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Kunst

Bodenbilder in alten Bierkrügen

Eine Sonderausstellung zeigt Wunderbares in Porzellan.
Von Doris Wagner

Die Sammlerstücke faszinierten die Besucher.  Foto: Doris Wagner
Die Sammlerstücke faszinierten die Besucher. Foto: Doris Wagner

Amberg.Am Sonntagvormittag füllte sich das Foyer des Stadtmuseums sehr schnell. Der Grund war die Eröffnung der Sonderausstellung „Amberger Lithophanien – Bodenbilder in Bierkrügen der Porzellanfabrik Eduard Kick“.

Nicht nur Selb ist bekannt für seine Herstellung von Porzellan, auch in Amberg wurden ab 1865 Bierkrüge mit Lithophanien produziert. Das letzte Gebäude, das aus dieser Zeit benutzt wurde, steht in der Kickstraße/Steingutstraße, das als Wohnhaus umgebaut wurde. Die Herstellung von Lichtbildern aus feinstem Porzellan, genannt Lithopanien ist heutzutage noch sehr aufwendig und entsprechend teuer. Für ein gutes Lichtbild aus feinstem Porzellan ist mit bis zu 600 Euro zu rechnen. Was für kleine „Schätze“ in Amberg durch Eduard Kick, der noch vor Rosenthal die Produktion aufnahm, an Bierkrügen mit den wunderschönen Lithophanien produzierte, können sich Besucher des Stadtmuseums Amberg in einer Sonderausstellung bis zum 15. März ansehen. 40 verschiedene Bodenbilder in Bierkrügen und Tassen sind bislang aus Amberg bekannt, vom Herrscherporträt bis zum Hasenbild. Pfarrer Hausmann aus Ammerthal gab den Gästen einen Einblick in die Geschichte der Lithophanien in Amberg und deren Verbreitung. Auch eine „TopTen-Liste“ der Bodenbilder wurde von Hausmann vorgetragen. Unter anderem sind Kaiserin Elisabeth von Österreich, König Ludwig II aber auch der braune Mönch und die schwarze Nonne in der Liste.

Die Eröffnungsfeier der Sonderausstellung wurde auch zur Verabschiedung von Museumsleiterin Judith von Rauchbauer genutzt. Martin Preuß, 2. Bürgermeister Ambergs gab in seiner Rede viele Anekdoten aus dem beruflichen Leben von Judith von Rauchbauer wieder, die für Heiterkeit im Publikum sorgten. Von Rauchbauer geht nach 33 Jahren Stadtmuseum in ihren wohlverdienten Ruhestand. Natürlich bleibt eine Verabschiedung nicht ohne Emotionen, die sich mit dem ein oder anderen Tränchen bei Judith von Rauchbauer zeigten. Die besten Wünsche und Geschenke für die Zeit im Ruhestand überreichten Nachfolgerin Julia Riss, Kulturreferent Dr. Fabian Kern sowie Martin Preuß. Das Sax-Reger-Quintett untermalte die Eröffnung der Sonderausstellung musikalisch.

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