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Im Ehrenamt den Islam besser verstehen

Ein dreifaches Seminar-Angebot soll in der Region Amberg und Amberg-Sulzbach einen starken Beitrag zur Klärung leisten.

Halbmond auf dem Minarett einer Moschee in Deutschland. Foto: Boris Roessler, dpa
Halbmond auf dem Minarett einer Moschee in Deutschland. Foto: Boris Roessler, dpa

Amberg.Die meisten der bei uns in Deutschland lebenden Flüchtlinge aus dem vorderen Orient und auch aus Afrika sind Muslime. Nicht alle praktizieren ihren Glauben, sind aber doch auch kulturell von ihm geprägt. Das erfordert Einfühlsamkeit im Umgang mit diesen Menschen – und es verhindert unter Umständen fatale Missverständnisse. Ein Seminar-Angebot Religion will nun einen starken Beitrag zur Klärung leisten. Ein kompetenter Referent führt in grundlegende Fragen ein, gibt Orientierung. Das Evangelische Bildungswerk, die Katholische Erwachsenenbildung, die Volkshochschule des Landkreises Amberg-Sulzbach, „Amberg hilft Menschen“ und „Sulzbach-Rosenberg hilft Menschen“ arbeiten für diesen Zweck zusammen.

Trennt uns Religion voneinander?

In Deutschland leben inzwischen mehr als vier Millionen Muslime unterschiedlichster Herkunftsländer, türkischstämmige Migrant/innen stellen den weitaus größten Anteil. Wir sind seit vielen Jahren Nachbarn, und wir beginnen, uns zu fragen, ob die Religion uns etwa trennt. Was sind „Sunniten“ und „Schiiten“, wer ist ein „Salafist“, oder, wie lebt ein „Sufi“ seinen Glauben? Wie verändern muslimische Flüchtlinge aus dem Nahen und Mittleren Osten das Spektrum der muslimischen Ökumene, und was bedeutet dies für die Situation hier in Deutschland? Was ist beim Umgang mit muslimischen Flüchtlingen zu beachten?

Das Seminar zielt darauf ab, ehrenamtliche Helfer, die mit Flüchtlingen arbeiten, in einige Grundzüge des Islam einzuführen, um dann auf diesem Hintergrund in mancher Beziehung die Menschen besser zu verstehen, mit denen sie arbeiten. Es versteht sich von selbst, dass das Seminar auch auf Fragen eingeht, die die Teilnehmenden mitbringen. Die Veranstaltung ist auch offen für andere Interessierte.

Die Seminarreihe versteht sich im Übrigen auch als Beitrag zu den „Internationalen Wochen gegen Rassismus“ (13. bis 26. März). Als Referent/innen stehen zur Verfügung: Susanne Odin, Islamwissenschaftlerin in München, Pfarrer Dr. Rainer Oechslen, der Islambeauftragte der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern, München. Das Seminar wird demnach mehrfach angeboten, und um rechtzeitige Anmeldung wird dringend gebeten.

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Termine und Informationen

Donnerstag, 16. März, 18.30 bis 21.30 Uhr, in Auerbach im Evangelisch-Lutherischen Gemeindehaus, Bahnhofstraße 14, Auerbach. Anmeldung bis spätestens Freitag, 10. März 2017, im Evangelisch-Lutherischen Pfarramt, Mail an pfarramt.auerbach@elkb.de, Tel. (0 96 43) 13 19.

Freitag, 17. März, 14.00 bis 17.00 Uhr in Sulzbach-Rosenberg im Evangelisch-Lutherischen Gemeindezentrum Christuskirche, Pfarrgasse 5, Sulzbach-Rosenberg. Anmeldung bis Freitag, 10. März, bei Pfarrer . Dr. Reinhard Böttcher, Mail an boettcher.ev.dek.su-ro@gmx.de, Tel. (0 96 21) 91 56 14.

Freitag, 17. März, 18.30 bis 21.30 Uhr, in Amberg im Evangelisch-Lutherischen Gemeindehaus Auferstehungskirche, Dollackerstraße 27 (Stadtteil Ammersricht), Amberg. Anmeldung bis Freitag, 10. März, bei Pfarrer Dr. Reinhard Böttcher, Mail an boettcher.ev.dek.su-ro@gmx.de, Tel. (0 96 21) 91 56 14.

Veranstalter: Evangelisches Bildungswerk (EBW) in Amberg, Katholische Erwachsenenbildung (KEB) Amberg-Sulzbach, die Volkshochschule (VHS) des Landkreises Amberg-Sulzbach, „Amberg hilft Menschen“ und „Sulzbach-Rosenberg hilft Menschen“. Der Eintritt ist jeweils frei.

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