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Montag, 23. Juli 2018 27° 6

Wirtschaft

Firma pia wächst über Zeitzonen hinweg

Regierungspräsident Bartelt zeigt sich in Amberg beeindruckt – dass Unternehmen Hilfe bekommen, steht für ihn außer Frage.
Von Karin Hegen

  • Michael Bäumler erklärte seine Arbeit; Zweiter von links Regierungspräsident Axel Bartelt, dann OB Michael Cerny, pia-Geschäftsführer Frank Gollwitzer und 2. Bürgermeister und Bezirksrat Martin Preuß. Foto: akh
  • Beim Gang durch die Hallen erklärte der Leiter der Montage, Alexander Pösl, am Beispiel einer Maschine, wie aus Einzelkomponenten vollautomatisch ein Zahnbürstenkopf µ-genau zusammengesetzt wird. Foto: akh
  • Der Leiter der Montage bei pia, Alexander Pösl (links), mit Regierungspräsident Axel Bartelt beim Rundgang Foto: akh
  • Wirtschaft, Politik und die Zeit – von links: Regierungspräsident Axel Bartelt, pia-Geschäftsführer Frank Gollwitzer und Oberbürgermeister Michael Cerny Foto: akh

Amberg.„Mich freut es, dass diese Region nicht nur mit Siemens eine Firma ,Vier Punkt Null‘ vorzuweisen hat“, sagte am Mittwoch Regierungspräsident Axel Bartelt zu Frank Gollwitzer, Geschäftsführer der pia (Preh IMA Automation), nachdem dieser den hohen Gast und eine Abordnung des Rathauses durch die Firma geführt hatte.

Die Runde machte den Anfang im Großraumbüro der Konstruktion. Michael Bäumler erklärte den Zuhörern kurz seine Arbeit am Bildschirm im Programm „Solid Works“. Es ging um die Schallschutzdämmung eines Fördertopfes – und im weiteren Verlauf bekamen alle einen kleinen Einblick in die Arbeitsprozesse im Sondermaschinenbau. Beim Gang durch die Hallen erklärte sodann der Leiter der Montage, Alexander Pösl, am Beispiel einer Maschine, wie aus Einzelkomponenten vollautomatisch ein Zahnbürstenkopf µ-genau zusammengesetzt wird.

Beispiel für praktizierte Globalisierung

Aus dem Amberger Mittelständler IMA, der Montageanlagen entwickelt, wurde ein „wunderschönes Beispiel für praktizierte Globalisierung“, wie Bartelt es nannte. Der Geschäftsführer gab zu, dass der rasante Aufstieg und die Ausweitung der Geschäfte eine enorme Herausforderung darstellen. „Seit drei Jahren werden wir mit Englisch-Lessons sogar beim Mittagessen beglückt,“ merkte er zu den Aufgaben aus gewachsener Internationalität an.

Mit insgesamt vier Niederlassungen – Amberg, Bad Neustadt a. d. Saale, Ningbo in China und Evansville in Indiana, USA – hat man manchmal nicht nur mit den verschiedenen Zeitzonen, sondern eben auch mit sprachlichen beziehungsweise oftmals auch kulturellen Unterschieden zu kämpfen.

„Unser Betriebsleiter stammt aus Frankfurt – und ist hierher gezogen, weil es ihm in unserer Oberpfalz gefällt.“ Frank Gollwitzer, Geschäftsführer

Allerdings steht einem Expansionskurs der Firma dem Vernehmen auch nichts im Wege: Man plant, die Produktionsflächen zu verdoppeln. Insgesamt ist man auch mit den Rahmenbedingungen in unserer Region sehr zufrieden. Nahezu zehn Prozent der örtlichen Belegschaft besteht aus Auszubildenden, die Zusammenarbeit mit der Amberger Hochschule wurde wieder aktiviert, um auch in Zukunft über genügend Fachkräfte zu verfügen. „Unser Betriebsleiter stammt aus Frankfurt – und ist hierher gezogen, weil es ihm in unserer Oberpfalz gefällt.“

30-Megabit-Internetanschluss für alle

Und das war dann auch das Thema in dem anschließenden Gespräch mit dem Vertreter der Regierung. Um schnell wachsenden Unternehmen einen reibungslosen Datenaustausch zu ermöglichen, hat der Freistaat einen vorzeitigen Maßnahmenkatalog gebilligt, mit einer Zuwendung von 500 000 Euro für den Breitbandausbau. Ziel sei es, allen Nutzern einen 30-Megabit-Internetanschluss zu bieten – und wie Axel Bartelt versicherte, liege dies dem Freistaat Bayern besonders am Herzen.

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Mit einer Arbeitslosenquote von 2,9 Prozent ist die Region mit an der Spitze. Der Standort Amberg, fast genau zwischen Regensburg und Nürnberg gelegen, kann dazu eingesetzt werden, die Synergieeffekte zu nutzen.

War im vergangenen Jahr noch vor allem die Flüchtlingsproblematik das Thema, konzentriert man sich nun auf die Zukunft. Ganz herzlich bedankte sich Axel Bartelt bei Oberbürgermeister Michael Cerny und dem Stadtrat für die gute Zusammenarbeit im Rahmen des Zustroms von Flüchtlingen und freute sich bei seinem bereits zweiten Besuch hier in der Stadt, nun auch das Luftmuseum kennenlernen zu dürfen.

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Preh IMA Automation

  • Das Unternehmen

    Maschinenbau, Automotive, Konsumgüter, Elektrotechnik und Medizintechnik. Umsatz 51 Millionen Euro 2016. Mitarbeiter mit Stand 8/2016 306, davon 27 Auszubildende. Produktionsfläche: 10 000 Quadratmeter.

  • Förderung des Freistaats

    In den Jahren 2012 bis 2014 flossen insgesamt 64,7 Millionen Euro für die kreisfreie Stadt Amberg, davon 34 Millionen Euro kommunale Förderung für soziale Zwecke, Schulen und Kinderbetreuung. (akh)

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