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Amberg
Sonntag, 22. April 2018 26° 1

Neujahrsempfang

Ausblick auf ehrgeizige Ziele für 2018

Ambergs OB Michael Cerny blickte zurück auf ein außergewöhnliches Jahr und machte deutlich, dass es weiter viel zu tun gibt.
Von Paul Böhm

  • Charmante Damen aus der Stadtverwaltung sorgten für den notwendigen Getränkenachschub beim Neujahrsempfang im historischen Rathaussaal in Amberg. Foto: Paul Böhm
  • Unter den gestrengen Augen seiner königlichen Hoheit, König Ludwig I. König von Bayern, hörte man von den Jagdhornbläsern der Kreisgruppe Amberg mehrere Jagdsignale als Beitrag zum Neujahrsempfang in Amberg. Foto: Paul Böhm
  • Von einem außergewöhnlichen Jahr 2017 mit richtungsweisenden Segmenten sprach Oberbürgermeister Michael Cerny beim Neujahrsempfang im historischen Rathaussaal in Amberg. Foto: Paul Böhm

Amberg. Amberg. „Glück Auf unserer schönen Stadt Amberg.“ – Mit diesem Satz brachte es Oberbürgermeister Michael Cerny beim Jahresempfang im historischen Rathaussaal in Amberg auf den Punkt. Mehr als eine Stunde standen am Freitagabend OB Cerny und die Bürgermeister Martin Preuß und Brigitte Netta an der Eingangstür zum Rathaussaal, um annähernd 400 Vertretern der Amberger Bürgerschaft, des öffentlichen Lebens, von Behörden und Ämtern, aus Wirtschaft, Politik, und Sport, von Vereinen und Hilfsorganisationen ein gutes und glückliches neues Jahr zu wünschen.

Bank sorgte für Gesprächsstoff

Die Stadtwache stand im Fackelschein Spalier vor den Rathaustoren, ehe man von netten Damen in historischen Gewändern hinauf in den Rathaussaal geleitet wurde. Hatte man in den Vorjahren noch über das „Amberger Loch“ und Damenhüte diskutiert, so hat im vergangenen Jahr die „Bank“ unter der Linde für Gesprächsstoff bei den Ambergern gesorgt. „Heute kann man sagen, dass die neue Lösung gelungen und sehr gut angenommen wird – genauso wie das Café am Marktplatz“, so OB Cerny. Er wusste auch zu berichten, dass nach Zählungen des Stadtmarketingvereins die erstaunliche Zahl von 40 000 Menschen pro Tag den Amberger Marktplatz überqueren. „In Spitzenzeiten der Vorweihnachtszeit waren es sogar um die 60 000 Passanten gewesen, die über den kompletten Tag verteilt am Rathaus vorbeikamen.“ Auch „I bims“, das Jugendwort des Jahres mit Amberger Wurzeln, oder der Amberger Weltrekord im „Mensch ärgere dich nicht“ tauchte ebenfalls in Cernys Bilanz auf

Die Amberger Geistlichkeit gehört beim Neujahrsempfang dazu: Stadtpfarrer Thomas Helm von St. Martin, Pater Seraphin Broniowski, Maria Hilf-Berg, und Regionaldekan Ludwig Gradl, Pfarrei Hl. Dreifaltigkeit, nutzten den Neujahrsempfang zu einer Zusammenkunft. Foto: Paul Böhm

Der Dialog zur neuen Rundbank am Brunnen, das städtebauliche Entwicklungskonzept, Workshops mit den Schulen und die Ideenwerkstatt zur Gestaltung des Stadtraums an der Vils waren 2017 Beispiele für die Einbindung der Bürgerschaft gewesen.

Die häufigsten Wünsche, so Cerny, seien die Stärkung der Innenstadt, weitere Parkplätze, der Ausbau des Radwegenetzes sowie die Reaktivierung der Forum-Immobilie gewesen. „Dies zeigt, dass wir mit unseren großen Projekten richtig unterwegs sind, auch wenn wir 2017 noch nicht die Meilensteine erreicht haben, die wir uns selbst gesetzt haben.“

Beide verkörpern ein Stück Amberg: Was Eleonore Fuchs dem Oberbürgermeister Michael Cerny beim Neujahrsempfang ins Ohr geflüstert hat, wird wohl ihr Geheimnis bleiben. Aber es ging bestimmt um die Hutkultur in der Vilsstadt. Foto: Paul Böhm

Für die Neue Münze konnte zwar wie geplant die Baugenehmigung erteilt werden, aber anders als geplant habe der Rat der Stadt die Nutzung in 2017 noch nicht finalisieren können. „Damit bleibt uns die Umsetzung unserer Vision für die Reaktivierung mit neuem Handel, Dienstleistung und Wohnen sowie der Schaffung eines Treffpunkts für die Bürger rund um die Spitalkirche auch als das Schwerpunktthema in 2018 erhalten.“ Dazu soll ein neues Online-Bürgerbeteiligungsportal den Menschen die Möglichkeit geben, die städtischen Projekte zu erkunden – und auch Anregungen geben.

