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Vereine

Vorfreude auf das Jubiläum ist groß

Der Heimat- und Trachtenverein feiert 2019 das 90-jährige Bestehen. Zahlreich waren die Aktivitäten im vergangenen Jahr.
Von Josef Popp

Zur Vorbereitung des Jubiläums zählt auch, historisches Bildmaterial zu sichten, das teilweise erst in den vergangenen Wochen von Peter Preußl gefunden wurde: von links Michael Koller, Gerald Stauber, Markus Mehringer, Peter Preußl, Hermann Weigert. Foto: ajp
Zur Vorbereitung des Jubiläums zählt auch, historisches Bildmaterial zu sichten, das teilweise erst in den vergangenen Wochen von Peter Preußl gefunden wurde: von links Michael Koller, Gerald Stauber, Markus Mehringer, Peter Preußl, Hermann Weigert. Foto: ajp

Schmidmühlen.Beim Heimat- und Volkstrachtenverein hat der „Countdown“ begonnen: Im kommenden Jahr feiert der rührige Verein sein 90-jähriges Bestehen. Eine große Aufgabe, auf die sich die Vorstandschaft akribisch vorbereiten wird. Der Termin steht auch schon fest: 29. und 30. Juni. Dies wurde bei der Jahreshauptversammlung bekanntgegeben.

Eine breite Palette an Veranstaltungen und Terminen listeten der Vorsitzende Gerald Stauber, aber auch die Jugendleiterin Michaela Mehringer auf. Interessant ist immer auch ein Blick in die Vereinsstatistik: Nach wie vor gehören die Trachtler zu den wichtigen und großen Vereinen im Markt Schmidmühlen. Der Mitgliederstand konnte wieder stabil gehalten werden. Mit Ehrenmitglied Anton Bruckmüller, August Eckmeder, Ella Döberl und Katharina Feuerer verstarben vier langjährige Mitglieder. Zwei traten aus, sieben traten dem Verein bei. So zählte der Verein zum Jahreswechsel exakt 300 Mitglieder.

Wirtshauslieder-Singen kam an

Die Teilnahme am Marktfest mit festlichem Einzug ist für die Trachtler selbstverständlich. Auch der Nachwuchs war natürlich dabei. Foto: Archiv ajp
Die Teilnahme am Marktfest mit festlichem Einzug ist für die Trachtler selbstverständlich. Auch der Nachwuchs war natürlich dabei. Foto: Archiv ajp

Auch im vergangenen Jahr standen zahlreiche Veranstaltungen im Kalender. Gerald Stauber nannte besonders das Wachsstöcklbasteln, das Ilona Reheis hervorragend geleitet habe. Ein musikalisches Schmankerl und einen kurzweiligen Nachmittag servierte der Heimat- und Volkstrachtenverein im April seinen Mitgliedern und vielen Gästen: ein „Wirtshauslieder-Singen“. Wer der Meinung ist, dass das Wirtshauslied – meist sind es traditionelle Volkslieder – keine Sänger oder Sängerinnen findet, der sah sich bei diesem Nachmittag getäuscht. Diese Lieder haben nach wie vor noch eine große Fangemeinde. Gekonnt führte Leonhard Bayerl, Vorsitzender vom Oberpfälzer Volksliedkreis, mit seinen Musikanten Albert Schlüter und Peter Jourgens im voll besetzten Trachtenheim durch das Programm.

Als unvergessliches Erlebnis bezeichnete der Vorsitzende die Teilnahme an einem Trachtenfest im Chiemgau. Mit dem Heimat- und Volkstrachtenverein habe nicht nur der Markt Schmidmühlen, sondern auch der Landkreis Amberg-Sulzbach ein echtes „Aushängeschild“, betonte er. Während woanders Trachtenvereine mehr oder weniger ums Überleben kämpfen würden, habe der Trachtenverein beim zweitägigen 81. Gaufest des Chiemgau-Alpenverbandes das Amberg-Sulzbacher Land stattlich repräsentiert.

