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Nominierung

Wahlkampfauftakt nach Maß

Der Wahlkampf um das Amberger Rathaus ist eingeläutet. Die CSU steht geschlossen hinter ihrem Oberbürgermeister.
Von Gerd Spies

Jubel nach dem Wahlergebnis: Der von seiner Partei einstimmig gewählte OB-Kandidat Michael Cerny. Foto: Gerd Spies
Jubel nach dem Wahlergebnis: Der von seiner Partei einstimmig gewählte OB-Kandidat Michael Cerny. Foto: Gerd Spies

Amberg.56 von 56 Stimmen. Besser hätte das Ergebnis für Michael Cerny nicht ausfallen können. Einstimmig wählten die Delegierten bei der CSU-Nominierungsversammlung den amtierenden Oberbürgermeister zu ihrem OB-Kandidaten für die Wahl im Frühjahr 2020.

Es war ein von der Kreisvorsitzenden Michaela Frauendorfer und dem CSU-Fraktionsvorsitzenden Dieter Mußemann perfekt inszenierter Wahlkampfauftakt mit dem Traumergebnis für ihren Kandidaten. Klar war, dass Cerny ohne einen Gegenkandidaten wieder auf den Schild gehoben werden würde. Dass aber seine mehr als einstündige „Bewerbungsrede“ immer wieder durch Beifall unterbrochen wurde, dann das Ergebnis auch noch einstimmig ausfiel, versetzte die „Schwarzen“ in Feierlaune. Der Kreisvorsitzenden Michaela Frauendorfer war es vorbehalten, Cerny als den CSU-Kandidaten vorzuschlagen, der die Geschicke der Stadt auch in den nächsten sechs Jahren lenken soll. „Unser Kandidat ist einer, der das Ganze im Blick behält! Er ist authentisch und leidenschaftlich“ stellte Frauendorfer als besondere Eigenschaften im Vergleich zur Konkurrenz aus anderen Parteien heraus. Cerny habe Amberg in den letzten sechs Jahren geprägt. Er sei gut vernetzt, mit besten Verbindungen zum Finanzminister und zur Staatsregierung. Der Kreisvorstand habe ihn deshalb einstimmig vorgeschlagen. „Alles andere wäre auch ein Riesenfehler gewesen“, erklärte sie.

Positive Bilanz gezogen

Eine sehr positive Bilanz zog Cerny in seiner gut einstündigen Rede. zwölf Prozent Wachstum, Rückgang der Arbeitslosigkeit um 48 Prozent: Allein diese wirtschaftlichen Zahlen würden schon die hervorragende Bilanz der letzten sechs Jahre in der Region belegen. Cerny weiß aber auch, dass diese Zahlen nicht nur ihm, sondern auch der allgemeinen Konjunktur zu verdanken sind. Gewaltige Investitionen stemmte der Stadtrat in den vergangenen Jahren. Das Stadtarchiv, der ehemalige Schießlstadl, heute ein Schmuckstück, habe die CSU gegen den Widerstand der anderen Parteien durchgesetzt.

Zitate aus der Versammlung

  • Michaela Frauendorfer:

    „Wenn das nicht ein gutes Omen ist! So machen wir weiter!“ und: „ Heute ist es soweit! Heute beginnt der Wahlkampf!“

  • OB Michael Cerny:

    „Wir von der CSU sind nicht eine „elitäre Clique“. Wir sind immer noch die „Leberkäs-Fraktion!“

Enorme Investitionen für das Klinikum und für die Amberger Schulen konnten auf den Weg gebracht werden. „Im Moment laufen an acht Amberger Schulen Baumaßnahmen“, zählte Cerny auf. Sein ganz besonderer Stolz gilt aber die Tatsache, dass das Landesamt für Pflege nach Amberg geholt werden konnte. „Amberg oder Bamberg?“ So lautete ursprünglich die Wahl. Die „heimliche Hauptstadt der Oberpfalz“ erhielt schließlich den Zuschlag und damit 350 Arbeitsplätze. „Das wird dauerhaft viele Menschen nach Amberg bringen“, lautet das Fazit von Cerny mit Blick auf den Zuzug von Familien.

Ein besonnener Medienauftritt

Der Medienrummel nach der Prügelattacke von vier Asylbewerbern zum Jahreswechsel hat bleibende Eindrücke nicht nur bei Cerny hinterlassen. In fast allen Kanälen waren Interviews von ihm zu sehen. Sein Interview mit Claus Kleber im „Heute Journal“ fand deutschlandweit Beachtung. Sogar der Innenminister habe ihn für sein besonnenes Verhalten gelobt, erinnert sich Cerny. Was mich geärgert hat, war die Tatsache, dass Claus Kleber dieselbe Krawatte trug wie ich“, sagte er schmunzelnd.

„Heute Politik für morgen machen!“ Dieses Motto gab der OB für den kommenden Wahlkampf aus. Passend für den ehemaligen Hobby-Fußballer schwor er seine Parteifreunde auf folgende Devise ein: „Wir spielen auf Sieg! Aber wir versuchen, fair zu spielen. Denn unfair spielt nur der, der keine anderen Mittel zur Verfügung hat!“

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