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Ein kostspieliges Mauerwerk

Die Sanierung des alten Walls am Hohenburger Friedhof kostet 50 000 Euro mehr. Der Markt stellt Antrag auf Nachfinanzierung.
Von Paul Böhm

Viele Bauschäden an der Friedhofsmauer hat man trotz Schürfungen und Voruntersuchungen erst bei der Sanierung entdeckt.  Foto: Paul Böhm
Viele Bauschäden an der Friedhofsmauer hat man trotz Schürfungen und Voruntersuchungen erst bei der Sanierung entdeckt. Foto: Paul Böhm

Hohenburg.Die Sanierung der Friedhofsmauer in Hohenburg kommt doch teurer als ursprünglich eingeschätzt. Bei der Sicherung stellte sich heraus, dass ein Teilbereich der Mauer instabil war. Teilweise war wenig Fundament vorhanden. Ein erheblicher Bereich der Mauer musste mit großem Zeitaufwand unterfangen und neu aufgebaut werden.

Wie Architektin Petra Hofmann im Marktgemeinderat berichtete, ist aufgrund auftretender Staunässe auch eine beiderseitige Drainage notwendig geworden, um die langfristige Standfestigkeit zu erhalten. Zudem war eine Abdeckung der Mauerkrone erforderlich. „Es waren Schäden, die man trotz mehrerer Bodenschürfungen nicht vorhersehen konnte“.

Veranschlagt waren ursprünglich 120 000 Euro gewesen. Durch diese zusätzlichen Arbeiten steigen jetzt die Kosten auf 170 000 Euro an. Für die Mehrkosten hat der Markt Hohenburg jetzt auch beim Bezirk Oberpfalz und beim Landesamt für Denkmalpflege einen Antrag auf Nachfinanzierung stellt. Der Eigenanteil des Marktes Hohenburg liegt dann bei etwa 134 000 Euro. Der Marktgemeinderat genehmigte einstimmig die Mehrausgaben in Höhe von 50 000 Euro für die Sanierung der Friedhofsmauer.

Für die Renovierung der Pfarrkirche St. Michael in Allersburg gewährt der Marktgemeinderat eine Zuwendung in Höhe von 5000 Euro. Der Dorfgemeinschaft Egelsheim wird ein Zuschuss in Höhe von 3000 Euro für die auf etwa 17 000 Euro geschätzte Innenrenovierung zugestanden. Ein Nutzungsvertrag zwischen Eigentümer und Dorfgemeinschaft liegt im Rathaus vor.

Kulturgut soll erhalten bleiben

Bürgermeister Florian Junkes begründete beide Zuwendungen mit der Erhaltung wertvollen Kulturgutes, obwohl sich der Markt Hohenburg mit dem Haushaltskonsolidierungskonzept zur Weiterführung eines weiterführenden Schuldenabbaus auch mit der Gewährung freiwilliger Leistungen Zurückhaltung auferlegt hat.

„Es waren Schäden, die man trotz mehrerer Bodenschürfungen nicht vorhersehen konnte.“

Petra Hofmann, Architektin

Für das Mittlere Löschfahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr Mendorferbuch-Egelsheim liegt jetzt der Zuwendungsbescheid in Höhe von 56 400 Euro im Rathaus vor. Gut 300 000 Euro hat die Gemeinde dafür ausgegeben.

Anliegerbeschwerden wegen des Internetausbaues aus dem „Breitenweg“ hat man von der Verwaltung an die Deutsche Telekom weitergegeben. Wie Bürgermeister Florian Junkes informierte, wird die Telekom im Laufe des Jahres mit V-DSL Vektoring die Leistung dort erhöhen. Im Bereich Breitenweg können dann Bit-Raten bis 250 M-Bits im Download erreicht werden, so die Zusagen der Telekom. Davon kann auch der Bereich „Dornzeil“ profitieren, sagte Junkes. In Sachen Mobilfunkausbau berichtete Bürgermeister Florian Junkes, dass der Markt Hohenburg nach wie vor auf die Ausführungsbestimmungen der Regierung der Oberpfalz wartet, um weiter für die Verbesserung des Mobilfunks tätig zu werden.

Zum Thema „Standort für das Naturparkgebäude in Hohenburg“ hatten Josef Gmach und Sebastian Schärl nach dem Sachstand angefragt. Wie Junkes dazu informierte, hat der Markt Hohenburg mittlerweile drei konkrete Planungen für den Standort des Naturparkhauses erarbeitet. „Die Vorstandschaft des Naturparks Hirschwald hat sich aber bisher nicht auf einen endgültigen Standort einigen können.“

Diskussion über Mittelstreifen

Die Marktgemeinderäte Sebastian Schärl und Josef Gmach regten zur besseren Begehbarkeit der wasserdurchlässigen Pflasterstrecke beim Friedhof den Einbau eines durchgehenden Mittelstreifens an. Über das Ergebnis wird der Rat in einer nachgelagerten Sitzung nochmals diskutieren.

Auf Anfrage von Marktgemeinderat Sebastian Schärl informierte Bürgermeister Florian Junkes, dass zum geplanten Bau einer Wohnanlage am Kirchberg in Allersburg ein Vor-Ort-Termin mit dem Landesamt für Denkmalpflege stattgefunden hat. Ergebnisse liegen aber noch nicht vor.

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