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Ereignis

Zuschauer kringelten sich vor Lachen

Comedian Peter Moreno ließ das Publikum bei seiner Show in Ebermannsdorf aktiv mitmachen Das Spontantheater war eine Schau.
Von Christine Wendl

Beim Spontantheater Rapunzel blieb kein Auge trocken. Nicht nur die Darsteller, auch das Publikum tobte vor Lachen. In der Mitte mit dem roten Hemd Regisseur und Geschichtenerzähler Peter Moreno. Foto: Wendl
Beim Spontantheater Rapunzel blieb kein Auge trocken. Nicht nur die Darsteller, auch das Publikum tobte vor Lachen. In der Mitte mit dem roten Hemd Regisseur und Geschichtenerzähler Peter Moreno. Foto: Wendl

Ebermannsdorf.Der Abend im DomCom war ein voller Erfolg – mit Peter Moreno, einem vielseitigen Künstler, der bereits etliche internationale Auszeichnungen erhalten hat und dreifacher Weltrekordhalter im Bauchreden ist. Das alljährliche kulturelle Angebot der Gemeinde Ebermannsdorf nutzten am vergangenen Wochenende überwiegend auswärtige Gäste, die sich die Show eines genialen Entertainers nicht entgehen lassen wollten.

Von Anfang an verstand der sympathische Comedian es, sein Publikum mit einzubeziehen. Schnell wusste er die Vornamen einiger Zuschauer und baute diese immer wieder spontan in die einzelnen Sketche mit ein. Er fragte den verdutzten Herrn namens Fred, ihm sein Sakko auszuleihen, und verwandelte dieses dann mit wenigen Handgriffen in einen witzigen Elefanten. Mit diesem unterhielt er sich anschließend über Frauen und Mode und das Klamottenkaufen aufgrund der Diagnose „Stoffwechsel ist zu gering“.

Mit seiner kleinen Freundin „Erna“ aus der Kiste diskutierte er über Gott und die Welt. Sie erklärte ihrem Stimmgeber keck den Unterschied zwischen dem Jesuskind und einer Frau: „Ersteres musste nur eine Nacht neben einem Rindvieh schlafen…“.

Zuschauer als witzige Statisten

Alltagsgegenstände hat Peter Moreno flugs in witzige Gestalten verwandelt – und auch zum Leben erweckt. Foto: Wendl
Alltagsgegenstände hat Peter Moreno flugs in witzige Gestalten verwandelt – und auch zum Leben erweckt. Foto: Wendl

Das aufmerksame Publikum hatte permanent Grund zum Lachen. Es ging um ganz alltägliche Themen, wie Politik, Liebe, Partnerschaft, die Leute im Allgemeinen und einzelne Gäste im Besonderen. Peter Moreno holte sich immer wieder Männer und Frauen auf die Bühne, die mehr oder weniger freiwillig mitmachten, wenn er ihnen beibrachte, auf seinen unauffälligen Händedruck den Mund zu bewegen, während er das Sprechen für sie übernahm. So wurden sie zu witzigen Statisten und zeigten, dass sie – mit dem sich biegenden Publikum – auch über sich selbst lachen können.

Sehr sympathisch gelang es Peter Moreno, einer guten Mischung aus Bauchredner, Comedian und Moderator, seine Gäste zu faszinieren. Sei es mit den wenigen Requisiten, aus denen er im Handumdrehen Figuren schuf, ihnen unauffällig eine immer wieder andere Stimme verlieh und sich scheinbar mühelos mit ihnen unterhielt. Kleine Gags am Rande steuerte er ebenfalls geschickt mit Zauberhand, ließ Gläser schweben oder live gezeichnete Grimassen ihre Augen und Lippen bewegen.

Peter Moreno

  • Improvisation

    Der in Süddeutschland geborene und in Hessen ansässige Entertainer Peter Moreno beherrscht die Improvisation und das Einbeziehen des Publikums, was den ganzen Abend sehr abwechslungsreich und kurzweilig werden ließ.

  • Verwandlungen

    Er verwendete meist simple Haushaltsgegenstände, die mit witzigen Accessoires und einer jeweils passenden Stimme zum Leben erweckt wurden. Simpel, aber sehr eindrucksvoll. (awe)

Alle hatten größten Spaß beim Theater

Das große Finale war dann der absolute Höhepunkt: Wieder holte sich Moreno seine Statisten aus dem Publikum. Zum Teil mussten sie freundlich zum Mitspielen genötigt werden, zum Teil waren sie mit Leidenschaft dabei. Das Spontantheater-Ensemble „Rapunzel“ wurde direkt auf der Bühne in seine jeweilige Rolle eingewiesen und hatte auch selbst größten Spaß dabei.

So versuchte der Herr ohne Haare – prädestiniert als Mond –, immer wieder langsam aufzugehen und dabei nicht vom Stuhl zu fallen, während der zerzauste, bärtige, junge Mann als Wind mit wehenden Armen durch die Nacht pfiff. Ein wenig schüchtern wirkte die dunkelhaarige Eule und kaum hörbar war ihr „Huhuh“, das blond gelockte Rapunzel glänzte dafür mit lautem Hilfeschrei in ihrer Rolle.

Moreno dirigierte mittendrin die Handlung, erzählte parallel die Geschichte und musste selber lachen über den tapferen Ritter Schore, der wieder und wieder, auch ohne Pferd, eifrig über die Bühne galoppierte, sein imaginäres Schwert fest in Händen hielt und dabei um ein Haar das zu rettende Rapunzel überrannt hätte.

Es war ein toller Abend mit einem unverkrampften Entertainer, der nicht allein auf der Bühne sein Ding durchzog, sondern zusammen mit seinen Gästen für einen wunderbar unterhaltsamen Abend sorgte. Die Fußballmädels sorgten mit feinem Imbiss und kühlen Getränken für die Gäste.

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