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Vorbereitung

Wehr rüstet sich fürs Jubiläum

In zwei Jahren feiert die Freiwillige Feuerwehr Schmidmühlen 150-jähriges Bestehen. Der Patenverein war nun zu Gast.
Von Josef Popp

Die Dietldorfer Wehrkameraden werden von bestens gelaunten Festdamen und Schmidmühlenern begrüßt. Fotos: ajp
Die Dietldorfer Wehrkameraden werden von bestens gelaunten Festdamen und Schmidmühlenern begrüßt. Fotos: ajp

Schmidmühlen.Die Freiwillige Feuerwehr Schmidmühlen bereitet sich vor – nicht auf kommende Einsätze, sondern für ein großes Jubiläum: 150 Jahre Freiwillige Feuerwehr Schmidmühlen. Im Jahr 2020 ist es soweit – dann steht dem Markt Schmidmühlen ein großes Fest ins Haus: Die Feuerwehr kann dann ihr 150-jähriges Bestehen feiern. Der Termin für das Jubiläum wurde ebenfalls schon festgelegt. Die 150-Jahr-Feier findet vom 10. bis 13. Juli 2020 statt.

Bei der Freiwilligen Feuerwehr Schmidmühlen laufen die Vorbereitungen seit Monaten kontinuierlich und kommen gut voran. Sukzessive werden die wichtigen Punkte, die Rahmenbedingungen und das Programm abgearbeitet. Das Ergebnis kann sich sehen lassen.

Arbeit der Kameraden würdigen

Mit dem Fest, so Festleiter Thomas Birner, will man der langen Tradition der Feuerwehr gerecht werden. Die Arbeit der vergangenen eineinhalb Jahrhunderte und das Engagement auch schon längst verstorbener Kameraden sollen mit dem Fest gewürdigt werden. Zugleich will man aber auch der aktuellen Entwicklung der letzten Jahre Rechnung tragen, hin zu einer modernen schlagkräftigen Wehr, die sich in den verschiedensten Einsatzarten in den letzten Jahren zeigte, sei es bei Brandeinsätzen, Menschen- oder Tierrettung, technische Hilfeleistungen oder sonstige Hilfeleistungen.

Die Jubiläumsvorarbeit

  • Vorbereitung: Wer feiern will, muss auch arbeiten. Die Arbeitsgruppe „Programm, Veranstaltung, Ablauf“ hat zehn Mitglieder. Die Arbeitsgruppe „Öffentlichkeitsarbeit, Presse, Werbung“ hat ebenfalls zehn Mitglieder. Die Arbeitsgruppe „Finanzen“ verzeichnet acht Mitglieder.

  • Arbeitsgruppen: Die AG „Festdamen“ hat fünf Mitglieder. In der AG „Zelt, Bewirtung, Umfeld, Bar“ sind 13 Mitglieder. Um „Verpflegung/ Essen, Kaffee / Kuchen“ kümmern sich insgesamt neun Mitglieder. Der AG „Festzug, Verkehr“ ist ebenfalls zu neunt. (ajp)

Zur Vorbereitung wurden verschiedene Arbeitsgruppen eingerichtet, die bereits zielgerichtet gearbeitet und ein attraktives Programm zusammengestellt haben. Mit Petra Fellner hat man eine engagierte Festmutter gefunden, die Festdamen sind ebenfalls bereits eingekleidet und übernehmen bei verschiedenen Festivitäten schon wichtige Repräsentationsaufgaben. Auch die Zusagen der Schirmherren liegen bereits vor: Landrat Richard Reisinger, MdL Dr. Harald Schwartz und Bürgermeister Peter Braun. Unter Dach und Fach ist auch das Musikprogramm für die Festtage. Der Abschluss des viertägigen Festes soll ein politischer Abend sein.

Ein derart großes Fest ist natürlich ohne einen Patenverein nicht denkbar. Auch hier wurden die Feuerwehrler und ihr Festleiter Thomas Birner tätig und haben mit der Nachbarfeuerwehr Dietldorf einen Patenverein gefunden. Die Wehr aus dem Landkreis Schwandorf hat sofort und auch gerne dieser Anfrage zugesagt und wird die Patenschaft übernehmen.

Mit Schirmherr Peter Braun (im Janker) wird auf das Jubiläum angestoßen.
Mit Schirmherr Peter Braun (im Janker) wird auf das Jubiläum angestoßen.

Das formale Patenbitten steht noch aus, aber um sich schon mal besser kennenzulernen, lud die FF Schmidmühlen zu einem Kennenlern-Fest in das Gerätehaus nach Schmidmühlen ein. Dieses Fest war ein Volltreffer. Die FF Dietldorf kam mit einer großen Abordnung, darunter der Vereinsvorsitzende Werner Brettner und Kommandant Andreas Beer. Die Dietldorfer Abordnung wurde standesgemäß von den Festdamen mit Luftballons und einer Laola-Welle sowie von Festleiter Thomas Birner, dem Kommandanten Jürgen Ehrnsberger und dem Vorsitzenden Christian Renghart begrüßt.

Birner bedankte sich bei den Dietl-dorfer Wehrkameraden für die Übernahme der Patenschaft. Man freue sich schon auf eine gemeinsame Zusammenarbeit. Diesen Ausführungen schloss sich auch Kommandant Brettner an. „Gemeinsam werden wir das große Fest schon stemmen“, prognostizierte der Patenkommandant.

Dietldorf feiert in sechs Jahren

Die FF Dietldorf kann ebenfalls schon auf eine lange Vereinsgeschichte und Tradition zurückblicken. In sechs Jahren kann die rührige Wehr ihr 150-jähriges Jubiläum feiern. Die Geschichte des Vereins ist überaus interessant, auch wenn das genaue Gründungsdatum nicht mehr festzustellen ist. Ein Blick zurück in das 19. Jahrhundert: Im Jahr 1870 warten 53 Gemeinden im Amtsbezirk Burglengenfeld auf die Aushändigung einer Saug- und Druckspritze. Die Lösung für die gerechte Zuweisung des technischen Geräts sieht der Distriktat in einem Losverfahren, das am 30. November 1870 auch durchgeführt wird. Dietldorf kommt bei diesem Losverfahren auf Platz 41. Um überhaupt eine Feuerwehrspritze zu bekommen, ist „der Besitz eines zur sicheren Aufbewahrung der Spritze geeigneten Lokals“ unabdingbare Voraussetzung. Die Firma Dominikus Kirchmeier aus München wird mit der Produktion beauftragt. Sechs Spritzen sind zum Zeitpunkt des Losverfahrens bereits eingetroffen; mit einer Jahresproduktion von ca. zehn Spritzen kann gerechnet werden. So musste Dietldorfs Wehr vier Jahre auf die FF-Spritze warten. Die offizielle Gründung der Dietldorfer Wehr wird auf den Termin der Aushändigung datiert, und zwar auf den 24. August 1874.

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