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Grossereignis

Amberg schwimmt 24 Stunden – für Kenia

Das 24-Stunden-Schwimmen am 17. und 18. Juli ist ein heißer Anwärter auf einen Rekord im bundesweiten Vergleich.
Von Hans Babl

Schwimmerinnen und Schwimmer jeden Alters und jeder Klasse sind dabei. Foto: Christian Kober, MZ-Archiv
Schwimmerinnen und Schwimmer jeden Alters und jeder Klasse sind dabei. Foto: Christian Kober, MZ-Archiv

Amberg.Alle zwei Jahre findet im Hockermühlbad als sportliches Großereignis ein 24-Stunden-Schwimmen für einen guten Zweck statt. Heuer am 17. und 18. Juli. Dabei geht der Erlös an den Förderverein „Giriama e. V.“ – zum Bau eines Waisenhauses für rund 50 Kinder bei Malinda an der Ostküste Kenias. Der Verein unterstützt die vielfältigen Projekte für Kinder und Frauen in dem afrikanischen Land.

Zum 13. Mal wird in Amberg das Hockermühlbad zur Schwimmarena. Bisher sind 29 009 Teilnehmer 38 065 Kilometer geschwommen. „Das Spektakel mit attraktivem Beiprogramm dürfte bei gutem Wetter wieder ein Hit der sportlichen Veranstaltungen in Amberg werden“, erklärte Norbert Fischer, Vorsitzender des Stadtverbandes für Sport, bei der Pressekonferenz.

Bisher konnten 48 500 Euro an Hilfsorganisationen oder für bedürftige Zwecke überreicht werden. „Die Beträge wurden von bereitwilligen Sponsoren zur Verfügung gestellt. Mit weiteren 4000 Euro wird beim heurigen 24-Stunden-Schwimmen die 50 000-Euro-Grenze überschritten“, berichtete Horst Kreuz von der DLRG Amberg.

Ambergs 2. Bürgermeister Martin Preuß sprach bei der Pressekonferenz in Vertretung von OB Michael Cerny den Organisatoren und Sponsoren den Dank der Stadt aus. Er freut sich, dass mit der Veranstaltung auch der Breitensport gefördert wird und wünschte für die wassersportliche Großveranstaltung „angemessenes Wetter“.

DLRG sorgt für beste Organisation

Die Schirmherrschaft für das sportliche Event hat Oberbürgermeister Michael Cerny übernommen. Veranstalter ist der Stadtverband für Sport. Für die Organisation ist die DLRG Amberg verantwortlich. Die Stadtwerke Amberg als Hauptsponsor übernehmen die Patenschaft für eine Schwimmbahn und stellen das Hockermühlbad mit Personal frei zur Verfügung. Sie sorgen auch für Verpflegung der 120 Helfer und übernehmen den Aufwand fürs Informationsmaterial vor Ort, dazu kommen weitere Sponsoren. Zudem verzichten alle Mitwirkenden des Rahmen-Programms auf ein Entgelt.

Sie freuen sich auf das renommierte Schwimmspektakel und hoffen auf den Rekord; von links: Norbert Fischer (Vorsitzender Stadtverband für Sport), Sportreferent Wolfgang Dersch, 2. Bürgermeister Martin Preuß, Norbert Müller (Vorsitzender Förderverein „Giriama e.V.“), Karoline Gajeck-Scheuck (Stadtwerke Amberg), Helga Powalla (Stadtverband für Sport), Carsten Mäding, Günter Schwarzer (Leiter der Bäderabteilung der Stadtwerke) sowie Horst Kreuz und Hubert Wagemann von der DLRG Amberg. Foto: Babl
Sie freuen sich auf das renommierte Schwimmspektakel und hoffen auf den Rekord; von links: Norbert Fischer (Vorsitzender Stadtverband für Sport), Sportreferent Wolfgang Dersch, 2. Bürgermeister Martin Preuß, Norbert Müller (Vorsitzender Förderverein „Giriama e.V.“), Karoline Gajeck-Scheuck (Stadtwerke Amberg), Helga Powalla (Stadtverband für Sport), Carsten Mäding, Günter Schwarzer (Leiter der Bäderabteilung der Stadtwerke) sowie Horst Kreuz und Hubert Wagemann von der DLRG Amberg. Foto: Babl

Die Idee des 24-Stunden-Schwimmens als Breitensportveranstaltung wurde von der Amberger DLRG geboren und gemeinsam mit dem Stadtverband für Sport und der Schwimmsparte der SG Siemens 1986 einmalig geplant und durchgeführt. Insbesondere die Überlegung, die Schwimmleistungen der Teilnehmer durch Sponsoren zu finanzieren und den Erlös einem „guten Zweck“ zuzuführen erwies sich – neben dem breitensportlichen Charakter mit der Einbindung von Jung und Alt – als äußerst positiv. So hat das Motto „Amberg schwimmt für…“ bis heute viele gute „Zwecke“ erfüllt und Vereine finanziell unterstützt.

Drei rekordverdächtige Highlights sind nun ganz nahe: „Wir wollen den 30 000. Schwimmer begrüßen. Es fehlen da nur noch 991 Teilnehmer. Wir wollen einmal die Erde am Äquatorumfang umrunden. Dazu müssen die Schwimmer noch 2010 Kilometer zurücklegen. Wir werden den Gesamtbetrag von über 50 000 Euro erreichen. Die Sponsoren haben bereits zugesagt. Herzlichen Dank an sie“, gab Horst Kreuz von DLRG Amberg als Ziel vor.

Nach den großen Erfolgen seit 1986 mit neun Bundessiegen sowie zweiten und dritten Plätzen erwarten die Veranstalter bei schönem Wetter gut 3000 Schwimmer, die dann eine Gesamtstrecke von in etwa 4000 Kilometern schaffen könnten. Die Bestmarke 1986 in Amberg – mit 4004 Schwimmern und fast 5000 Kilometern – wurde bislang bundesweit nicht übertroffen.

Rahmenprogramm

  • Attraktiv

    Ein attraktives Rahmenprogramm, das der Stadtverband für Sport erstellt hat, regt zum Mitmachen an und sorgt für Action bei „Amberg schwimmt 24 Stunden für Giriama e.V. Direkthilfe für Kenia“. So gibt es einen „Arschbomben“-Sprungwettbewerb, Schnuppertauchen für Kinder ab zehn Jahre durch den Tauchclub Oberpfalz, „Aqua-Zumba“ und „Hip Hop“ sowie Kindertanz mit der Tanzschule Schwandner.

  • Schwungvoll

    Am Nachmittag betreut die DLRG die Wasser-Krake und die Wasserwacht das Wasser-Laufband. Weitere Attraktionen sind „Boogie-Woogie“ und „Rock’n’Roll“ des RRBWC Quick Feet, eine ZUMBA-Party der Tanzschule Schwandner, das Nachttauchen für Erwachsene mit dem Tauchclub Oberpfalz sowie Unterwasseraufnahmen der DLRG-Jugend Amberg. (abl)

Also: Werden die Amberger vielleicht diesmal doch wieder eine Rekordmarke erreichen? Amberg tritt als angemeldeter Veranstalter beim Deutschen Schwimmverband Arena gegen viele Städte bundesweit in den Wettbewerb.

Rund 120 Helfer werden zur Bewältigung aller Aufgaben rund um die Uhr aktiv sein. Für die Gesamtabwicklung des Schwimmens ist die DLRG verantwortlich. Sie sorgt für die Ausgabe von Startkarten, Datenerfassung, Urkundenausstellung, die statistische Auswertung sowie auch noch den Wassersicherungs- und Sanitätsdienst.

21 Stunden lang, ab Freitag um 12.00 Uhr, werden an allen Schwimmbahnen die geschwommenen Meter auf den Startkarten erfasst. Diese Aufgaben übernehmen DLRG, Stadtverband für Sport, die SGS-Sparte Triathlon, TV-Schwimmsparte, Jugendgruppe der Freiwilligen Feuerwehr Amberg und die Wasserwacht Amberg. Das THW sorgt mit einer Lichtgiraffe für ein unbeschwertes Nachtschwimmen. Auch nachts gibt es kulinarische Genüsse im Hockermühlbad-Restaurant.

Leistungen anderer Städte im Blick

Den großen Schwimmmarathon im Amberger Hockermühlbad eröffnen am Freitag, 17. Juli, um 9.00 Uhr Vertreter der Sponsoren, der Stadt Amberg und der DLRG. Danach schwimmen bis um 12.00 Uhr die Schüler verschiedener Schulen in Amberg und auch im Landkreis Amberg-Sulzbach. Anschließend wird das Schwimmen für die Öffentlichkeit freigegeben.

Zu jeder vollen Stunde werden sodann der aktuelle Leistungsstand, die Teilnehmerzahl und die geschwommenen Meter auf Tafeln und per Lautsprecherdurchsage bekanntgegeben. Zudem werden die Leistungen anderer Städte im Vergleich mit dem aktuellen Amberger Stand veröffentlicht. Die Siegerehrung und die Übergabe der Spende finden am 24. Juli ab 15.00 Uhr im kleinen Rathaussaal statt.

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