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Kultur

Zuwachs für die Kunstszene

Die Ensdorfer Künstler präsentieren wieder ihr Schaffen. Neu dabei sind Uwe Könemann-Nunold und Beatrice Nunold.
Von Hans Babl

Auf die Ausstellung freuen sich (von links) Uwe Könemann-Nunold, Klosterdirektor Pater Christian Liebenstein, Beatrice Nunold, Bürgermeister Markus Dollacker, Margot Babl, Kurt Hügelschäffer, Wolfgang Fetsch, Siegfried Link (es fehlt Gerd Seidel). Foto: abl
Auf die Ausstellung freuen sich (von links) Uwe Könemann-Nunold, Klosterdirektor Pater Christian Liebenstein, Beatrice Nunold, Bürgermeister Markus Dollacker, Margot Babl, Kurt Hügelschäffer, Wolfgang Fetsch, Siegfried Link (es fehlt Gerd Seidel). Foto: abl

Ensdorf.Vielfältig ist das künstlerische Leben in Ensdorf – das zeigt die Jahresausstellung der Ensdorfer Künstlergruppe, die heuer zum 15. Mal stattfindet. Sie soll wieder zu einem kulturellen Höhepunkt im unteren Vilstal werden.

„Die Vorbereitungen zur diesjährigen Ausstellung laufen auf Hochtouren“, so Organisator Siegfried Link bei einer Vorbesprechung der beteiligten Künstler. Gezeigt wird ab 8. Juli ein Querschnitt des Schaffens der Künstlergruppe – von Malerei und Zeichnung über Mixed Media bis zu Skulpturen und Fotografie.

Konzert bei der Vernissage

Die Verknüpfung von Kunst und Musik spricht die Menschen in einer ganz besonderen Weise an, sind die Künstler überzeugt. Der schattige Innenhof und der Kreuzgang des Klosters würden dazu einen hervorragenden Rahmen bieten. Und das Konzert der Gruppe „Pura Crema“ werde den Eröffnungsabend zu einem zusätzlichen Erlebnis machen. Die bei der Besprechung anwesenden Künstler zeigten sich erfreut, dass ihnen die jährliche Ausstellung im Kloster Ensdorf die Gelegenheit gibt, ihr Schaffen wieder einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen.

Petra Decker-Schimanski und Wolfgang Decker aus Hambühren bei Celle sind in diesem Jahr als Gastkünstler bei der Jahresausstellung in Ensdorf dabei. Foto: Decker
Petra Decker-Schimanski und Wolfgang Decker aus Hambühren bei Celle sind in diesem Jahr als Gastkünstler bei der Jahresausstellung in Ensdorf dabei. Foto: Decker

Die lokale Kunstszene hat im vergangenen Jahr Zuwachs erfahren: Aus Niedersachsen „eingewandert“ sind Uwe Könemann-Nunold (Fotografie) und Beatrice Nunold (Malerei, Objekte und Mixed Media). Uwe Könemann-Nunold ist im Hauptberuf Kinder- und Jugendpsychiater, seit frühester Jugend ist er leidenschaftlicher Fotograf. Beatrice Nunold ist Kunsthistorikerin, Philosophin, Kunsttherapeutin und Schriftstellerin. Kunst hat sie an der FIU in Hamburg studiert. Sie ist im BBK und leitete vor ihrem Umzug in die Oberpfalz den BBK-Harz.

Bei der 15. Ausstellung der Ensdorfer Künstler werden außerdem Margot Babl Aquarellbilder ausstellen und Siegfried Link Ölgemälde zeigen. Mit Malerei, Zeichnung und Monotypie ist Gerd Seidel vertreten, Wolfgang Fetsch mit künstlerischen Fotografien, Kurt Hügelschäffer mit Metallkunst.

Ausstellung der Ensdorfer Künstler

  • Vernissage:

    Die Ausstellung wird am Sonntag, 8. Juli, um 18 Uhr im Innenhof des Ensdorfer Klosters eröffnet. Ab 19.30 Uhr lädt dann die Umweltstation zum Konzert mit der Gruppe „Pura Crema“ ein.

  • Dauer:

    Ab 8. Juli bis 5. August kann die Ausstellung, die vom Kloster und der Gemeinde Ensdorf unterstützt wird, bei freiem Eintritt im Kreuzgang des Klosters täglich von 9 bis 18 Uhr besucht werden.

Tradition ist es, Gastkünstler einzuladen. Dieses Jahr ist es das Ehepaar Petra Decker-Schimanski und Wolfgang Decker aus Hambühren bei Celle in Niedersachsen. Der Kontakt entstand über Beatrice Nunold, mit der das Ehepaar schon gemeinsame Ausstellungen gestaltet hat. Wolfgang Decker hat zudem Texte von Beatrice Nunold vertont und hat sie mit der Gitarre bei gemeinsamen Veranstaltungen präsentiert.

Petra Decker-Schimanski ist Papierkünstlerin. Ihr selbstgeschöpftes Papier bildet die Grundlage für ihre Kreationen, in denen sich Naturmaterialien zu neuen und überraschenden Formen verbinden. Die Materialien durchlaufen Veränderungen, Metamorphosen, die ihnen ein neues Leben schenken. Das Papierhandwerk hat die Künstlerin von der Pike auf gelernt und sich in den unterschiedlichsten Techniken weitergebildet. Sie gibt auch Kurse im Papierschöpfen mit seinen unterschiedlichen Varianten und vermittelt ebenso das Gestalten mit Naturmaterial.

Gäste freuen sich auf Ensdorf

Wolfgang Decker ist Zeichner, Maler, Objektkünstler und Musiker. Seine detailreichen Zeichnungen changieren zwischen Traum, Alptraum und Realität und sind so absurd wie die Wirklichkeit, aber auch humor- und hoffnungsvoll. Die Metallobjekte und -collagen laden die Betrachter ein, den Kunstprozess ganz bewusst zu erleben.

Wolfgang Decker hat Kunst auf Lehramt studiert, er war Lehrer und Schulleiter. Er gibt Kurse für Kinder und Erwachsene und hat sich weitergebildet in Maltechniken, Zeichnung und Schnitzerei. Zudem vertont er eigene und fremde lyrische Texte und tritt auf mit Gitarre und Gesang.

Petra Decker-Schimanski und Wolfgang Decker gründeten 2009 das „Atelier für freie und angewandte Kunst“. Beide sind aktive Mitglieder im „atelier22“ in Celle und können auf eine lange Reihe von Ausstellungen zurückblicken. Nun zeigen sie ihr kreatives Schaffen auch in Ensdorf – „im Kopf haben wir die Ausstellung schon“, freut sich Petra Decker-Schimanski bereits auf die Vernissage am 8. Juli.

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