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Kultur

Welnhofers Werke im Landtag

Die Amberger Künstlerin präsentiert ihre „Spontanrealistische Bayerngemälde“. Anlass ist das Doppel-Jubiläum des Freistaats.

Ambergs Bürgermeister Michael Cerny und Ruth WelnhoferFoto: Stadt Amberg/Graml
Ambergs Bürgermeister Michael Cerny und Ruth WelnhoferFoto: Stadt Amberg/Graml

Amberg.Der Amberger Künstlerin Ruth Welnhofer wird auf Initiative von Landtagspräsidentin Barbara Stamm als Anerkennung für ihre künstlerische Leistung eine Einzelausstellung mit dem Titel „Spontanrealistische Bayerngemälde“ im Bayerischen Landtag gewidmet. Die Ausstellung im Bayerischen Landtag reiht sich ein in die Veranstaltungsreihe anlässlich des Doppel-Jubiläums 100 Jahre Freistaat Bayern und 200 Jahre Verfassungsstaat Bayern.

Die nicht öffentliche Eröffnungsfeier findet am Mittwoch, 27. Juni, statt. Bayerns Bürger können Welnhofers Werke ab Donnerstag, 28. Juni, im Kreuzgang des Maximilianeums betrachten. Die Ausstellung endet am 19. Juli.

Nicht nur Welnhofer freut sich, auch die Verantwortlichen der Stadt Amberg freuen sich über die Ehre. Vertreten wird Amberg nicht allein durch Welnhofer, sondern im Bereich des Bildungswesens durch einen Kunstkurs des Gregor-Mendel-Gymnasiums, geleitet von Kunsterzieher Studienrat Michael Kamann. Die Eröffnungsveranstaltung ist aus musikalischer Sicht auch oberpfälzisch geprägt: Das Volksmusik-Ensemble des Gregor-Mendel-Gymnasiums mit Studienrätin Anja Onasch und Studienrat Andreas Billner umrahmt die Feier.

Gebäuder aller Bezirke

Welnhofer präsentiert in ihrem spontanrealistischen Bayernzyklus von der Unesco als Weltkulturerbe deklarierte Städte und Gebäude aus allen sieben bayerischen Regierungsbezirken, aber auch Speyer aus dem ehemals achten Regierungsbezirk, einst Sitz der Verwaltung der Bayerischen Pfalz.

Welnhofer hält dabei die unmittelbare Realität Bayerns, dessen Tradition und Moderne, Heimatverbundenheit, Zukunftsorientierung und Weltoffenheit mit kraftvollen Pinselstrichen in strahlend bunten Farben auf der Leinwand fest.

Diese andere Perspektive, bei der gegenständliche Kunst und Abstraktion eine beeindruckende Symbiose eingehen, soll dem Betrachter einen lebhaften, überraschend anderen Eindruck altehrwürdiger, mächtiger Gebäude und Parks aus Epochen der Romanik, Gotik, Renaissance, aus Barock, Klassizismus, Historismus, Jugendstil und Moderne eröffnen.

Die Künstlerin

  • Ruth Welnhofer: Die Künstlerin wurde 1956 in Mönchengladbach geboren, lebt aber sei 1966 in Bayern und fand ihre Heimat in Amberg.

  • Techniken: Die bevorzugten Techniken der freischaffenden, bildenden Künstlerin sind Zeichnen, Aquarell-, Öl- und Acryltechnik.

  • Studios: Welnhofer verfügt in Kümmersbruck über das Atelier ARTista, in Amberg ist sie im Rotes Maler-Häusl daheim.

Bei dieser neuartigen Technik des Spontanrealismus werden Individualität, Originalität, spannende Komposition, Kraft, interessante Strukturen und Übergänge, starke Tiefenwirkung, ausgeprägte Farbnuancen und Harmonie der Kontraste erreicht.

In einem dynamischen und damit sehr spontanen Arbeitsprozess des Zeichnens und vielschichtigen Farbauftrags gelingt es der Künstlerin, auf lebendige und farbstarke Art und Weise ihre eigene spontane, emotionale Kreativität mittels realistischer Motive und Lebenssituationen sehr bewegt umzusetzen.

Transluizidät und Realismus

Mit ungewöhnlichen Arbeitsmitteln stellt sie sich dabei immer wieder die Herausforderung, die untersten Schichten transluzid zu erhalten, um das Leben der Bilder nicht zu zerstören. Die große Kunst ist es, während des gesamten Prozesses den Motiven die notwendige realistische und von jedem wiedererkennbare Form zu geben.

Über die visuelle Wahrnehmung hinaus wird der Betrachter emotional berührt. Er soll Freiheit, Lebensfreude durch Kreativität und den ausdrucksstarken Charakter, die Schönheit und das bewegte multikulturelle Leben in den bayerischen Städten und deren Gebäuden als internationale Begegnungsstätten erspüren.

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