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Region Amberg
Freitag, 20. Juli 2018 26° 2

Innenstadt

Was wird aus dem alten Stadtarchiv?

Im bisherigen Amberger Stadtarchiv gibt es einige Möglichkeiten – und viele Hindernisse für eine neue Nutzung.
Von Rolf-Dieter Reichert

  • Im alten Archiv: Brigitte Netta, Dr. Johannes Laschinger, Dieter Amann (SPD-Fraktion) und Hans-Georg Wiegel vom Baureferat Foto: arr
  • SPD-Fraktionsvorsitzende Birgit Fruth im Gespräch Foto: arr

Amberg.Die Stadtratsfraktion der SPD traf sich im bisherigen Stadtarchiv in der Zeughausstraße 1, um dort Ideen und Vorschläge für eine künftige Nutzung des Gebäudes leichter finden zu können. Anwesend waren neben der SPD-Fraktion Heike von Eyb, die Sprecherin der Steuerungsgruppe Fairtrade Stadt Amberg, Hans Ott vom Weltladenverein und auch Helmut Kollhoff von der Zukunftsakademie Amberg.

Mit Vertretern der Stadtverwaltung, Dr. Johannes Laschinger als Leiter des alten wie des neuen Stadtarchivs im restaurierten Schießlstadel, und Hans-Georg Wiegel (Baureferat) gab es eine Führung durch die Räume. Laschinger erklärte vorhandene Einrichtungen.

Zugang zu Schiffgasse denkbar

Rollregale (Teilansicht) im 1. Obergeschoss des alten Stadtarchivs Foto: arr
Rollregale (Teilansicht) im 1. Obergeschoss des alten Stadtarchivs Foto: arr

Im Erdgeschoss sind neben der großen Eingangshalle – die in der Vergangenheit auch Ausstellungsraum war – einige Büroräume zu den Straßenseiten (Zeughausstraße und Schiffgasse) zu finden. Hier können für eine künftig mögliche Nutzung Zwischenwände entfernt werden, um so zum Beispiel einen größeren, zusammenhängenden Raum zu schaffen. Sanitäreinrichtungen sind vorhanden, eine Barrierefreiheit ist ohne Probleme realisierbar.

Vorstellbar ist, wie unter anderem zu hören war, auch die Schaffung eines Zugangs zur Schiffgasse, um dort den Freibereich zur Vils hin nutzen zu können. Als zukünftige Nutzer wurde von der Stadt zum Beispiel die Volkshochschule ins Spiel gebracht. Dem steht aber entgegen, dass dann entweder nur Büros etabliert werden können, oder einer bis maximal zwei Schulungsräume. Besser geeignet ist, wie es sich herauskristallisierte, die Nutzung durch Gastronomie, etwa durch ein Café. Eine solche Nutzung würde auch dem Publikum entgegenkommen, das gern an der Vils flaniert – Stadtbrille, Landratsamt mit Rosengarten und der Blick zur Vils sollten eigentlich zum Verweilen einladen. Frau von Eyb wird, wie sie sagte, diesen Gedanken mitnehmen und in der Steuerungsgruppe vortragen, und auch die SPD könnte sich eine Nutzung in diesem Sinn vorstellen.

Regale sind kaum anders nutzbar

Hans-Georg Wiegel, Baureferat Stadt Amberg. Dr. Johannes Laschinger, Leiter Stadtarchiv, und Brigitte Netta, 3. Bürgermeisterin Stadt Amberg (von links) Foto: arr
Hans-Georg Wiegel, Baureferat Stadt Amberg. Dr. Johannes Laschinger, Leiter Stadtarchiv, und Brigitte Netta, 3. Bürgermeisterin Stadt Amberg (von links) Foto: arr

Im 1. Stock sind noch vom Stadtarchiv die Einrichtungen vorhanden. Es handelt sich hier um Rollregalanlagen, die voll funktionsfähig sind, sowie die dazugehörige Brandmeldeanlage mit Feuerschutztüren. Beim Einbau dieser Archivanlagen wurde die Bodenbelastung entsprechend angepasst. Wiegel und Laschinger sind für die Weiternutzung des 1. OG durch das Stadtarchiv.

Ein Ausbau der Regale würde enorme Kosten verursachen und auch eine Weiternutzung der Regale wohl gar nicht erlauben, da diese auf den Raum ausgerichtet wurden. Auch die Besucher schlossen sich dieser Meinung an.

Hinauf zum 1. Obergeschoss gibt es einen Aufzug. Im 2. Obergeschoss stehen die Hausmeisterwohnung und ein Raum des alten Stadtarchivs zur Verfügung. Freilich ist hier eine öffentliche Nutzung etwa für die Volkshochschule kaum realisierbar: Es fehlt in zweiter Fluchtweg. Der Aufzug bedient das Geschoss nicht, so dass eine Barrierefreiheit nicht gegeben ist. Über eine Nutzung der Wohnung und des Raums vom Stadtarchiv muss man nachdenken. Bei einer Gastronomie im Erdgeschoss wäre es denkbar, die Wohnung auch wieder als solche zu nutzen.

2. Obergeschoss

  • Fluchtweg:

    Hinauf zum 1. Obergeschoss gibt es einen Aufzug. Im 2. Obergeschoss stehen die Hausmeisterwohnung und ein Raum des alten Stadtarchivs zur Verfügung. Freilich ist hier eine öffentliche Nutzung etwa für die Volkshochschule kaum realisierbar: Es fehlt ein zweiter Fluchtweg. Der Aufzug bedient das Geschoss nicht, so dass eine Barrierefreiheit nicht gegeben ist.
    Über die Wohnung und den Raum des Stadtarchivs muss man noch nachdenken. Bei einer Gastronomie im Erdgeschoss wäre es denkbar, die Wohnung auch wieder als solche zu nutzen. (arr)

Nach dieser Besichtigung wurden Ideen ausgetauscht, aber noch nichts Konkretes entschieden. Man wollte sich ja erst mal ein Bild machen von der Situation vor Ort, für weitere Beratungen. 3. Bürgermeisterin Brigitte Netta bedankte sich bei den Herren der Stadtverwaltung für ihre Ausführungen und die sachkundige Führung durch das Gebäude. Den zahlreich anwesenden Damen und Herren der verschiedenen Organisationen und den Ratsmitgliedern dankte sie ebenfalls und bat darum, in den entsprechenden Gremien über eine mögliche Nutzung dieses Gebäudes nachzudenken.

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