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Donnerstag, 19. Juli 2018 26° 2

Sportschießen

Wer ist der beste Schütze im Markt?

Der Schützenverein Schmidmühlen feiert heuer sein 125-jähriges Bestehen – erneut mit einer offenen Marktmeisterschaft.
Von Josef Popp

  • Gelungener Start in die offene Marktmeisterschaft bei den Schmidmühlener Sportschützen Fotos: ajp
  • Ein engagiertes Helferteam mit Erwin Koller sowie Daniel Wetzel und Michael Döberl führt das Schießen durch. Der Schützenmeister der Feuerschützen Schmidmühlen Theo Fochtner wartet auf sein Ergebnis.

SCHMIDMÜHLEN.. Mit einem gelungenen Auftaktschießen starteten die Sportschützen am Wochenende in die offene Marktmeisterschaft im Sportschießen. Der Schützenverein kann heuer auf eine 125 – jährige Vereinsgeschichte zurückblicken, und wie schon seit rund 25 Jahren feiern dies die Schützen mit einer offenen Marktmeisterschaft.

Offene Marktmeisterschaft

  • Modalitäten:

    Die Schirmherrschaft hat Bürgermeister Peter Braun übernommen. Die Schießen finden im Schützenheim „Alter Bahnhof“ Schmidmühlen statt. Geschossen wird in der Disziplin Luftgewehr, stehend aufgelegt, Entfernung 10 Meter. Es müssen innerhalb 30 Minuten 20 Schuss zur Wertung geschossen werden. Eine Mannschaft besteht aus drei Schützen/Schützinnen; Mehrfachstarts in verschiedenen Vereinen sind möglich.

  • Startzeiten:

    Dienstag, 19.6.,ab 18.30; Freitag, 22.6., b 18 Uhr, Donnerstag, 28.6. (ab 18.30 Uhr), Freitag, 29.6. (ab 18.00 Uhr).

  • Teilnehmer:

    Teilnahmeberechtigt sind alle Bürger der Gemeinde Schmidmühlen sowie alle Mitglieder von Vereinen, Behörden, Parteien, Verbänden und sonstigen Zusammenschlüssen, die nicht an einem laufenden Schießwettbewerb (RWK, Breitensportliga etc.) teilgenommen und das 12. Lebensjahr vollendet haben.

  • Siegerehrung:

    Freitag, 6. Juli um 19Uhr. Anmeldungen nimmt Sportleiter Erwin Koller, Tel. (09474) 1669 oder erwin-koller@t-online.de, mit Angabe des Vereins, Anzahl der Mannschaften, gewünschtem Schießtag und Startzeit entgegen.

Erinnert sei hier nur an drei Benefizschießen einst für den Kindergartenneubau und die Renovierung der Friedhofkirche sowie für die Kinderkrebshilfe. Reibungslos lief der Start in dieses Gesellschaftsschießen mit den Vereinen. Erste Starter waren die Feuerschützen mit ihrem Vorsitzenden Theo Fochtner und Ehrenvorsitzenden Helmut Dietrich an der Spitze. Wie bei den letzten Gesellschaftsschießen soll bei den Teilnehmern der sportliche Ehrgeiz nicht fehlen, das Ganze darf aber unter dem Motto „Dabeisein ist alles“ stehen. Dies beherzigen die Vereine aus Schmidmühlen, die sich zahlreich zum Bürgerschießen angemeldet haben. Mittlerweile stehen etwas über 40 Mannschaften auf der Starterliste von Sportleiter Erwin Koller.

Breite Altersspanne

„Im Verein ist Sport am schönsten“ – so hieß vor vielen Jahren ein Werbeslogan. Ohne Zweifel hat dieser Slogan bis heute seine Berechtigung, besonders bei den Sportschützen. Rund 130 Mitglieder zählt der Verein. Mittlerweile umfassen die Schützen eine Altersspanne von zehn bis 80 Jahren. Dieses Gemeindeschießen ist in diesem Jubiläumsjahr bereits die dritte große sportliche Veranstaltung.

