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„Weltreise“ wird verschoben

Der Festspielverein verlegt die Aufführungen von „In 80 Tagen um die Welt“ auf Juli 2021. Kulissen waren großteils fertig.
Von Werner Schulz

Roland Fritsch, Ludwig Koller und Erhard Ackermann (von links) haben bis zum 13. März in ihrer Freizeit mit Fleiß und Ausdauer gesägt, gezimmert, gehämmert und geschraubt, um die neuen Bühnenelemente zu fertigen. Davon werden jede Menge gebraucht, da das komplette Bühnenbild neu erstellt werden muss.  Foto: Werner Schulz
Roland Fritsch, Ludwig Koller und Erhard Ackermann (von links) haben bis zum 13. März in ihrer Freizeit mit Fleiß und Ausdauer gesägt, gezimmert, gehämmert und geschraubt, um die neuen Bühnenelemente zu fertigen. Davon werden jede Menge gebraucht, da das komplette Bühnenbild neu erstellt werden muss. Foto: Werner Schulz

Hirschau.„In 80 Tagen um die Welt!“: Zu dieser Abenteuerreise wollte der Festspielverein im Juni auf der Freilichtbühne aufbrechen. Das Corona-Virus durchkreuzte das Vorhaben. Es liegt seit 13. März auf Eis. Der Start wird auf Juli 2021 verschoben.

Beim Kulissenbau für das letztjährige Stückl-Festspiel „Die Erbschaft“ waren Evi Fritsch, Roland Fritsch und Ludwig Koller auf die „verrückte Idee“ – wie der Vorsitzende Hans Drexler den Einfall nannte – gekommen, 2020 den Erfolgsroman von Jule Vernes „In 80 Tagen um die Welt“ als Bühnenstück zu präsentieren. Im Spätsommer 2019 begann man mit den Vorbereitungen. Dieter Held, bei „Der Erbschaft“ erfolgreicher Regiedebütant, erklärte sich zur Übernahme der Spielleitung bereit, erneut unterstützt von Saskia Krügelstein.

Im Spätherbst 2019 nahm das Kulissenteam Roland Fritsch, Erhard Ackermann und Ludwig Koller die Bühnenbauarbeiten in Angriff. Das Trio sägte, zimmerte, hämmerte und schraubte im Akkord, um die vielen neuen Bühnenelemente zu fertigen. Rund 80 Prozent der Kulissen sind bereits fertig. Einem Großteil davon haben Lothar Fischer und Josef Galler den Grundanstrich verpasst. Für die künstlerische Gestaltung konnte man die professionelle Bühnenmalerin Miriam Dostal aus Hof und den jungen Amberger Sebastian Hüttner engagieren.

Sorge um die Gesundheit

Zum Zeitpunkt des vom Orga-Team beschlossenen Lockdown am 13. März hatten sie unter anderem den Big Ben – bis auf das Ziffernblatt – fertig gestaltet. Man wollte aus Sorge um die Gesundheit der Schauspieler und Helfer das Ansteckungsrisiko mit dem Corona-Virus durch gemeinsames Proben oder Arbeiten vermeiden. Roland Fritsch: „Wir sind davon überzeugt, dass es die richtige Entscheidung war, unsere Mitstreiter dadurch zu schützen. Die noch anstehenden Arbeiten und der finanzielle Aspekt für den Verein haben dabei keine Rolle gespielt.“

Nicht nur die Bühnenbauer und Kulissenmaler hatten bis dahin alle Hände voll zu tun gehabt. Das galt ebenso für das Frauenteam mit Evi Fritsch, Sabine Wopperer, Andrea Dobmeyer, Brigitte Gnan, Charlotte Fleischmann, Renate Lederer und Angelika Frank, das für die Vorbereitung und Herstellung der Requisiten zuständig ist. Mittels derer werden die Länder dargestellt, durch die die Reise der Hauptperson Phileas Fogg führt. Da ein Großteil der Handlung in asiatischen Ländern spielt und dafür bisher kein Kleiderfundus vorhanden ist, waren Ingrid Dobat und Elisabeth Ernstberger fleißig mit dem Abändern bzw. Schneidern von Kostümen beschäftigt.

Regisseur Dieter Held hatte nach dem Casting am 8. März die insgesamt 58 Rollen, davon 48 Sprechrollen, bereits besetzt. Die Hauptrollen übernahmen erfahrene Bühnenhasen: Christian Gnan die des eigenwilligen Phileas Fogg; Holger Schwandner die seines mit allen Wassern gewaschenen Dieners Passepartout; Roland Fritsch, die des übereifrigen Detektivs Fix und Meike Birner die der bildhübschen indischen Prinzessin Aouda. Einen genauen Terminplan für die Wiederaufnahme der Proben hat Dieter Held noch nicht.

Premiere am 16. Juli 2021

Mit den Bühnenproben will er Mitte/Ende April 2021 beginnen. Die Premiere des Freilichtspiels soll am Freitag, 16. Juli 2021, um 20 Uhr stattfinden. Gegenüber der diesjährigen Planung wurde das Vorstellungsangebot um zwei Veranstaltungen erweitert. Weitere Aufführungstermine sind der 17. Juli (Samstag, 20 Uhr), 18. Juli (Sonntag, 15 Uhr), 21. Juli (Mittwoch, 20 Uhr), 23. Juli (Freitag, 20 Uhr), 24. Juli (Samstag, 20 Uhr), 25. Juli (Sonntag, 15 Uhr), Freitag (30. Juli, 20 Uhr) und Samstag (31. Juli, 20 Uhr).

Die rund 280 Eintrittskarten, die heuer im Vorverkauf erstanden wurden, behalten ihre Gültigkeit. Falls die Nachholtermine den Kartenkäufern nicht passen, können die Karten bis zum 31. Mai 2020 zurückgegeben werden. Die ursprünglich für 2021 geplanten Stückl-Festspiele mit der Komödie „Die Pfingstorgel“ werden um ein Jahr auf den Sommer 2022 verschoben.

Bauarbeiten

  • Herren-WC:

    Über den Winter hatte man das Herren-WC auf Vordermann gebracht und das Steingutlager vorbereitet.

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