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Eröffnung

Wichtige Unterstützung für Familien

Im Mehrgenerationenhaus der Elternschule hat Ministerin Emilia Müller den ersten Amberger Familienstützpunkt eröffnet.
Von Gerd Spies

Die Leiterin der Elternschule, Patricia Weiner (rechts), mit den beiden Leiterinnen des Familienstützpunkts Amberg, Julia Mathes (Mitte) und Marie Donner-Schafbauer (links) Foto: Spies
Die Leiterin der Elternschule, Patricia Weiner (rechts), mit den beiden Leiterinnen des Familienstützpunkts Amberg, Julia Mathes (Mitte) und Marie Donner-Schafbauer (links) Foto: Spies

Amberg.Was mache ich, wenn mein Kind in die Trotzphase kommt?, Wie funktioniert eigentlich Erste Hilfe bei einem Baby? Vor solchen oder ähnlichen Fragen stehen Eltern oft bei der Erziehung ihrer Kinder. Jetzt gibt es auch in Amberg eine Anlaufstelle, wo für Väter und Mütter direkt vor Ort Beratung, wertvolle Tipps, aber auch interessante Kurse angeboten werden. An der Amberger Elternschule am Amselweg hat jetzt Bayerns Familienministerin Emilia Müller in Anwesenheit zahlreicher Vertreter der Kommunalpolitik und der beiden Landtagsabgeordneten Dr. Harald Schwartz und Reinhold Strobl den ersten Familienstützpunkt offiziell eröffnet.

Hilfe ist „Herzensangelegenheit“

Es ist nicht das erste Mal, dass die Familienministerin die Elternschule besucht. Schon bei der Einweihung des sogenannten „Mehrgenerationenhauses“ war sie dabei. Der jetzige Anlass sei aber aus ihrer Sicht ein ganz besonderer. „Ich danke der Stadt für diesen großartigen Beitrag zu einer familienfreundlichen Infrastruktur“, wandte sich die Ministerin an Bürgermeister Martin Preuß als Vertreter der Stadt.

Hilfe für Familien, so die Ministerin, sei ja in Bayern eine „Herzensangelegenheit“. Mit der Veränderung des Familienalltags durch die moderne Arbeitswelt und mit der Reizüberflutung der Kinder durch die Medien habe sich auch die Erziehung verändert; sie sei im Vergleich zu früher sicher nicht leichter geworden. Die Regierung unterstütze in dieser herausfordernden Welt die Eltern. „Bayern setzt auf gute Rahmenbedingungen für die Familien“, betonte Müller.

Kontakte sind wertvoll

Bayerns Familienministerin Emilia Müller hat in Anwesenheit zahlreicher Gäste den ersten Familienstützpunkt in Amberg eröffnet. Foto: Spies
Bayerns Familienministerin Emilia Müller hat in Anwesenheit zahlreicher Gäste den ersten Familienstützpunkt in Amberg eröffnet. Foto: Spies

21 Familienstützpunkte gibt es bereits in der Oberpfalz, in ganz Bayern sind es mit Amberg nun 135. 2,5 Millionen Euro investiert der Staat jährlich allein für den Ausbau dieser Einrichtung, so Müller. Hinzu kommen 180 Erziehungsberatungsstellen, 124 Eheberatungsstellen und 82 Mütterzentren, die für ein umfangreiches Netz zur Unterstützung von Familien beitragen.

Wie wertvoll der Kontakt von Kindern unterschiedlicher Familien sein kann, beschrieb die Ministerin aus ihrer eigenen Erfahrung. „Die Freundschaft unserer zwei Buben mit zwei Jungs einer anderen Familie aus der gemeinsamen Kindheit ist wertvoll und hält schon seit Jahrzehnten“, so die Mutter zweier erwachsener Söhne.

Die Leiterinnen des Familienstützpunkts

  • Julia Mathes

    Julia Mathes, Diplom-Pädagogin, ist erste Ansprechpartnerin und für die inhaltliche Leitung des Familienstützpunkts Amberg am Mehrgenerationenhaus zuständig. Sie steht ab sofort pro Woche fünf Stunden für Familienberatung zur Verfügung.

  • Marion Donner-Schafbauer

    Marion Donner-Schafbauer ist hauptberuflich am Jugendamt Amberg beschäftigt, sie leitet die „Koordinierungsstelle Familienbildung“. Der Aufgabenbereich der Diplom-Sozialpädagogin ist unter anderem die Koordinierung der verschiedenen Angebote für die Eltern und Kinder und die Öffentlichkeitsarbeit. (age)

Geld durch ein Förderprogramm

In Vertretung des Oberbürgermeisters bedankte sich Bürgermeister Martin J. Preuß bei der Familienministerin für das Förderprogramm „Strukturelle Weiterentwicklung kommunaler Familienbildung und Familienstützpunkte“ als Grundlage für die Einrichtung des Familienstützpunkts unter dem Dach der Amberger Elternschule. Im Januar 2016 hatte der Stadtrat die Beteiligung an diesem Förderprogramm beschlossen, wodurch aus städtischen Mitteln die Finanzierung des Familienstützpunkts in Höhe von 12 000 Euro jährlich erfolgt. Rund 9000 Euro erhält die Stadt aus dem Fördertopf des Programms zurück, wobei die Höhe der Fördersumme von der Geburtenzahl in der Stadt abhängig ist. Neben dem Familienstützpunkt in der Elternschule ist noch ein weiterer Standort beschlossene Sache. Im „Bürgertreff e. V.“ im Bereich der ehemaligen Möhlkaserne soll die zweite Einrichtung in Amberg entstehen.

Viele Angebote für die Eltern

Patricia Weiner, die Leiterin der Elternschule, stellte bei der Eröffnungsfeier der Öffentlichkeit die beiden Ansprechpartnerinnen des Familienstützpunkts vor. Marion Donner-Schafbauer, Diplom-Pädagogin, und Julia Mathes, im Jugendamt Leiterin der „Koordinierungsstelle Familienbildung“, sind für den neuen Familienstützpunkt in Amberg zuständig. Sie stehen beratend bei Erziehungsproblemen zur Seite, koordinieren Informationsveranstaltungen für Eltern. Familien-Sprechstunde, Info-Café, Eltern-Talk und mehr. All das sind Angebote, die in Zukunft Eltern bei Erziehungsfragen zur Verfügung stehen werden.

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