten in der Pfarrkirche würdig begangen. Am Heiligen Abend fanden eine Kinderkrippenfeier und eine Christmette statt. Es konnte auch das Friedenslicht mit nach Hause genommen werden.

Die Kinderkrippenfeier wurde von der Bläsergruppe der Blaskapelle St. Ägidius und Schola umrahmt. Dabei führten Kinder und Jugendliche auf einer Bühne vor dem Altar ein Krippenspiel „Das Hirtenlied“ auf. Dabei handelte es sich um einen alten Hirten, der die Nacht liebte und um den Lauf der Gestirne wusste. Oft zeigte er seinem Enkel die Sterne. Die anderen Hirten dagegen gaben nicht viel auf die Rede des Alten. Dieser machte sich mit seinem Enkel auf, um den gerechten König zu suchen. Aber als er die kleine Familie mit dem neugeborenen Kind im Stall erblickte, blieb er wie angewurzelt stehen. Es hatte keine Krone auf und trug keinen Purpurmantel. Enttäuscht trat er in die Nacht hinaus, bis er das Weinen des Kindes hörte. Er ging wieder zurück und zog seine Flöte heraus und spielte sein Lied. Zum Schluss sagte der Alte Hirte: „Der Retter ist einer von uns. Er kommt nicht von oben herab, sondern stellt sich mit uns auf eine Stufe. Er will nicht angehimmelt, sondern geliebt werden.“

Kinder bekamen Geschenke

Nach der Kinderkrippenfeier verteilte Pfarrer Werner Sulzer kleine Sterne an die Kinder. Die gesangliche Gestaltung der Christmette erfolgte erstmals durch den Projektchor und am zweiten Weihnachtsfeiertag gestaltete der Männergesangverein den Gottesdienst. Pfarrer Sulzer sagte in seiner Weihnachtspredigt: „Weihnachten ist ein zutiefst berührendes Fest. Kein Fest im Kirchenjahr berührt die Menschen so sehr wie die Geburt Christi.“ Selten schmerzen Einsamkeit und der Verlust eines lieben Menschen aber auch so sehr wie an Weihnachten. „Dass Weihnachten uns so berührt, liegt sicherlich zum Teil daran, wie wir Weihnachten feiern: Kerzenschein und schöne Deko, Familienidylle und gefühlsbetonte Lieder tragen das ihre dazu bei, aber es liegt eben nicht nur an solchen Äußerlichkeiten, sondern auch am Kern dieses Festes: Gott wird ein hilfloses Kind“, betonte Pfarrer Sulzer. „Gott und Kind, die in der Krippe zusammenkommen, rühren an ganz tiefen Schichten in uns. Ganz tief in uns wohnt immer auch das kleine Kind, das wir einmal waren und dieses Kind in uns fühlt sich angesprochen vom Kind in der Krippe.“

Und noch eine Schicht tiefer als das Kind habe Gott etwas von sich, einen göttlichen Kern in jeden von uns hineingelegt. An diesen göttlichen Kern rühre Weihnachten. Das göttliche Kind berühre Tiefschichten unseres Daseins, wo wir ganz Kind und ganz göttlich sind. Es gehe darum, es nicht bei einem oberflächlichen, eintägigen Gerührtsein zu belassen, sondern uns dies wirklich zu Herzen gehen zu lassen. Weihnachten will erwogen werden und die Wiege, in dem wir es hin- und herwiegen, ist unser Herz.

Weihnachten will berühren

„Nehmen Sie einen Gedanken aus dem Weihnachtsgeheimnis, eine Liedzeile, die sie besonders berührt, mit hinein in ihren Alltag und wiederholen sie ihn immer wieder, am Morgen, wenn sie gerade irgendwo warten müssen, damit das göttliche Kind in ihnen Wohnung nimmt“, so Pfarrer Sulzer. Weihnachten wolle berühren, uns zu Herzen gehen, aber es wolle nicht in einem Herzen vergraben sein, sondern von innen her nach außen dringen. Weihnachten wolle in die Glieder fahren. Den Hirten fahre zunächst der Schrecken in die Glieder; doch dann lassen sie sich davon in Bewegung setzen und an die Stelle des Schreckens tritt eine übergroße Freude. Genauso will auch uns Weihnachten in die Glieder fahren, erklärte Sulzer. Es wolle uns in die Füße fahren, damit wir losgehen zu anderen Menschen. Es wolle uns in die Hände fahren, damit wir tätig werden für Menschen. Weihnachten wolle zum Tätigkeitswort werden. „Weihnachten will uns wirklich zu Herzen gehen, um von dort aus in die Glieder zu fahren, damit wir aktiv werden.“

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