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Region Amberg
Freitag, 25. Mai 2018 21° 8

Naturpark

Vielfältige Unterstützung für Senioren

Das Seniorenmosaik Naturpark Hirschwald will mit ehrenamtlichen Alltagshelfern ein weiteres Angebot für Ältere installieren.
Von Hans Babl

Der Helfertag in Ensdorf kam bei den Ehrenamtlichen in der Seniorenbetreuung bestens an, vor allem auch das Angebot „Lach-Yoga“. Foto: abl

Kümmersbruck.Beratung, Unterstützung und mehr hat sich das Seniorenmosaik Naturpark Hirschwald e. V. auf die Fahnen geschrieben. Es kümmert sich auch mit vielen Aktionen speziell um ältere Mitbürger in den Gemeinden des Naturparks Hirschwald und basiert auf bürgerschaftlich engagierter Nachbarschaftshilfe.

Projektleiterin Barbara Hernes gab bei der Mitgliederversammlung des Naturparks Hirschwald e. V. bekannt, dass seit 1. Januar auch die Gemeinde Ursensollen beim Seniorenmosaik mit im Boot sitze. Nun gebe es zudem ein Logo und die Homepage sei unter www.seniorenmosaik.de online.

In ihrem Rückblick verwies sie darauf, dass es Interesse und Ziel der Arbeit bzw. Tätigkeiten für das Seniorenmosaik sei, „möglichst umfassende Hilfe, Unterstützung und Informationen an die Gemeindebürger und ihre eventuell pflegenden Angehörigen zu geben, damit Senioren möglichst lange in ihrer Umgebung leben können“. Das Motto: „Dahoam im Alter“.

Organisiert und durchgeführt wurden laut Hernes 2017/18 Informationsveranstaltungen zu Änderungen und Neuerungen des PSG, zu „Wohnen im Alter“, auch zu barrierefreien Umbaumaßnahmen, zum Energiespar-Check sowie Kinaesthetics. Informiert über „Aktiv bleiben durch Unterstützung im Alltag“ habe man bei Seniorenveranstaltungen. Ein Kurs „häusliche Pflege“ musste mangels Teilnehmer ausfallen.

Mittagstisch und Fahrdienste

„Alle zwei Wochen bietet auf Anregung des Seniorenmosaiks das Kloster Ensdorf einen gemeinsamen Mittagstisch für Senioren. Es ist geplant, vor dem Mittagessen eine offene Gruppe zu starten, in der sich Interessierte unterhalten oder zum Beispiel gemeinsam Spiele machen können“, erläuterte Hernes weiter.

In Kümmersbruck gebe es einen Fahrdienst für Senioren durch den Werkhof der Diakonie, einmal pro Woche auch für Ebermannsdorf und Ensdorf, berichtete Hernes. Austauschtreffen fanden statt, auch mit anderen Nachbarschaftshilfen. Ein „Helfertag“ in Ensdorf dankte ehrenamtlichen Helfern der Seniorenarbeit. Die Themen und Referenten sowie der Austausch seien bei den 80 Teilnehmern sehr gut angekommen. „Eine Wiederholung ist geplant“, versprach Hernes.

Wunsch nach Wohnraumberatungsstelle

Barbara Hernes ist die Projektleiterin des Seniorenmosaiks. Foto: abl

Das Seniorenmosaik war präsent beim „Fit und Aktiv Tag 59 +“ in Amberg, beim Tag der Regionen in Ensdorf sowie bei Veranstaltungen in den Gemeinden. Im März 2018 fand ein Informationstreffen mit den Seniorenbeauftragten der Gemeinden statt.

„Zum Thema ‚Alt werden zu Hause‘ und den damit verbundenen Anforderungen und Hilfe bzw. Unterstützungsmöglichkeiten nimmt die Nachfrage zur persönlichen Beratung zu“, informierte die Projektleiterin. Beratungsgespräche seien telefonisch, im Büro und zu Hause möglich, oder auch in den Beratungsstunden, die in jeder Gemeinde zunächst einmal pro Quartal angeboten werden. „Günstig wäre eine anerkannte Wohnraumberatungsstelle in der Region der Naturparkgemeinden einzurichten, da die Nachfrage kräftig steigen wird“, appellierte Hernes.

