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Aktion

THW Amberg stellt wichtiges Ehrenamt vor

Das THW Amberg zeigte seine Geräte und Techniken. Besonderes Highlight waren die Einsatzvorführungen.
Von Gerd Spies

Der Einsatz des THW bei einem Verkehrsunfall mit Spezialkräften wurde den Zuschauern vorgeführt. Foto : Gerd Spies
Der Einsatz des THW bei einem Verkehrsunfall mit Spezialkräften wurde den Zuschauern vorgeführt. Foto : Gerd Spies

Amberg.Das THW in Amberg öffnete an diesem Sonntag wieder seine Tore. Es hatte zum traditionellen Sommerfest auf das Gelände an der Drahthammerkreuzung eingeladen. Nicht nur für die Kleinen gab es dabei allerhand zu bestaunen.

Ein neues Einsatzgerät ergänzt seit diesem Wochenende den Gerätebestand des Technischen Hilfswerks in Amberg. Diakon Peter Bublitz und Pfarrer Joachim von Kölichen segneten das Fahrzeug, das für die Sperrung und Absicherung von Fahrspuren, zum Beispiel bei Unfällen, benötigt wird. Ambergs Oberbürgermeister Michael Cerny und sein Stellvertreter Martin Preuß ließen es sich nicht nehmen, bei der kurzen kirchlichen Feier dabei zu sein. Die Anschaffungskosten von rund 25000 Euro trug der Förderverein durch Spenden zusammen.

Der neue Verkehrssicherheits-Anhänger erhielt den kirchlichen Segen. Foto: Spies
Der neue Verkehrssicherheits-Anhänger erhielt den kirchlichen Segen. Foto: Spies

Das Wetter passte an diesem Sonntagnachmittag. Deswegen war das THW-Gelände neben der Vils gut besucht. Besonders für Kinder gab es wieder allerhand zu bestaunen und auszuprobieren. Von der Hüpfburg über XXL-Spiele, Kinderschminken bis hin zu einer Bootsfahrt auf der Vils war alles dabei, was das Kinderherz höher schlagen lässt. Natürlich fand auch die Fahrzeug- und Technikschau wieder reges Interesse bei Groß und Klein. Ebenso die Ausstellung zum Thema Notversorgung bei Stromausfall.

Das Highlight stellten die vier Einsatzvorführungen dar. Im Stundentakt demonstrierten Einsatzkräfte des THW das volle Programm von Helfern bei einem Unfall. Als Szenario wurde nachgestellt, dass ein PKW einen Verkehrsunfall verursacht habe, indem er in ein Wohnhaus fuhr. Das Gebäude drohte einszustürzen, wodurch zunächst die Hausmauern abgestützt werden mussten. Anschließend erfolgte die Suche nach vermissten Personen im Haus durch Einsatzkräfte mit Atemschutzgeräten. Schließlich wurde noch die Stromeinspeisung des Gebäudes mit Hilfe eines Notstromaggregats durch Spezialkräfte des THW vorgeführt.

THW Amberg

  • Neues Einsatzgerät:

    In Anwesenheit von Oberbürgermeister Michael Cerny und Bürgermeister Martin Preuß erhielt ein neues Einsatzgerät, ein Verkehrssicherheits-Anhänger, den kirchlichen Segen.

  • Bufdi:

    Der Bundesfreiwilligendienst kann sowohl beim THW-Ortsverband Amberg, als auch bei der übergeordneten Regionalstelle Schwandorf absolviert werden. Eine Altersgrenze nach oben gibt es nicht. Der Dienst kann auch in Teilzeit mit mindestens 20 Stunden pro Woche durchgeführt werden.

Das Sommerfest nutzte der THW auch, um die Besucher mit „Bufdi“, dem Bundesfreiwilligendienst im THW, bekanntzumachen. Marco Maier aus Ensdorf, ehemaliger „Bufdi“ an der THW-Regionalstelle in Schwandorf, gab am Info-Stand des THW Auskunft über seine Erfahrungen. Ein Jahr arbeitete der Abiturient nach seiner Schulzeit als Mini-Jobber beim THW. „Ich wollte nach meinem Abitur nicht gleich studieren, sondern zuerst was anderes machen“, erklärte Marco. Da passte ihm die Grundausbildung beim THW im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes sehr gut, denn hier konnte er viele Erfahrungen, besonders im technischen Bereich, sammeln. „Besonders Jungs, die technisch interessiert sind, kann ich das nur empfehlen“, erklärte der THW-Helfer.

Als Bundesfreiwilligendienstleistender arbeitet man eng mit den hauptamtlichen Helfern des THW in der Regionalstelle oder in der zentralen Verwaltung zusammen. Dadurch sammele man viel Erfahrung, die man eventuell auch in einem Studium oder einem späteren Beruf nutzen könne, betonte Maier. Jeder, unabhängig vom Alter und Schulabschluss, könne beim Freiwilligendienst mitmachen.

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