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Initiative

Wichtiger Erfolg für Krankenhäuser

Vorstand Emmerich freut sich, dass gut 50 000 die Petition unterschrieben haben.

Ländliche Krankenhäuser wie St. Anna in Sulzbach-Rosenberg sollen erhalten werden. Archivfoto: Andreas Brückmann
Ländliche Krankenhäuser wie St. Anna in Sulzbach-Rosenberg sollen erhalten werden. Archivfoto: Andreas Brückmann

Sulzbach-Rosenberg.Von einem „Traumtag“ sprach Vorstand Klaus Emmerich vom St. Anna Krankenhaus und der St. Johannes Klinik im Landkreis: Am 17. November erreichte die Unterschriftenaktion „Stoppt das Krankenhaussterben im ländlichen Raum“ ihre 50 000-er Grenze für Unterschriften aus Deutschland, heißt es in einer Mitteilung. 50 000 Unterschriften habe man bereits anderthalb Wochen früher gehabt, aber für die Beratung im Petitionsausschuss des Bundestags habe man unbedingt bundesdeutsche benötigt, erläuterte der Klinikchef. 51 534 waren es am Sonntag insgesamt, 50 084 kamen aus Deutschland. Damit sei das Unterschriftenziel erreicht und eine Beratung im Petitionsausschuss des Bundestages verpflichtend. Nach Angaben des Vorstands wird die Unterschriftenaktion trotzdem bis Ende 2019 fortgesetzt. Jede weitere Unterschrift sei wichtig, um die Bedeutung ländlicher Krankenhäuser aus Sicht der Bürger zu unterstreichen.

Klaus Emmerich dankte Landrat Richard Reisinger, allen Bürgermeistern, vielen Arztpraxen und Apotheken und etlichen engagierten Bürgern für ihre beherzte Unterstützung. Gleichzeitig appellierte er an sie, diese bis Jahresende noch fortzusetzen.

Die Unterschriftenaktion sei eine Wertschätzung der Bürger und Regionalpolitiker gegenüber ihren Krankenhäusern im Landkreis. Sie sei nicht hoch genug einzuschätzen, betonte der Klinikchef. Adressat sei die Bundesregierung, die es kleinen, ländlichen Krankenhäusern aufgrund unzureichender finanzieller Mittel und extremer bürokratischer Auflagen immer schwerer mache und damit ein bundesweites Kliniksterben im ländlichen Raum verursache. Aber auch die Initiatoren der Bertelsmannstudie „Krankenhäuser schließen – Leben retten“ seien angesprochen. Das Kommunalunternehmen Krankenhäuser des Landkreises Amberg-Sulzbach könne froh sein, dass der Landkreis seine beiden Krankenhäuser so intensiv fördere, moralisch und finanziell, so Emmerich.

Kliniksterben

  • Buch:

    Über den Existenzkampf kleiner Krankenhäuser und ihre Ursachen ist ein aktuelles Buch von Klaus Emmerich im GRIN-Verlag erschiene: Diskussion um Qualität und Schließung ländlicher Krankenhäuser – Nur noch 600 bundesdeutsche Krankenhäuser?

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