50 Vorschläge für die Fassade

Mit dem Bau des neuen großen Parkdecks an der Marienstraße, der im April/ Mai starten soll, werde ein extrem wichtiges Vorhaben für das Klinikum und das gesamte dortige Dienstleistungszentrum umgesetzt. „Ich freue mich auf den Fassadenwettbewerb für das Parkdeck; bei über 50 Vorschlägen wird die Auswahl vielleicht mehr zur Qual der Wahl werden“, meinte der OB.

Am 6. März 2018 wird sich die Panzerbrigade 12 mit einem Großen Zapfenstreich aus Amberg verabschieden: Als Bundeswehrvertreter der Garnisonsstadt Amberg war Oberst Klaus-Peter Berger ein letztes Mal zum Neujahrsempfang im Rathaus gekommen. Foto: Paul Böhm

Zusammenarbeit werde es vor allem brauchen, wenn es in diesem Jahr darum geht, die Konversion der Leopold-Kaserne zu gestalten. „Hierzu werden wir in 2018 zunächst ein gemeinsames Gutachten zur Wertermittlung beauftragen“, sagte Cerny. Bereits am 6. März 2018 wird sich die Panzerbrigade 12 mit einem Großen Zapfenstreich am Amberger Marktplatz verabschieden. „Nach über 300 Jahren als Garnisonsstadt wird in diesem Jahr die letzte Kaserne in unserer Stadt geschlossen“, sagte das Stadtoberhaupt mit Wehmut.

Erfreulicher war hingegen, dass mit Corinna Schwab und Katrin Fehm zwei junge Ausnahmeläuferinnen als charmante sportliche Botschafterinnen für ihre besonderen Leistungen geehrt werden konnten.

Eng verbunden ist die Schwesternschaft des Wallmennichhauses vom Bayerischen Roten Kreuz mit der Stadt Amberg. Für die Oberin Brigitte Wedemeyer und für OB Michael Cerny gehört dieses Treffen zum guten Umgang ihrer Häuser. Foto: Paul Böhm

Weiter investiert wird in den Bereich der Schulen, angefangen von der Wirtschaftsschule bis hin nach Ammersricht und Raigering. Dazu komme die Dreifach-Sporthalle für die Realschule und die Ganztagsbetreuung an der Albert-Schweitzer-Schule. „Und um den Einstieg in die digitale Schule kommen wir in Amberg ebenfalls nicht herum“, so Cerny.

Glasfaser bis zum Haus

In Sachen schnelles Internet werden 30 Mbit bald nicht mehr ausreichen, um die Wünsche aus Gewerbe, Behörden und Bürgerschaft zu erfüllen, weiß der OB. „Da müssen wir jetzt schon Glasfaserverbindungen bis ins Haus fordern, denn nach dem Ausbau ist bekanntlich vor dem Ausbau.“

Mit mehr als 27 000 sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten habe sich der Arbeitsmarkt in der Stadt dank der Innovationskraft der Unternehmen sehr positiv entwickelt. Ein weiterer Ausbau der Studiengänge an der OTH wird in Amberg ebenso ankommen, wie der „Digitale Campus“.

Der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) ist eine wichtige soziale Einrichtung. Ihre Vorsitzende Marianne Gutwei machte Oberbürgermeister Michael Cerny ihre Aufwartung beim Neujahrsempfang. Foto: Paul Böhm

„Ich bin mir sicher, dass wir in 2018 nicht nur die interkommunale Zusammenarbeit formal festschreiben, sondern darauf aufbauend auch ein echtes Plus an Wirtschaftskraft und Arbeitsplätzen für unsere Region entwickeln werden“, blickte OB Cerny in die Zukunft. Und: „Ich freue mich, mit Ihnen auch in 2018 die Ziele unserer Stadt zu verfolgen und im Respekt vor unterschiedlichen Meinungen weitergut, erfolgreich und mit gegenseitiger Wertschätzung zusammenzuarbeiten.“Unter den Gästen konnte man auch die Landtagsabgeordneten Dr. Harald Schwartz (CSU) und Reinhold Strobl (SPD) sowie Altoberbürgermeister Wolfgang Dandorfer, Bezirksrat Richard Gassner, Landrat Richard Reisinger und einige Landkreisbürgermeister ausmachen.“

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