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Bilanz

Zahl der Straftaten niedrig

Viele positive Aspekte zeigt das Sicherheitsgespräch für den Landkreis Amberg-Sulzbach. Die Aufklärungsquote ist sehr hoch.

Über die Sicherheitslage im Landkreis sprachen (von links) EPHK Manfred Weiß (PI Auerbach), Leitender Polizeidirektor Robert Hausmann, EPHK Werner Schüssel, Polizeivizepräsident Thomas Schöniger (PP Oberpfalz), PHK Peter Krämer (PI Sulzbach-Rosenberg), Landrat Richard Reisinger, POK Andreas Weidauer (PI Amberg), Oberregierungsrätin Andrea Herrmann, Verwaltungsfachwirt Rainer Schmid, Regierungsrätin Laura Hofmann (Landratsamt), EKHK Günter Grießhammer (KPI Amberg), Polizeidirektor Thomas Lachner (PI Amberg), EPKH Friedrich Böhm (VPI Amberg). Foto: Christine Hollederer
Über die Sicherheitslage im Landkreis sprachen (von links) EPHK Manfred Weiß (PI Auerbach), Leitender Polizeidirektor Robert Hausmann, EPHK Werner Schüssel, Polizeivizepräsident Thomas Schöniger (PP Oberpfalz), PHK Peter Krämer (PI Sulzbach-Rosenberg), Landrat Richard Reisinger, POK Andreas Weidauer (PI Amberg), Oberregierungsrätin Andrea Herrmann, Verwaltungsfachwirt Rainer Schmid, Regierungsrätin Laura Hofmann (Landratsamt), EKHK Günter Grießhammer (KPI Amberg), Polizeidirektor Thomas Lachner (PI Amberg), EPKH Friedrich Böhm (VPI Amberg). Foto: Christine Hollederer

Amberg.Die Menschen im Landkreis Amberg-Sulzbach können sich sicher fühlen. Das ist das Fazit des Sicherheitsgesprächs des Polizeipräsidiums Oberpfalz mit Landrat Richard Reisinger. Zwar ist bei den Gesamtstraftaten ein leichter Anstieg zu verzeichnen (+ 1,6 Prozent; insgesamt 2793 Fälle), dennoch steht der Landkreis Amberg-Sulzbach oberpfalzweit sehr gut da und vermeldet den drittniedrigsten Stand an Straftaten in den vergangenen zehn Jahren. Hervorzuheben ist vor allem die extrem hohe Aufklärungsquote von knapp 75 Prozent.

Die Gewaltkriminalität im Landkreis befindet sich bereits seit einigen Jahren auf einem niedrigen Niveau. 91 Fälle im Jahr 2018 bedeuten laut Polizeivizepräsident Thomas Schöniger im Zehn-Jahres-Vergleich den drittniedrigsten Wert. Eine relativ konstante Entwicklung liegt auch im Bereich der Straßenkriminalität vor. Hier bilanziert das Polizeipräsidium Oberpfalz für den Landkreis Amberg-Sulzbach einen Rückgang von sieben Prozent auf 426 Fälle (2017: 458 Delikte). Positiv sei zudem der Rückgang bei der Rauschgiftkriminalität. Waren es 2017 noch 303 Fälle, meldet die Polizei für das vergangene Jahr 289 Fälle, ein Rückgang von knapp fünf Prozent. Ein Rückgang sei zudem bei den Sachbeschädigungen zu verzeichnen. Waren es 2017 noch 422 Fälle, lag die Zahl im vergangen Jahr nur noch bei 380 (minus zehn Prozent).

Etliche Einbrüche vereitelt

Ein deutliches Plus lässt sich dagegen im Bereich Körperverletzungen ausmachen. Hier vermeldet die Polizei für den Landkreis Amberg-Sulzbach einen Anstieg von 23,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Besonders positiv sieht Polizeivizepräsident Thomas Schöniger dagegen die Entwicklung der Wohnungseinbrüche. Durch Hinweise aus der Nachbarschaft scheiterte rund die Hälfte der 29 Einbrüche bzw. Einbruchsversuche.

Prävention

  • Sicherheit:

    Die Zahl der Fahrraddiebstähle ist im vergangenen Jahr deutlich angestiegen. Polizeivizepräsident Thomas Schöniger rät zu passenden Sicherungssystemen für die Räder. Im Fall eines Diebstahls sind für die Polizei die Marke und Farbe des Fahrrads entscheidend sowie die Rahmennummer.

  • Fahrradpass:

    Diese Punkte können in einem Fahrradpass festgehalten werden, den es bei der Polizeiinspektion gibt oder der auch hier heruntergeladen werden kann.

Hier appellierte Schöniger weiter an die Wachsamkeit der Bevölkerung. „Scheuen Sie sich nicht, die 110 zu wählen“, lautet sein Aufruf an die Menschen. Gleichzeitig wies der Polizeivizepräsident auf das kostenlose Beratungsangebot der Polizei zum Thema Wohnungseinbrüche und Sicherungssysteme hin.

Leitender Polizeidirektor Robert Hausmann zeigte sich erfreut über den Rückgang der Unfälle aufgrund von Drogeneinfluss (zwei Fälle, zwei Verletzte) oder überhöhter Geschwindigkeit (80 Fälle, 54 Verletzte); 2017 musste die Polizei noch 84 Unfälle aufnehmen, bei denen nicht angepasste Geschwindigkeit die Unfallursache war. Dem gegenüber stehen jedoch Anstiege bei den Verkehrsunfällen unter Alkoholeinfluss (40 Fälle, davon 29 Verletzte; 2017: 28 Unfälle, 18 Verletzte) sowie den Schulwegunfällen (ein Fall, fünf Verletzte) und Wildunfällen (1126 Fälle, vier Verletzte; 2017: 1057 Fälle). Die Zahl der Verkehrsunfälle stieg insgesamt um drei Prozent leicht an (2771 Fälle), sieben Menschen kamen dabei im vergangenen Jahr ums Leben.

Dank für gute Zusammenarbeit

Landrat Richard Reisinger und Polizeivizepräsident Thomas Schöniger zeigten sich insgesamt zufrieden mit der Sicherheitslage im Landkreis Amberg-Sulzbach. Der Landkreischef nutzte die Gelegenheit des Sicherheitsgesprächs, um den Polizeibeamten für die hervorragende Zusammenarbeit mit den kommunalen Sicherheitsbehörden zu danken. Vertreten waren beim Sicherheitsgespräch auch die Vertreter der Polizeiinspektionen Amberg, Sulzbach-Rosenberg und Auerbach, der Kriminalpolizeiinspektion Amberg und der Verkehrspolizeiinspektion Amberg.

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