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Betreuung

Den ganzen Tag im Freien

Eine Waldhütte mit Platz für 20 bis 40 Kinder – die Firma Baumann stellte das Konzept für den neuen Waldkindergarten vor.
Von Josef Popp

Kinder und Eltern besichtigten das zukünftige Areal des Waldkindergartens und waren begeistert. Der Wald lieferte die ersten Spielsachen. Bürgermeister Cerny, Annette Baumann und Dr. Georg Baumann waren ebenso zufrieden wie Sebastian Schaller und der Leiter des Jugendamts Thomas Boss.  Foto: Popp
Kinder und Eltern besichtigten das zukünftige Areal des Waldkindergartens und waren begeistert. Der Wald lieferte die ersten Spielsachen. Bürgermeister Cerny, Annette Baumann und Dr. Georg Baumann waren ebenso zufrieden wie Sebastian Schaller und der Leiter des Jugendamts Thomas Boss. Foto: Popp

Amberg.Die Erfüllung der Mitarbeiterbedürfnisse steht heute für Unternehmensleitungen mehr denn je im Fokus. Die Firma Baumann eröffnet vor diesem Hintergrund zum 1. September einen Waldkindergarten. Als verantwortlichen Betreiber konnte sie den Kreisverband Amberg-Sulzbach des Bayerischen Roten Kreuzes gewinnen. Dr. Georg Baumann stellte das Konzept bei einem Vorstellungstermin im Beisein von Oberbürgermeister Michael Cerny vor.

Am Standort Immenstetten werden zunächst 20 Waldkindergartenplätze mit Ganztagesbetreuung geschaffen, bei Bedarf ist eine Erweiterung auf bis zu 40 Plätze geplant. Die Kinder treffen sich morgens im „Sammelhaus“ im Industriegebiet Nord und gehen dann gemeinsam mit den Erziehern zu einer Waldlichtung am Mariahilfberg im Stadtteil Ammersricht. Auf der Lichtung steht eine Waldhütte, in der sich die Kinder aufwärmen oder pädagogisch begleitet spielen können. Die Kinder sind das ganze Jahr über in der freien Natur, nur bei besonderen Wetterlagen können sie sich in die Innenbereiche zurückziehen. Dies entspricht dem Konzept der Waldkindergärten.

Abhärtung und Kreativität

Durch die Gewöhnung an unterschiedliches Wetter wird das Immunsystem der Kinder gestärkt, aber selbstverständlich ist das Spiel im Freien mit natürlichen Materialien auch pädagogisch wertvoll: Für Spaß und Glück reichen reicht oft das aus, was sich direkt um einen selbst herum befindet. Die Kinder werden nicht nur gesundheitlich, sondern auch kreativ und in ihrer Persönlichkeit gestärkt. Aktuell geben Baumann, das BRK und die Stadt Amberg dem Konzept den letzten Schliff, damit die Betriebserlaubnis durch das Jugendamt erteilt werden kann.

In Deutschland ist eine beheizbare Unterkunft in zumutbarer Nähe des Waldgebietes vorgeschrieben. In der Regel dienen hierzu eine Waldhütte oder ein beheizter Bauwagen. Der Bau der Waldhütte des Amberger Waldkindergartens beginnt in den nächsten Wochen und wird zu Beginn des Kindergartenjahrs 2019/2020 abgeschlossen sein. Im Industriegebiet Nord wird es ein „Sammelhaus“ geben, das übergangsweise als Container realisiert wird. 2020 entsteht auch hier ein festes, architektonisch ansprechendes Bauwerk.

Das BRK sucht derzeit noch engagierte Pädagogen mit Begeisterung für den Wald. Bewerbungen werden über das Karriereportal www.meinplusimjob.de oder postalisch entgegengenommen.

Der Kreisverband betreibt in Kainsricht bei Gebenbach bereits den Waldkindergarten „Räuberwald“, der von interessierten Eltern oder Mitarbeitern nach Voranmeldung besucht werden kann, um einen Eindruck von den Besonderheiten dieser alternativen Betreuungsform zu gewinnen. Anmeldungen für einen Besuch im Räuberwald werden von Sabine Lindner unter Telefon (01 62) 262 34 95 oder per Mail lindner@kvamberg-sulzbach.brk.de entgegen genommen.

Schon vor dem offiziellen Startschuss wurden bereits vierzehn Kinder für den neuen Waldkindergarten angemeldet. Aktuell sind noch Plätze verfügbar. Interessierte Eltern können sich beim BRK an Anja Hopf, Telefon (0 96 21) 47 45 30 oder E-Mail hopf@kvamberg-sulzbach.brk.de, wenden.

Bedarf an Kinderbetreuung

Oberbürgermeister Cerny betonte, dass die Stadt eine Vielzahl von Aktivitäten unternimmt, um den Mangel an Kinderbetreuungsplätzen zu beseitigen. Er freut sich daher besonders, dass sich die Firma Baumann engagiert, um für die eigenen Mitarbeiter und für die Allgemeinheit Betreuungsplätze zu schaffen.

Jugendamtsleiter Thomas Boss begrüßt die Eröffnung der Einrichtung ebenfalls. Die aktuelle Erhebung zur Kinderbetreuung in der Stadt Amberg weist auch für die kommenden Jahre einen weiteren Bedarf an Kinderbetreuungsplätzen aus.

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