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Ausflug

Elvis Presley zieht noch immer

Die Reservisten aus der Kreisgruppe Oberpfalz Mitte besuchten in Grafenwöhr nicht nur den Truppenübungsplatz.
von Paul Böhm

Großer Andrang: Mit zwei Bussen waren die Reservisten aus der Kreisgruppe Oberpfalz Mitte zum Truppenübungsplatz Grafenwöhr unterwegs. Foto: Paul Böhm
Großer Andrang: Mit zwei Bussen waren die Reservisten aus der Kreisgruppe Oberpfalz Mitte zum Truppenübungsplatz Grafenwöhr unterwegs. Foto: Paul Böhm

Amberg.Der Truppenübungsplatz Grafenwöhr ist immer eine Reise wert. Für die Reservisten aus der mittleren Oberpfalz war dies Grund genug für eine Exkursion zum und durch das militärische Sperrgebiet.

Organisiert hatte die Fahrt der stellvertretende Kreisvorsitzende Gerhard Lindthaler von den Freihunger Reservisten für die gesamte Kreisgruppe Oberpfalz Mitte.

Mit zwei Bussen und etwa 100 Exkursionsteilnehmern stattete man zuerst dem Kultur- und Militärmuseum in Grafenwöhr einen Besuch ab, um sich über die Entstehungsgeschichte der militärischen Einrichtung zu informieren.

Besuch bei der US-Paten-Einheit

„Da hat natürlich die Elvis Presley- Ecke einen ganz besonderen Stellenwert eingenommen, weil viele der Teilnehmer in der Zeit groß geworden sind, als die Hits von Elvis in den Charts rauf und runter gespielt worden sind“, sagte Gerhard Lindthaler aus Freihung.

Im Camp Normandie nutzte man anschließend die Gelegenheit zu einem Besuch der US-amerikanischen Pateneinheit der Freihunger Reservisten, nämlich der sogenannten 702nd EOD (Sprengstoff- und Kampfmittelbeseitigungskompanie), um deren neue Militärfahrzeuggeneration zu bestaunen.

Eindruck gemacht hat bei den Reservisten sowohl der gute alte Humvee als auch dessen Nachfolgemodell, der Oshkosh JLTV (joint light tactical vehicle), der mittlerweile auch schon im Straßenverkehr bei uns zu sehen ist. Bestaunt wurde außerdem ein spezielles Einsatzfahrzeug, das die amerikanische Armee zur Sprengmittelbeseitigung samt einem mitgeführten Roboter einsetzen kann.

Auf dem Netzaberg besichtigten die Reservisten schließlich die amerikanische Wohnsiedlung. Nach dem Mittagessen in der dortigen Küche mit landestypischen Spezialitäten zum Probieren, nutze man die Fahrt durch das Übungsgelände zum Schwarzen Berg. Dort wartete der Bleidorn-Turm und man hatte außerdem einen herrlichen Blick ins Zielgebiet der großen US-Schießbahnen.

Natürlich begutachtete die Reisegruppe auch das berühmte Elvis-Autogramm auf der Rückseite des Turmes, das der amerikanische Megastar einst während seiner Soldatenzeit in Grafenwöhr dort eingeritzt hatte.

Die Kirchenruine der abgesiedelten Ortschaft Hopfenohe wurde besichtigt und die Teilnehmer der Tagesfahrt erfuhren vor Ort allerhand Wissenswertes über den Verlauf der europäischen Wasserscheide in diesem hügeligen Gebiet.

Hubschrauber schoss Raketen

Auf der größten Range, der Schießbahn 301, konnte man aus geringer Entfernung einem Kampfhubschrauber beim Abschuss von Raketen samt einigen Salven aus der Bordkanone zuschauen.

Über das Tor Tanzfleck verließ die Gruppe den Übungsplatz schließlich wieder, um auf der Blockhütte bei Massenricht abschließend noch die Geselligkeit beim Abendessen zu pflegen, ehe sich die Reservisten nach einem rundum gelungenen Ausflug wieder auf den Heimweg machten.

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