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Symposium

Vom Brand bis zur Explosion

Mehr als 300 Feuerwehrmänner und -frauen bilden sich in Kümmersbruck fort. Ersthelfer haben einen eigenen Workshop.
Von Florian Schlegel

  • Die Feuerwehrmänner zeigten bei einer Vorführung, wie man am besten bei einem Metallbrand vorgeht. Foto: Florian Schlegel
  • Kreisfeuerwehrarzt Marc Bigalke bot einen Workshop zum Thema „Traumaversorgung beim Verkehrsunfall“ an. Foto: Florian Schlegel

Kümmersbruck.Mehr als 300 Feuerwehrfrauen und -männer bildeten sich beim diesjährigen Feuerwehrfachsymposium des Kreisfeuerwehrverbandes Amberg-Sulzbach in der Kümmersbrucker Mehrzweckhalle fort. Darüber hinaus gab es für die Ersthelfergruppen im Landkreis einen Workshop.

Kreisbrandrat Fredi Weiß konnte pünktlich um neun Uhr die Teilnehmer der Veranstaltung willkommen heißen. Weiß bedankte sich eingangs bei allen an der Organisation Beteiligten, federführend bei Alexander Zeitler von der Feuerwehr Freudenberg-Wutschdorf.

Landrat Richard Reisinger freute sich, dass so viele ihre Freizeit an einem Samstag opferten, um sich weiterzubilden. Bürgermeister der Gemeinde Kümmersbruck, Roland Strehl, blickte auf die beiden Bombenfunde im Sommer des vergangenen Jahres zurück. Dr. Rolf-Dieter Erbe von der Berliner Feuerwehr brachte den Teilnehmern die Gefahren von Elektrofahrzeugen nahe. Er ging auf die wichtigsten Besonderheiten bei dieser Antriebsmöglichkeit ein. Zum Abschluss zeigte Dr. Erbe, dass nicht nur E-Fahrzeuge gefährlich sind, sondern auch E-Bikes, denn die könnten ähnliche Reaktionen zeigen wie die Autos, nur in anderen Dimensionen.

Thomas Zawadke von @fire sprach über Vegetations- und Flächenbrände. Die Fahrzeugaufstellung bei solchen Bränden sei mit der wichtigste Punkt, denn der Wert von einem Feuerwehrfahrzeug übersteige weitaus den Schaden an einem Feld.

Kreisbrandinspektor Hans Sperber konnte mit einer praktischen Vorführung zum Thema Metallbrand den Teilnehmern zeigen, dass dieser mit einem Löschgranulat (Glaskügelchen) am besten bekämpft und auch gelöscht werden kann.

Nach der Mittagspause konnte man Kreisbrandinspektor Anton Brandner aus dem Berchtesgadener Land willkommen heißen. Brandner war dort der örtliche Einsatzleiter bei der Schneekatastrophe im vergangenen Jahr. In seinem Vortrag erzählte er, wie es dort genau ablief.

Stephan Zobel von der Berufsfeuerwehr München sprach über das Thema „Umgang mit gefährlichen Tieren im Feuerwehreinsatz“. In Bayern ist das Halten von giftigen Tieren prinzipiell verboten. Dennoch gibt es genügend Besitzer dieser Lebewesen. Die medizinische Versorgung sowie den Umgang mit den Tieren nach einem Vorfall erläuterte er kurz.

Den Abschluss des Feuerwehrfachsymposiums machte Kreisbrandinspektor Christian Nitschke aus dem Landkreis Pfaffenhofen. Am 1. September 2018 gab es bei Bayernoil in Vohburg (nähe Ingolstadt) eine Explosion in einer Raffinerie und Nitschke war dort Einsatzleiter und stellte einen detaillierten Einsatzbericht den Anwesenden vor.

Weiterbildung

  • Ersthelfer:

    Die Ersthelfergruppen im Landkreis werden immer mehr und sind auch nicht mehr wegzudenken, denn sie treffen meist vor dem Rettungsdienst ein und können erste Maßnahmen bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes leisten. (afs)

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