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Fasching

„Wildererzeit“ im Markt – ein Ereignis

Der „Wildererball“ des Faschingskomitees Schmidmühlen war wieder ein Höhepunkt – dank der begeisternden Garde, gut gelaunter Gäste und toller Musik.

  • Wir fahren mit dem Bob zum Wildererball in den Altenbuchnersaal: Die „Quertreiber“ heizten allen mächtig ein. Foto: abp
  • Sie grüßten alle Wilderer im Saal: Die Mädels der Garde erwiesen ihren Gästen so die Referenz für einen langen Faschingsabend. Fotos: abp

Schmidmühlen. „Wildererzeit“ war am Wochenende in Schmidmühlen und die Mädels der Prinzengarde haben es auch richtig krachenlassen beim Wildererball am Faschingssamstag im Altenbuchnersaal. Mit einem kräftigen Konfettischuss verschafften sich nämlich die Damen einen glamourösen, akrobatischen Auszug für ihren tollen Showtanz, der heuer unter dem Motto „Super Heroes“ steht.

Das Faschingskomitee und die „Quertreiber“ als Anheizer setzten mit vielen Gästen einen prächtigen Höhepunkt der fünften Jahreszeit in Schmidmühlen. Für Ihre Lieblichkeit Prinzessin Steffi II. und Prinz Bernd II. war es ein tolles Heimspiel nach vielen auswärtigen Auftritten mit der Garde des Faschingskomitees. Und Präsident Dominik Knauer hatte nicht zu viel versprochen: Zu später Stunde zeigte sich – wenn auch etwas scheu – noch das Männerballett den vielen „Wilderern“ und sorgte für einen besonderen Akzent bei dieser langen Ballnacht.

Wie einst in den „Glanzzeiten“

Von 16 bis 60 – breitgestreut war das Publikum, und für die lange Schmidmühlener Faschingsnacht haben sich die Faschingsfans auch einiges an originellen Kostümen einfallen lassen. Dass bekanntlich die „Wilderer“ – und davon hat man in Schmidmühlen in dieser Nacht eine ganze Menge (und viele davon inkognito) gesehen – erst später unterwegs waren, ist wohl ihrer besonderer Spezies und dem „Wildererblut“ zuzurechnen, das in ihnen steckt. Für die Schmidmühlener war der Abend auch wieder eine schöne Erinnerung an jene Zeiten in den 1960er und 1070er Jahren, als es noch jedes Wochenende ausverkaufte Faschingsbälle im Markt gab.

„Super Heroes“ ist bekanntlich heuer das Motto, mit dem die Prinzengarde nicht nur beim Showtanz gewaltig punkten konnte. Wer allerdings die „ganz heiße Nummer“ des Männerballetts erleben wollte, der musste schon bis nach Mitternacht ausharren. Als schwimmende Enten zu Bobby Darins Hit „Splish Splash“ waren sie auf der Faschingsshowbühne zu sehen – versteht sich, dass sie frenetisch angefeuert wurden.

Prinzengarde begeistert alle

Glimmer und Glanz beherrschten neben den vielen originellen Masken und Verkleidungen die Szene, wobei die traditionellen rot-weißen Gardekostüme der Prinzengarde leuchtende Farbtupfer waren. Gewohnt gekonnt, ausgefeilt, exakt einstudiert und mit einem Schuss Akrobatik versehen war der Gardetanz. Zackig und mitreißend präsentiert, wurde der Showtanz das „Wow-Erlebnis“ des Abends. Begeisterten Applaus ernteten die Mädchen für die tollen Tanzformationen der Superhelden, für die Gardetrainerin Julia Lamecker nach 13 Jahren zum letzten Mal verantwortlich zeichnete.

Übrigens: Die Idee für den Ball entstand einstmals in Emhof und wurde dann nach Schmidmühlen gebracht – so ist der Faschingsrenner entstanden. Wie lange die Ballnacht mit den „Quertreibern“ als unermüdlichen Anheizern letztlich gedauert hat, bleibt ein Wilderergeheimnis. Denn die erzählen ja bekanntlich auch nicht, wann sie von der Pirsch nach Hause gekommen sind.

Der Fasching in Schmidmühlen steuert nun auf seinen Höhepunkt zu: Am Faschingsdienstag schlängelt sich um 14 Uhr der traditionelle Faschingszug über die bekannten Straßen und Plätze im Markt.

Am Aschermittwoch ist der als Weltkulturerbe bekannte Fischzug ab 13 Uhr zu sehen. Die Teilnehmer treffen sich beim Ochsenwirt für ihren Trauerzug. Spät am Abend wird dann noch der Geldbeutel am Hammerplatz eingegraben. Dann ist auch in Schmidmühlen Schluss mit dem Fasching 2014. (abp)

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