Auftakt war im März mit dem Raiffeisencup – Jugendturnier, zu dem man zahlreiche Nachwuchsmannschaften aus dem südlichen Landkreis einlud – zum zweiten Mal. Der Einladung folgten die Vilstalschützen Emhof, Edelweiß Wolfsbach, die Schützengesellschaft Theuern, die Hubertusschützen aus Ursensollen und die die Nachwuchsschützen der Bergschützen Pittersberg. Für die Sportschützen starteten zwei Mannschaften. Miteinander und im sportlichen Vergleich traten diese sieben Jugendmannschaften aus dem unteren Vilstal an. Bemerkenswert – die Vereine kamen aus zwei verschiedenen Landesverbänden und aus vier verschiedenen Schützengauen: Amberg, Burglengenfeld, Schwandorf und dem Gau Pegnitzgrund. Die Initiative ging von der Schützenjugend der Gastgeber aus. Mit vierzehn Ringen Vorsprung belegte die eigene Jugendmannschaft den ersten Platz.

Mit der Ausrichtung der Marktmeisterschaft der drei Luftdruckwaffen-Schützenvereine stand die zweite sportliche Großveranstaltung an. Ausrichter waren ebenfalls die Sportschützen. Insgesamt 70 Schützen traten an den Schießstand, um die Marktmeister der drei Luftdruckwaffen-Schützenvereine des Marktes zu ermitteln. Insgesamt starteten 29 Schützen für die Sportschützen Schmidmühlen, 24 Schützen für Vilstalschützen Emhof und 17 für die Schützengesellschaft Weiß – Blau Winbuch. An fünf Tagen wurden die Marktmeister im Sportschießen ermittelt.

Im Oktober steht die vierte Großveranstaltung auf dem Programm. Dann wird man wieder an mehreren Tagen Mitausrichter der Landkreismeisterschaft im Sportschießen sein. Mit der Siegerehrung am 6. Juli um 19 Uhr beginnt dann die Sommerpause an. Zeit zum Beisammensein und zur Erinnerung an vergangene Zeiten.

Einigen Mitgliedern sind noch die Nachkriegsjahre präsent, als das Schützenwesen in Schmidmühlen nach der Zwangspause des Zweiten Weltkriegs wieder mit Leben erfüllt wurde. Zwar verweist die Chronik auf einen Feuerschützenverein im Jahr 1870/71, aber Belege dafür gibt es aktuell nicht. In den letzten 125 Jahren sind zu viele Dokumente verloren gegangen. Bislang war das älteste Dokument aus dem Jahr 1926 eine Satzung des Zimmerstutzenvereins. Dieser Verein wurde im Jahr 1893 gegründet. In dieser Satzung wird als Vereinszweck genannt: die „Hebung der Schießfertigkeit durch den Gebrauch des Zimmerstutzen, Erweckung eines gesunden Sportgeistes im Schießen, Erziehung zur Vorsicht beim Umgang mit Waffen und Zusammenschluss von Angehörigen aller Kreise zur kameradschaftlichen Ausübung des Schießsports“.

Von der Gründung zur Fusion

Die Satzung, mittlerweile 90 Jahre alt, unterscheidet sich in den Grundzügen kaum von der heutigen Satzung. Nach den Wirren des 2. Weltkriegs wurde am 2. Juni 1951 die Schützengesellschaft 1893 Schmidmühlen wieder ins Leben gerufen. Im September 1951 fand im Vereinslokal Johann Schmid das Eröffnungsschießen mit Luftgewehr statt.

Zur Geschichte des Vereins gehörten zwei Vereine – die SG 1893 und die SG Diana. Foto: ajp
Zur Geschichte des Vereins gehörten zwei Vereine – die SG 1893 und die SG Diana. Foto: ajp

1953 wurde ein zweiter Schützenverein gegründet, die SG Diana. Nach sechs Monaten Fusionsverhandlungen, die die beiden Schützenmeister Johann Eisenreich (SG Diana) und Alfred Bruckmüller (SG 1893) leiteten, schlossen sich die beiden Vereine am 18. Juli 1981 zur Vereinigten Schützengesellschaft zusammen.

Zur Geschichte des Vereins gehörten zwei Vereine – die SG 1893 und die SG Diana. Foto: ajp
Zur Geschichte des Vereins gehörten zwei Vereine – die SG 1893 und die SG Diana. Foto: ajp

Später beschloss eine Mitgliederversammlung, den Verein in „Sportschützen e.V. Schmidmühlen“ umzubenennen.

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