Fest war ein großes Erlebnis

Das Trachtenkreuz auf dem Theilberg wurde im vergangenen Jahr restauriert. Es soll nun im Advent wieder erstrahlen, wie es schon einmal der Fall war. Foto: Archiv ajp
Das Trachtenkreuz auf dem Theilberg wurde im vergangenen Jahr restauriert. Es soll nun im Advent wieder erstrahlen, wie es schon einmal der Fall war. Foto: Archiv ajp

Aus Schmidmühlen waren 30 Trachtenträger dabei. Am Samstag besuchten die Mitglieder den Heimatabend des Trachtenvereins „Daxenwinkler“ in Atzing, der auch sein 120-jähriges Bestehen feierte. Am Sonntag gab es einen Gottesdienst mit rund 40 Fahnenabordnungen und knapp 22 000 Besuchern sowie einen Festzug mit mehr als 4300 Trachtlern, 18 Blaskapellen und 39 Festwägen, darunter das Schmidmühlner Mühlrad.

Ein Arbeitseinsatz war vergangenes Jahr beim Trachtenkreuz angesagt, so Stauber weiter. Es gehört zu den markanten Wahrzeichen von Schmidmühlen, aufgestellt wurde es 1954 anlässlich des 25. Priesterjubiläums des damaligen Pfarrers und Dekans Otto Gillitzer am Theilberg. Durch Witterungseinflüsse war das Kreuz im Lauf der Jahrzehnte morsch geworden und wurde 1992 neu errichtet. Seither wurde das Kreuz auch immer wieder hergerichtet. Bedingt durch die Witterungseinflüsse wurde es 2017 von den Mitgliedern Markus Mehringer und Josef Fleischmann restauriert und mit vielen Helfern wieder aufgestellt.

Weitere Aktivitäten

  • Jugendarbeit

    Jugendleiterin Michaela Mehringer ging kurz auf die Jugendarbeit beim Heimat- und Volkstrachtenverein ein. Die Jugendgruppe zählt elf Mitglieder, die sich vorbildlich in mit eingebracht haben, so auch schon beim Marktfest.

  • Nähen

    Michaela Mehringer verwies ferner auf das Anfertigen von neuen Bänderhauben. Hier erinnerte sie auch an die verstorbene Ursula Kiunke, auf deren fachliches Know-how man zurückgreifen konnte. So wurde das Projekt ein Erfolg. (ajp)

Bei vielen Veranstaltungen dabei

Immer ein Gewinn beim Ferienprogramm ist der Heimat- und Volkstrachtenverein mit seinen Angeboten, hob der Vorsitzende hervor. Zehn Mädchen kamen diesmal in den Schlosshof beim Trachtenheim, um gemeinsam zu basteln. Stauber ging auch auf die großen Schmidmühlener Veranstaltungen wie Marktfest oder Adventsmarkt ein. Eine Selbstverständlichkeit sei die Teilnahme bei allen kirchlichen Festen wie Fronleichnam oder beim Volkstrauertag. Lange Tradition hätten der Nikolausdienst, aber auch die Christbaumversteigerung, der Faschingsklatsch am Faschingsdienstag oder die Weihnachtsfeier.

Alles in allem zog Gerald Stauber eine positive Bilanz. So kann sich der Blick optimistisch auf das neue Jahr richten. Positiv fiel auch der Kassenbericht Gerhard Reheis aus. Trotz vieler Ausgaben könne der Trachtenverein auf ein solides Finanzpolster bauen.

Bürgermeister Peter Braun zollte den Trachtlern großen Respekt für ihre Arbeit. Beschlossen wurde, nach der Renovierung des Trachtenkreuzes soll dieses im Advent wieder im vorweihnachtlichen Lichterglanz erstrahlen, wie es schon einmal vor vielen Jahren der Fall war.

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