MyMz
Anzeige

Fasching

64 Wagen zogen durch rappelvolles Amberg

Der Ostbayerische Faschingszug in Amberg wurde von Falschparkern aufgehalten: Nicht nur bei der Bahn haben Züge Verspätung.
Von Andy Brückmann

Die Jalapenos auf den ersten Metern über den Amberger Marktplatz. Foto: Andreas Brückmann
Die Jalapenos auf den ersten Metern über den Amberger Marktplatz. Foto: Andreas Brückmann

Amberg.Pünktlich um 13.30 Uhr hatten sich alle 64 teilnehmenden Wagen, Gruppen und somit alle Teilnehmer des diesjährigen Ostbayerischen Faschingszugs in Amberg eingefunden und warteten auf den Start. Der verzögerte sich um gut 25 Minuten. Ein Falschparker am Malteserplatz sorgte dafür, dass sich nicht der Zug der Deutschen Bahn verspätete, sondern der Ostbayerische Faschingszug durch die Vilsstadt.

Süßes fürs Volk Foto: Brückmann
Süßes fürs Volk Foto: Brückmann

Mit Hilfe der Feuerwehr und eines Abschleppunternehmens wurde das „Hindernis“ beseitigt, Stadtbrandrat Bernhard Strobl konnte somit Daumen hoch für den Start geben. Die voranziehenden Jalapenos unterhielten in der unvorhergesehenen Wartezeit mit diversen Trommeleinlagen, und sorgten zumindest bei den ersten wartenden Besuchern für beschwingte Stimmung.

Die Straßen waren von Beginn an rappelvoll

Wie viele Besucher zum diesjährigen Ostbayerischen Faschingszug nach Amberg kamen, lässt sich auf den ersten Blick schwer beurteilen. Fakt war jedoch, dass die Straßen von Beginn an der OTH bis zum Ende in der Bahnhofstraße rappelvoll waren. Passend war auch das Wetter, das viele Gäste auf die Straße gelockt hatte, um die zahlreichen Wagen zu bestaunen. Diverse Mottowagen reihten sich aneinander, gepaart mit zahlreichen Fußgruppen und Einlagentänzern.

Ostbayerischer Faschingszug in Amberg

Vorne Weg führte die Narrhalla Rot-Gelb Amberg um Präsidenten Jürgen Mühl auf ihrem Wagen mit einem stets lauten „Amberg, OHO!“. Gefolgt von König Rupprecht und den Stadtpfeifern, die seinen Auftritt im standesgemäß alten Goggomobil musikalisch umrahmten.

Da jubelt Ambergs OB Michael Cerny zusammen mit seinen fleißigen Bienen. Foto: Andreas Brückmann
Da jubelt Ambergs OB Michael Cerny zusammen mit seinen fleißigen Bienen. Foto: Andreas Brückmann

Natürlich gab sich die Stadt Amberg selbst keine Blöße und war auf dem vom Amberger Künstler Marcus Treppesch gestalteten Wagen unterwegs. Oberbürgermeister Michael Cerny machte lange ein Geheimnis daraus, mit welchem Kostüm er in diesem Jahr durch Amberg ziehen würde. In diesem Jahr war er zusammen mit seinen Stellvertretern Martin Preuß und Brigitte Netta in ein Imkerkostüm geschlüpft, umwuselt von vielen fleißigen Bienen, die die Süßigkeiten unters Volk brachten.

Einer der Höhepunkte des Zugs war der Wagen Nummer 31. Die Amberger Band Special Guest leistete sich einen Parallelauftritt wie die Toten Hosen beim Faschingszug in Düsseldorf. Die Amberger gaben ihr Livekonzert während des ganzen Zugs quer durch die Altstadt.

Barbiepuppen oder Dieselfahrverbot: Die Wagen waren originell

Burgritter Burglengenfeld: Denis I und Marion III. Mit vielen Orden behängt stehen die beiden bereit zum Faschingszug durch Amberg. Foto: Brückmann
Burgritter Burglengenfeld: Denis I und Marion III. Mit vielen Orden behängt stehen die beiden bereit zum Faschingszug durch Amberg. Foto: Brückmann

Aber auch viele andere hatten bei der Gestaltung ihrer Wagen ihren Ideen freien Lauf gelassen. Groko und Dieselfahrverbot waren ein Thema, anderenorts sprangen lebensechte Barbiepuppen aus ihren Schachteln oder beeindruckten damit, mit der installierten Lautsprecheranlage ihres Wagens die des vorherziehenden lautstärketechnisch zu übertrumpfen. Im Großen und Ganzen war es aber das erwartete farbenfrohe und stimmungsvolle Spektakel, auf das sich alle gefreut hatten.

Dabei hatten manche bereits im Vorfeld per Facebook geäußert, der diesjährige Faschingszug in Amberg sei von der Strecke her doch sehr kurz angesetzt. Diesem konnte man jetzt die Erfahrungswerte entgegenhalten. Trotz der anfänglichen Verspätung dauerte es vom Startpunkt an über zwei Stunden, bis der letzte Wagen sich an den ersten Gästen vorbeigeschoben hatte und daraufhin ja noch gut noch eine eineinhalbstündige Fahrt quer durch die Amberger Innenstadt vor sich hatte.

Von der ausrichtenden Narrhalla Rot-Gelb Amberg gab es vom Prinzenpaar Maria I und Daniel I Daumen hoch für Amberg. Foto: Brückmann
Von der ausrichtenden Narrhalla Rot-Gelb Amberg gab es vom Prinzenpaar Maria I und Daniel I Daumen hoch für Amberg. Foto: Brückmann

Gegen 17 Uhr dürften dann auch die Kümmersbrucker Einkaufstüten, die als letzte Gruppe auf dem Weg waren, im Ziel an der Bahnhofstraße angekommen sein und anschließend noch gut zwei Stunden Zeit gehabt haben, gemeinsam mit vielen anderen am Amberger Marktplatz zu feiern. Dort lief die abschließende Party noch bis 19 Uhr – genau dort, wo am kommenden Donnerstag schon die nächste Party steigt. Dann ist wieder Hexennacht in Amberg; die aber dauert dann bis 23 Uhr.

Alles rund um den Fasching in Amberg lesen Sie hier.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht