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Politik

Weiter ringen um die Gleichstellung

Die Frauen Union Amberg fordert mehr Anstrengungen von Politik und Wirtschaft. Die Digitalisierung ist eine Chance.

Ehrungen für langjährige Mitgliedschaft gab es bei der FU Amberg-Stadt: Den Jubilarinnen Karin Müller-Popp, Elisabeth Baur, Sigrid Grebner, Irene Zeller und Rosina Prem (von links) gratulierten Stefan Ott, Kreisvorsitzender CSU Amberg-Stadt, Oberbürgermeister Michael Cerny, MdL Dr. Harald Schwartz sowie die Kreisvorsitzende der FU Amberg-Stadt, Michaela Frauendorfer. Foto: FU Amberg
Ehrungen für langjährige Mitgliedschaft gab es bei der FU Amberg-Stadt: Den Jubilarinnen Karin Müller-Popp, Elisabeth Baur, Sigrid Grebner, Irene Zeller und Rosina Prem (von links) gratulierten Stefan Ott, Kreisvorsitzender CSU Amberg-Stadt, Oberbürgermeister Michael Cerny, MdL Dr. Harald Schwartz sowie die Kreisvorsitzende der FU Amberg-Stadt, Michaela Frauendorfer. Foto: FU Amberg

Amberg.Bilanz über vielfältige politische Aktivitäten der Frauen Union zog Vorsitzende Michaela Frauendorfer bei der Jahreshauptversammlung. Besonders hob sie die Feiern zum 60-jährigen Bestehen der Frauen Union Amberg mit der FU-Landesvorsitzenden und Europaabgeordneten Dr. Angelika Niebler sowie die Veranstaltungen im Bundestagswahlkampf hervor.

Aber auch die Herzensangelegenheit des Kreisverbandes, die Besichtigungen mittelständischer Unternehmen in Amberg, der sogenannten „Hidden Champions“, hätten sich als Besuchermagnet erwiesen. So fanden sich bei einer Betriebsführung im Februar bei der Firma Baumann GmbH im Industriegebiet Nord etwa 60 Interessierte ein, so Frauendorfer.

Die Vorsitzende wies bei der Versammlung auf drei wichtige Themenschwerpunkte hin, die keinen Anlass zum Feiern geben würden und später eine angeregte Diskussion unter den Frauen und ihren Gästen entfachten: die Notwendigkeit des Weltfrauentages, des Equal Pay Days, sowie das Jubiläum „100 Jahre Frauenwahlrecht“. Michaela Frauendorfer kritisierte in diesem Zusammenhang die noch bestehende ungleiche Behandlung von Mann und Frau trotz des jahrzehntelangen Ringens um Gleichstellung. „Frauen in Spitzenpositionen sind leider immer noch Exoten“, merkte sie an.

Fantasie und Flexibilität nötig

In der freien Wirtschaft werde die biologische Realität von Frauen, Kinder gebären zu können, als Hemmnis für erfolgreiche Karrieren gesehen. Können aber Frauen erst in Führungsriegen aufsteigen, wenn die „Kinder aus dem Gröbsten raus sind“, sei das viel zu spät, so Frauendorfer. „Hier müssen neue Wege gefunden werden und es ist Fantasie und Flexibilität vonnöten. Die Digitalisierung bietet hier Chancen!“

Der in der Vorstellungswelt von Männern und Frauen leider noch fest verankerte „gläserne Deckel“, der das Aufsteigen von Frauen in leitende Positionen verhindere, bewirke, „dass wir Frauen keine schnelleren Erfolge bei der Gleichberechtigung von Männern und Frauen erzielen“, so Michaela Frauendorfer weiter. Die FU-Vorsitzende bezeichnete es außerdem an sich als traurig, dass Selbstverständlichkeiten wie zum Beispiel das Frauenwahlrecht als große Errungenschaften gefeiert werden müssten.

Ehrungen bei der Frauen Union

  • Würdigung

    Vorsitzende Michaela Frauendorfer würdigte das politische Engagement der langjährigen Mitglieder der Amberger Frauen Union. „Diesen Frauen gebührt unser besonderer Dank, denn sie setzen sich seit vielen Jahren für die Rechte der Frauen ein und unterstützen die Bewegung.“

  • Jubilarinnen

    Geehrt wurden Elisabeth Baur (40 Jahre Mitglied), Rosina Prem (35 Jahre), Irene Zeller (30 Jahre), Karin Müller-Popp (20 Jahre) und , Sigrid Grebner (zehn Jahre). Die Jubilarinnen erhielten kleine Präsente als Zeichen des Dankes und der Wertschätzung.

Der Kreisvorstand der FU Amberg freute sich sehr über die Wahl des neuen Ministerpräsidenten Markus Söder, sei doch die personelle Erneuerung und Verjüngung in der bayerischen Regierung eine wesentliche Forderung der FU Amberg gewesen. „Allerdings wird der neue Ministerpräsident schon daran gemessen werden, wie er den Anbruch der neuen Zeit ausfüllen wird“, stellte Frauendorfer fest, die sich für eine paritätische Besetzung der Minister- und Staatssekretärsposten ausgesprochen hat.

Nachhaltigkeit ist wichtig

MdL Dr. Harald Schwartz berichtete anschließend aus seiner Sicht, wie er die Abstimmung über den neuen Ministerpräsidenten erlebt hatte, und referierte über wichtige Themenschwerpunkte der bayerischen Landespolitik.

Zum Abschluss stellte Oberbürgermeister Michael Cerny, der auch Fördermitglied der FU Amberg ist, die Zusammenhänge zu den „heißen Themen“ Bürgerspital, Forum und Tiefgarage dar. Er beschrieb seine Vision für das Forum mit „Erlebniseinkauf und Nachhaltigkeit“. „Mein Anliegen ist es, dem Zukunftsthema Nachhaltigkeit gerecht zu werden“, so Cerny.

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