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Auftakt

Weihbischof eröffnet Amberger Bergfest

Weihbischof Graf erinnert zum Auftakt der Festwoche an die Bedeutung der Muttergottes Maria für die Gläubigen.
Von Marianne Moosburger

  • Mit sieben Konzelebranten feiert der Weihbischof Dr. Josef Graf den Gottesdienst.Fotos: Marianne Moosburger
  • Die leiblichen Genüsse kommen nicht zu kurz.

Amberg.Feierlicher Auftakt der Maria-Hilf-Berg-Festwoche war das Pontifikalamt mit dem Weihbischof Dr. Josef Graf in der barocken Asamkirche. Ein über 80-köpfiger Projektchor der Sängergruppe Amberg unter der Leitung von Helmut Fischer und mit Sebastian Brandl an der Orgel umrahmte perfekt die Eucharistiefeier, zu welcher Pater Guardian Seraphim seine Exzellenz und weitere sechs Konzelebranten am Altar begrüßte.

In seiner Predigt erinnerte der Weihbischof an ein Zitat von Fjodor Dostojewski, der auf die Frage, warum er sich denn in Dresden immer wieder Raffaels „Sixtinische Madonna“ ansehe, geantwortet hatte: „Um nicht am Menschen zu verzweifeln.“ Tatsächlich sei ein „Schauen auf Maria“ schon immer für viele Menschen Hilfe in „Sterblichkeit, Mühsal und Schuld“ gewesen. Maria als „Königin des Friedens“ sei einer der Aspekte, welche die Seligpreisung der Bergpredigt „Selig, die Frieden stiften“ aufnehme. Papst Benedikt XV. habe 1917 diese Formulierung zurecht in die lauretanische Litanei aufnehmen lassen. Denn so sei bereits bei Jesu Geburt „Friede auf Erden den Menschen seiner Gnade“ verheißen worden. Der damit gemeinte „Schalom“ beinhalte einen „Frieden in allen Bereichen“, der immer Hoffnung und auch Aufgabe des Menschen bleibe.

Die Tatsache, dass die Welt dennoch so friedlos sei, habe mit der dem Menschen geschenkten Freiheit zu tun und nicht selten mit Machtinteressen von Menschen, die zudem auch viel zu oft die „Religion als Vorwand“ benutzten. Dies sei unter anderem im Dreißigjährigen Krieg so gewesen, sagte Graf. Der kürzlich begangene Katholikentag hatte heuer begeistert 400 Jahre westfälischen Friedensschluss mit dem bleibenden Thema „Suche Frieden“ gefeiert. Auch 100 Jahre Ende des ersten Weltkriegs könne man feiern und wisse auch um dieses „dringende, bleibende und aktuelle Anliegen weltweit“.

Es sei sehr wohl recht, Maria als Friedenskönigin anzuflehen, auch in privaten Anliegen, und um ihren Beistand zu bitte, sich mit Gott versöhnen zu lassen. Dann könne „Heilung geschehen“ und „mancher Tod überwunden“ werden. „Setzen Sie ihre Hoffnung auf Maria“ und wissen sie, dass „Maria stets an unserer Seite“ ist, betonte Graf. Wer „auf Maria schaue und sich von ihr auf Jesus verweisen lasse“, könne „echten Frieden leben und erleben“, versicherte der Weihbischof.

Dem Verlauf des Bergfestes wünschte er vor dem Segen noch „alles Gute für Leib und Seele“, und gerne stand er noch für Gespräche zu Verfügung.

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