Nach Ablauf der Förderphase gibt es jetzt eine „Koordinationsstelle für die Seniorenarbeit in den Naturpark Hirschwaldgemeinden“ und anerkannte „Koordinationsstelle für Angebote zur Unterstützung im Alltag“, informierte sie. „Pflegebedürftige haben die Möglichkeit, Leistungen der Pflegekassen in Anspruch zu nehmen.“ Unter anderem stehe ihnen ein „Entlastungsbetrag“ in Höhe von 125 Euro pro Monat zu, betonte die Projektleiterin. Mit Anerkennung des Antrags sei die Abrechnung der Leistungen durch die Ehrenamtlichen im Seniorenmosaik mit den Pflegekassen möglich.

Entlastung für die Angehörigen

Geschulte Ehrenamtliche sollen künftig regelmäßig zu Hause die stundenweise Betreuung der Pflegebedürftigen übernehmen. Ziel sei die Entlastung der pflegenden Angehörigen, sie sollten vor Überforderung und der damit verbundenen drohenden Isolation geschützt werden. „Der Einsatz eines Alltagsbegleiters ermöglicht es, Überforderung der Pflegeperson abzubauen“, so Hernes. Außerdem würden Selbstständigkeit und Selbstbestimmtheit der Pflegebedürftigen bei der Gestaltung ihres Alltags durch die Betreuungsleistung gefördert.

Um diese Angebote durchführen zu können, sind ehrenamtliche Helfer eine grundlegende Voraussetzung, Aufgabe von Barbara Hernes ist es, diese fachlich wie menschlich zu begleiten, für ihre Qualifikation durch Fort- und Weiterbildungsangebote zu sorgen und ihre Einsätze zu koordinieren. „Für die laufende Schulung wurden vier interessierte Ehrenamtliche angemeldet, an der Schulung im Oktober haben drei Personen Interesse, ein geschulter Helfer ist bereits im Einsatz“, berichtete Hernes. „Der Bedarf zur Unterstützung wird bei den Beratungsgesprächen mit den Senioren und ihren pflegenden Angehörigen deutlich.“

Seniorenmosaik im Naturpark

  • Büro

    Das Seniorenmosaik hat sein Büro im Rathaus Kümmersbruck in der Schulstraße 7. Täglich von 8 bis 12 ist Leiterin Barbara Hernes hier erreichbar, telefonisch unter (0 96 21) 7 08 43, per E-Mail unter info@seniorenmosaik.de.

  • Beratungsstunden

    Die nächsten Beratungsstunden in den Gemeinden finden statt am 25. April Ebermannsdorf, 3. Mai Schmidmühlen, 7. Mai Ursensollen, 9. Mai Ensdorf, 14. Mai Hohenburg (jeweils um 10 Uhr), sowie am 16. Mai in Kastl und am 17.5 Mai in Rieden um 14 Uhr.

  • Seniorenmosaik-Termine

    3. Juni Naturparktag in Amberg mit dem Thema „Barrierefreies Wohnen im Alter“, 26. September und 24. Oktober „Bewegungswerkstatt“ – Kinaestetics in Hohenburg, 11. Oktober „Wohltuende Handreichungen“, Einführung in die Basale Stimulation, 7. Oktober Tag der Regionen in Ensdorf. Gleichzeitig geplant ist eine „Ehrenamtsbörse“ unter dem Motto „Miteinander, Vielfalt, Leben – weil Heimat lebendig ist!“ (abl)

Die grundsätzlichen Ziele

Unter Federführung des Naturparks Hirschwald e. V. sind beim Seniorenmosaik die Gemeinden Kümmersbruck, Ebermannsdorf, Ensdorf, Rieden, Schmidmühlen, Hohenburg, Kastl und Ursensollen beteiligt. Zu den im Bayerischen Naturschutzgesetz verankerten Aufgaben eines Naturparks zählt unter anderem die Regionalentwicklung. Dazu gehört auch, die Lebensbedingungen der Menschen zu verbessern, in diesem Fall der Senioren. „Das Seniorenmosaik möchte in Zeiten, die durch den demografischen Wandel geprägt sind, dazu beitragen, ein Miteinander zwischen Generationen zu unterstützen. Ziel ist es, den älteren oder vorübergehend hilflosen Mitmenschen unserer Gemeinden Unterstützung bei der Bewältigung des Alltags zu geben.

Auch die Naturpark-Geschäftsführerin Isabel Lautenschlager und der Vorsitzende des Naturparkvereins, Markus Dollacker, haben bei der Versammlung ihre Berichte abgegeben.

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