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Zwei neue Gruppen in Kindergärten nötig

Der Bedarf in Kümmersbruck erfordert Umbauten. Die Geschwisterermäßigung bei den Beiträgen ist nicht mehr nötig.
Von Klaus Högl

Der Seiteneingang der Arche Noah muss baulich verändert werden, um als Fluchtweg dienen zu können, wenn die zusätzliche Kindergartengruppe geschaffen wird.  Foto: Klaus Högl
Der Seiteneingang der Arche Noah muss baulich verändert werden, um als Fluchtweg dienen zu können, wenn die zusätzliche Kindergartengruppe geschaffen wird. Foto: Klaus Högl

Kümmersbruck.Die Kinderbetreuung war ein Schwerpunkt bei der Sitzung des Kümmersbrucker Ferienausschusses. Zu den Kindergartenplätzen wurde dabei mitgeteilt, dass die Gemeinde aufgrund des Bedarfs zwei neue Kindergartengruppen einrichten muss. Eine Erweiterungsgruppe wird im Kindergarten St. Antonius geschaffen, die dort bereits bestehenden vier Gruppen werden um jeweils fünf Kinder auf 30 Plätze erhöht.

Eine weitere neue Gruppe wird im Kindergarten Arche Noah an der Schulstraße untergebracht. Dabei sind allerdings bauliche Umnutzung erforderlich. Der bis dato als Turnsaal genutzte Raum im Erdgeschoss wird zum Gruppenraum umfunktioniert, der Gemeindesaal im Untergeschoss wird neuer Turnsaal; dazu erforderlich ist ein vorgeschriebener Fluchtweg. Jedoch soll der Gemeindesaal auch weiter für seine vorgesehene Nutzung zur Verfügung stehen.

Der Gemeinderat Kümmersbruck hatte am 24. Juli 2007 beschlossen, dass auf Antrag jedes zweite Kindergartenkind einer Familie 25 Prozent, jedes dritte und weitere Kind 50 Prozent des Kindergartenbeitrages von der Gemeinde erhält. Kinder, die den Beitragszuschuss durch den Freistaat Bayern erhalten, bleiben bei der Berechnung der Anzahl der Geschwisterkinder „außen vor“, erläuterte Hauptamtsleiter Wolfgang Roggenhofer. Grund dafür sei, dass bei den Kindergartenbeiträgen (maximal elf Euro bei einer Buchungszeit von mehr als neun Stunden) für die Eltern größtenteils keine finanzielle Belastung entstehe.

Zur Entlastung der Familien hat der Freistaat beschlossen, den derzeit im letzten Kindergartenjahr vor der Einschulung gewährten Beitragszuschuss in Höhe von 100 Euro pro Kind und Monat mit Wirkung ab 1. April 2019 auf die gesamte Kindergartenzeit anzuwenden. Zusätzlich hat Bayern das bayerische Krippengeld mit Wirkung ab dem 1. Januar eingeführt. Damit werden Eltern bereits ab dem ersten Geburtstag ihres Kindes mit monatlich bis zu 100 Euro pro Kind bei den Beiträgen entlastet. „Da das Krippengeld bis zum 31. August des Kalenderjahres gezahlt wird, in dem das Kind das dritte Lebensjahr vollendet, ist die Anknüpfung zur Beitragsentlastung für die gesamte Kindergartenzeit nahtlos“, sagte Roggenhofer. Daraus folge, dass alle Kinder ab dem zweiten Lebensjahr ab 1. Januar 2020 die Chance haben, den Beitragszuschuss in Höhe von 100 Euro durch den Freistaat zu erhalten. Wie Roggenhofer erklärte, sei daher die gemeindliche Geschwisterkinderermäßigung ab 1. Januar 2020 für alle Fälle obsolet. Sie wurde mit Wirkung ab 1. Januar 2020 eingestellt.

Bisherige Regelung

  • Umfang:

    An freiwilligen Leistungen an die fünf Kindergärten bei der Geschwisterermäßigung hat die Gemeinde Kümmersbruck 2019 insgesamt 3995,88 Euro erbracht.

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