MyMz
Anzeige

Information

Vier Handlungsfelder beim Klimaschutz

Die Wirtschaftsjunioren Amberg-Sulzbach starteten nach der Theorie zu Spritztouren mit den Elektro-Autos des ZEN.

Klimaschutzkoordinator Joachim Scheid (re.) erklärt das „Auftanken“ eines Elektro-Autos an der Ladesäule.Fotos: Söllner
Klimaschutzkoordinator Joachim Scheid (re.) erklärt das „Auftanken“ eines Elektro-Autos an der Ladesäule.Fotos: Söllner

Ensdorf.Zum Thema Klimaschutz im Landkreis ließen sich die Wirtschaftsjunioren von Klimaschutzkoordinator Joachim Scheid im Fürstensaal des Klosters informieren. Ziel sei es, den Landkreis Amberg-Sulzbach zur energetischen Vorreiter-Region zu machen, so Scheid. Vier große Handlungsfelder gelte es beim Integrierten Klimaschutzkonzept des Landkreises zu bearbeiten: die Energieeinsparung bei der Gebäudesanierung, die lokale Wertschöpfung bei den erneuerbaren Energien, die Unternehmenseffizienz und die Mobilitätswende mit Verbesserung des ÖPNV-Angebots, der Verstärkung der Elektromobilität, aber auch der Förderung des Fahrradverkehrs.

Pro Elektro-Auto

  • Sparen:

    „Wenn sie Energie und Geld sparen wollen, müssen die ein Elektro-Auto kaufen,“ gab sich Klimaschutzkoordinator Joachim Scheid überzeugt. Er erläuterte gemeinsam mit ZEN-Mitarbeiter Karl-Heinz Hofbauer das „Auftanken“ an der Ladesäule.

  • Spritztour:

    Anschließend unternahmen die Wirtschaftsjunioren Probefahrten mit dem ZEN-eigenen Nissan Leaf und Mitsubishi-i-MiEV durch Ensdorf.

Im Landkreis, in der Fläche, sei der Anteil der erneuerbaren Energien am Gesamtverbrauch, durch wesentlich mehr Einzelhäuser als in der Stadt, mit 76 Prozent (Stand 31. 12. 2016) hoch, so Scheid. Er solle aber bis 2035 auf 200 Prozent erhöht werden, „um die Stadt zu alimentieren.“ So habe bei einem Gesamtstromverbrauch im Landkreis von 508,10 GWh der Anteil der Wasserkraft nur ein Prozent, der Windkraft, die leider eingefroren worden sei, 27 Prozent, der Bioenergie 24 Prozent und der Solarenergie 23 Prozent betragen. Bei der Umstellung von fossiler auf nachhaltige Wärme seien die Kommunen als Vorreiter gefragt, forderte Scheid. Auch solle nach seiner Vorstellung jede Kommune Projekte für Energieeffizienz und -wende definieren. Unterstützung sei durch ihn als Klimaschutzkoordinator und das Zentrum für erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit (ZEN) gegeben.

Gerne wurden abschließend Probefahrten mit den ZEN-eigenen Elektro-Autos durch Ensdorf unternommen.
Gerne wurden abschließend Probefahrten mit den ZEN-eigenen Elektro-Autos durch Ensdorf unternommen.

Scheid verwies auf die von 14. bis 17. Mai im Landkreis stattfindende Klimaschutzwoche. Als weiteres Projekt des Landkreises stellte er das geplante Solarpotenzialkataster vor. Eine interaktive Website, auf denen für jedes Gebäude einer Kommune verzeichnet wird, wie geeignet es für die Gewinnung von Solarenergie ist. Weiter ging der Klimaschutzkoordinator auf die Notwendigkeit kommunaler Energiebeauftragter und kommunaler Nachhaltigkeits-Beauftragter ein, „die Energieeffizienz und Nachhaltigkeit in den kommunalen Ablauf bringen.“

Breiten Raum nahm in der Diskussion die Speicherung bei Photovoltaikanlagen und die Fördermöglichleiten ein, zu denen das ZEN, so Scheid, informieren und unterstützen werde. Es folgte eine Besichtigung der Hackschnitzelheizung des Klosters, die Haustechniker Franz Bleicher den Wirtschaftsjunioren erläuterte. (azd)

Weitere Nachrichten aus dem Vilstal lesen Sie hier.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht