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Kirche

Wie Weihnachten entstand

Viele Gläubige feierten Bergweihnacht in der Kreuzbergkirche. 230 Kerzen wurden entlang der Kreuzwegstationen aufgestellt.
Von Johann Bauer

  • Zwischen den einzelnen Geschichten sangen Sabine Lang und Paula Weigert Lieder, begleitet mit Gitarrenklang von Sven Weigang. Foto: Johann Bauer
  • Der Arbeitskreis Liturgie hatte mit Pfarrer Werner Sulzer und freiwilligen Helfern 230 Kerzen entlang der Kreuzwegstationen aufgestellt.

Schmidmühlen.In der besonderen Atmosphäre der Kreuzbergkirche konnten die Menschen bei der Bergweihnacht festlichen Liedern und Geschichten lauschen. Kerzenschein erhellten den Weg hinauf und auch die Kirche selbst: Der Arbeitskreis Liturgie hatte zusammen mit Pfarrer Werner Sulzer und freiwilligen Helfern 230 Kerzen entlang der Kreuzwegstationen aufgestellt.

Ein herrliches Bild bot sich mit dem winterlichen Reif über der Landschaft um die Kirche und, dem warmen Lichterschein der Kerzen.

Freude über guten Besuch

Pfarrer Werner Sulzer freute sich, dass eine stattliche Anzahl von Gläubigen auf den Kreuzberg gekommen war. „Wir wollen heute bei Kerzenschein in drei Geschichten erfahren, wie Weihnachten entstand“, kündigte der Pfarrer an, bevor alle gemeinsam das Lied „Freut euch ihr Christen“ sangen, das die Weihnachtsfreude ausdrückt.

So hörten die Besucher zunächst von der Geschichte eines Vaters für seinen Sohn, der wissen wollte, wie eigentlich Weihnachten entstanden sei. Gottvater hatte einen Plan, für den er Helfer brauchte, so dass er die gesamte Himmelsschar zusammenrief. Doch keiner konnte helfen, denn um diesen Plan zu erfüllen, konnte derjenige seine himmlische Gestalt nicht behalten und musste im hilflosen Körper eines Babys geboren werden, musste zudem allem entsagen, was das Leben im Himmel so schön und angenehm macht.

Pfarrer Sulzer fuhr fort, dass der Plan schon zum Scheitern verurteilt schien – dann aber sei Gottes Sohn hervorgetreten und habe gesagt, er wolle es tun. Er sei auch bei seinem Entschluss geblieben, als Gottvater ihm sagte, dass er auch für die Menschen werde leiden müssen, dass er die Last der ganzen Menschheit auf sich nehmen müsse – und dass er, der Vater, ihn in diesem Moment ganz alleine lassen werde. Und schließlich erfuhren die Gläubigen noch von den Weisen, die, als sie Bethlehem verließen, auf der Anhöhe vor der Stadt nochmals zurückblickten. Sie sahen ein wunderbares Schauspiel, denn der Stern, der sie zur Krippe geführt hatte, zersprang in tausend und abertausend kleine Sterne, die sich über die ganze Erde verteilten. Sie wussten nicht, was das zu bedeuten hatte.

Doch als sie später Menschen begegneten, die freundlich zu ihnen waren, sahen sie über deren Köpfen ein kleines Sternchen leuchten. Da begriffen sie das Schauspiel, das sie auf der Anhöhe über Bethlehem gesehen hatten. „Überall, wo ein Wort der Liebe gesagt wird, wo eine Tat der Liebe getan wird, da leuchtet der Stern von Betlehem, ein kleiner Stern der Liebe“, so Pfarrer Sulzer.

Segen des Pfarrers

Zwischen den einzelnen Geschichten sangen Sabine Lang und Paula Weigert Lieder, begleitet auf der Gitarre von Sven Weigang. Vorgetragen wurde auch das Hirtengedicht „Wos hod denn die Hirt’n nach Bethlehem trieb’m, warum sans in das Nacht bei di Herd’n niat blie’m“. Der Segen von Pfarrer Werner Sulzer und das gemeinsam gesungene „O du fröhliche“ beendete diese Bergweihnacht. Alle machten sich dann wieder auf den mit Kerzen beleuchten Weg von der Kreuzbergkirche hinab in den Ort Schmidmühlen.

Weihnachtszeit

  • Inhalt:

    Am Fest „Taufe des Herrn” wird insbesondere das Evangelium von der Taufe Jesu verkündet, bei der Gott als “seinen geliebten Sohn” offenbarte. Das Fest zeigt also noch eine deutlich weihnachtliche Tendenz. Mit dem Fest „Taufe des Herrn” endet die Weihnachtszeit und es beginnt die „Zeit im Jahreskreis”.

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