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Jubiläum

Ein Kunstwerk mit Symbolcharakter

In Amberg gibt es erneut Infofahrten durch den Stiftungswald. Die Teilnehmer werden von einem besonderen Denkmal begrüßt.

Carving-Schnitzer Karl-Heinz Stoiber, Pascal Kölbl und Martin Seits vom Forstamt der Stadt Amberg, 3. Bürgermeisterin Brigitte Netta sowie Reiner Busch vom Forstamt der Stadt Amberg und Stadtkämmerer Franz Mertel (von links) stellten gemeinsam die neue Skulptur vor, die auf das 700-jährige Bestehen der Bürgerspitalstiftung hinweist. Foto: Schwab, Stadt Amberg
Carving-Schnitzer Karl-Heinz Stoiber, Pascal Kölbl und Martin Seits vom Forstamt der Stadt Amberg, 3. Bürgermeisterin Brigitte Netta sowie Reiner Busch vom Forstamt der Stadt Amberg und Stadtkämmerer Franz Mertel (von links) stellten gemeinsam die neue Skulptur vor, die auf das 700-jährige Bestehen der Bürgerspitalstiftung hinweist. Foto: Schwab, Stadt Amberg

Amberg.„700 Jahre Bürgerspitalstiftung Amberg“ – unter dieser Überschrift wurde das diesjährige Jubiläum einer der ältesten Stiftungen Deutschlands bereits mehrfach gewürdigt. Eine Tatsache blieb in diesem Zusammenhang bislang jedoch noch unerwähnt: der umfangreiche Stiftungswald, der sich bis zum heutigen Tage erhalten hat und durch die Stadt Amberg, genauer: durch das städtische Forstamt, verwaltet und bewirtschaftet wird, teilt die Stadt mit.

Interessantes zur Bewirtschaftung

Wer über die Geschichte dieser Liegenschaft mehr erfahren möchte, die durch Schenkungen kontinuierlich erweitert wurde, hat in der kommenden Woche nochmals die Gelegenheit dazu. Am Freitag und Samstag, 15. und 16. September, lädt Forstamtsleiter Martin Seits zu einer Informationsfahrt durch den Stiftungswald ein.

Mit dem Kleinbus geht es dabei vom Parkplatz am Hockermühlbad mitten hinein in das im Naturpark Hirschwald gelegene Gebiet. Im Rahmen der Tour, bei der verschiedene Stationen angesteuert werden, können die Teilnehmer Interessantes und Wissenswertes über den Stiftungswald und die Waldbewirtschaftung erfahren.

Begrüßt werden die Mitfahrenden von einem neuen Denkmal, das derzeit an einer Wegekreuzung im Stiftungswald aufgestellt ist. Die mit der Kettensäge aus einer Baumkrone herausgeschnitzte große Skulptur verweist den Wanderer darauf, dass er sich im Wald der 700 Jahre alten Bürgerspitalstiftung befindet. Es handelt sich dabei um ein Werk des Carving-Schnitzers Karl-Heinz Stoiber, der sich intensiv mit dem Stiftungsthema auseinandergesetzt und viele Stunden in diese Arbeit investiert hat. Dies, erläutert Stoiber, sei ihm deshalb möglich, weil es so gute Menschen gebe wie die Bäuerin aus Steiningloh, „die mir ihren früheren Kuhstall kostenlos zur Verfügung gestellt hat“.

Das Schnitzwerk, das nochmals um ein bis zwei Ruhebänke ergänzt wird und nach den Exkursionen an anderer, stärker frequentierter Stelle seinen endgültigen Standort erhält, soll nach Aussage von Stadtförster Martin Seits auch als Dank an die Bürgerspitalstiftung und die Stadträte der Stadt Amberg verstanden werden – „dafür, dass man uns den Wald anvertraut hat“. Im Gegenzug lege man freilich größten Wert auf eine nachhaltige Bewirtschaftung des Waldes, der in unserer Gesellschaft einen immer höheren Stellenwert einnimmt.

Viel Liebe zum Detail

Auch Bürgermeisterin Brigitte Netta nahm an der Vorstellung des ihrer Ansicht nach mit viel Liebe zum Detail gestalteten „Rundumkunstwerks“ teil, das von den Anwesenden, unter ihnen auch Stadtkämmerer Franz Mertel, Revierleiter Pascal Kölbl und Reiner Busch vom städtischen Forstamt, so getauft worden war, weil es auf allen seinen Seiten die Besonderheiten des Waldes aufzeigt.

Das ist das Siegel der Bürgerspitalstiftung Amberg, die 2017 ihr 700-jähriges Bestehen mit verschiedensten Aktionen und Veranstaltungen feiert. Foto: Stadt Amberg
Das ist das Siegel der Bürgerspitalstiftung Amberg, die 2017 ihr 700-jähriges Bestehen mit verschiedensten Aktionen und Veranstaltungen feiert. Foto: Stadt Amberg

Sind es in der farbig gestalteten Frontansicht vor allem die Wappen von Spital und Stadt Amberg sowie der Hinweis auf das Jubiläum „700 Jahre Bürgerspital“, lebt die naturbelassene Rückseite von den in das Holz geschnitzten Wildtieren und zwei „Waldgeistern“. Die Skulptur wurde abschließend mit Wachs eingelassen und ist damit auch in Zukunft vor Wind und Wetter geschützt.

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Zwei Exkursionen

  • Termine:

    Die Exkursionen in den Stiftungswald finden statt am Freitag, 15. September, und Samstag, 16. September. Abfahrt ist vom Parkplatz Hockermühlbad am Freitag um 17 Uhr, am Samstag um 10 Uhr. Die Exkursionen, die in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Amberg durchgeführt werden (Programmheft Seite 39), dauern rund zweieinhalb Stunden.

  • Beitrag:

    Die zehn Euro Teilnehmerbeitrag, die dafür erhoben werden, sind direkt bei Fahrtbeginn zu bezahlen.

  • Anmeldung:

    Das Stadtforstamt bittet um Anmeldung unter der E-Mail-Adresse forstamt@amberg.de, nimmt Vormerkungen aber auch telefonisch unter (0 96 21) 32 09 06 oder bei einem persönlichen Besuch im Forstamt auf dem Mariahilfberg entgegen.

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