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Fasching

Kasperln sorgten für ganz viel Spaß

13 Damen des Faschingskomitees tanzten in Schmidmühlen am Unsinnigen Donnerstag mit Kindern und jagten Krawatten.
Von Hans Babl

„Wir fahren mit dem Bob“ hieß es in der Erasmus-Grasser-Grundschule – und da hatten alle ihren Spaß. Foto: Hans Babl
„Wir fahren mit dem Bob“ hieß es in der Erasmus-Grasser-Grundschule – und da hatten alle ihren Spaß. Foto: Hans Babl

Schmidmühlen.Bunte Farbtupfer sah man am Unsinnigen Donnerstag allerorten in Schmidmühlen, Frauen mit wilden roten oder gar regenbogenfarbenen Haaren, mit fröhlich gemusterten weiten Hosen und Hemden – und mit großen roten Mündern in den lachenden Gesichtern. Die Schmidmühlener Kasperln des Faschingskomitees waren wieder unterwegs. Sie feiern in dieser fünften Jahreszeit zugleich ein Jubiläum: Seit 30 Jahren feiern sie am Unsinnigen Donnerstag im Markt und machen Jagd auf die „Zeichen der Männlichkeit“, die Krawatten oder Schlipse.

13 Frauen waren es in diesem Jahr, die ab 8.30 Uhr, als Kasperl, Clowns oder Harlekin verkleidet, kreischend loszogen. Simone Fleischmann gab als „Oberkasperl“ die Richtung vor. Wie jedes Jahr besuchten sie zuerst die Mädchen und Buben im Kindergarten St. Georg und der Kinderkrippe. Die Kinder warteten schon sehnsüchtig auf die fröhliche Schar.

Kindergarde tritt auf

Thema des Kindergartens ist in diesem Jahr „Im Zauberwald“. Die bunt maskierten Kinder und die Kasperln tanzten und sangen gemeinsam „Der Zauberer hat Hexenschuss!“ oder „Die Räuber von Toulouse“. Die Kindergartenleiterin Angela Graf bekam den Orden des Faschingskomitees verliehen. Und: Was wäre Fasching ohne Süßigkeiten? Natürlich hatten die Damen Bonbons und andere Leckereien mitgebracht, die sie wie beim Faschingszug unter die fantasievoll maskierte Schar warfen. Auch in der Ganztagsbetreuung „Villa Kunterbunt“ waren die Kasperln gern gesehen. Beim „Fliegerlied“ tanzten alle mit.

Unsinniger Donnerstag in Schmidmühlen

Auch die „Größeren“, die Mädchen und Buben in der Erasmus-Grasser-Grundschule, haben am Donnerstag schon auf die Kasperln gewartet. Statt Deutsch und Mathe gab es ein lustiges Treiben in der Turnhalle. Da hatte auch die Kindergarde des Faschingskomitees samt dem Kinderprinzenpaar Michael I. und Aliya I. mit dem Hofmarschall einen großen Auftritt. Auch Schulleiterin Ursula Braun durfte sich über einen Faschingsorden freuen. Ihr war es wichtig, dass ihre Schule das „aus Tradition mache, nicht als Faschingsgaudi“. Durch die Turnhalle ringelte sich eine bunte Polonaise und auch zu einer lustigen Bobfahrt machten sich die Kinder, Lehrerinnen und die Kasperln auf, bevor sich die Damen mit einem „Bonbonregen“ wieder verabschiedeten.

Keine Chance für den Bürgermeister

Jetzt ging es nämlich an die Krawatten – und zwar im Rathaus im Oberen Schloss. Mit „Schmidmühlen OHO“ stürmte die weibliche Heerschar um „Punkt elf“ das hohe Haus und übernahm schnell das weibliche „Regiment“. Schnurstracks ging es zu Bürgermeister Peter Braun: Er wusste schon, dass er keine Chance hat. Zum 16. Mal machten die Damen des Faschingskomitees kurzen Prozess mit seiner Krawatte. Die Kasperln fackelten nicht lang, zogen die Scheren und gingen forsch ans Werk. Sorgfältig wurden die Trophäen an die Gürtel geheftet.

Bei einem „Gläschen in Ehren“ feierten die Kasperln, der Bürgermeister und Mitarbeiter aus der Verwaltung feucht-fröhlich mit Sekt, Krapfen und Butterbrezen. So gestärkt konnten die 13 fröhlichen Damen auf die Jagd nach weiteren Krawatten gehen.

  • 30 Jahre sind es nun, dass sich am Unsinnigen Donnerstag die Damen vom Faschingskomitee Schmidmühlen aufmachen, um Jagd auf die Krawatten der Männer im Markt zu machen.
  • 13 Kasperln haben sich zum 30. Jubiläum in diesem Jahr aufgemacht, begleitet von schönstem Sonnenschein und milden Temperaturen. Übrigens: Im vergangenen Jahr waren es „nur“ elf. Morgen werden sie dann als Hexen den Markt unsicher machen.
  • 19 Mal musste sich der Schmidmühlener Bürgermeister Peter Braun nun schon der weiblichen Übermacht geschlagen geben und seine Krawatte den Kasperln des Faschingskomitees Schmidmühlen opfern.

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