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Bildung

Veränderung geht alle an

Statt Unterricht wurde am Max-Reger-Gymnasium Amberg mit hochrangigen Politikern über den Klimaschutz diskutiert.
Von Gerd Spies

  • Das Max-Reger-Gymnasium hatte Politiker aus fünf Parteien zu einer Podiumsdiskussion über Klimaschutz eingeladen. Foto: Gerd Spies
  • Lukas Plößl, ein souveräner Diskussionsleiter. Foto: Gerd Spies

Amberg.Unterricht einmal ganz anders, und dazu noch sehr informativ! Die Vertreter auf dem Podium waren sich einig, dass diese Veranstaltung sehr gelungen war. Es war die Initiative von Schülern des Max-Reger-Gymnasiums, Politiker nicht nur aus Kommunal- und Bundespolitik zu einer Podiumsdiskussion über Klimaschutz an die Schule zu holen.

Allen voran Lukas Plößl, der souverän als Moderator fungierte, und seine Geographie-Lehrerin Veronika Frenzel zeichneten für das Projekt verantwortlich. Der Zehntklässler engagiert sich nicht nur für die Schülerzeitung des MRG, sondern auch für die Fridays For Future-Bewegung in Amberg. Ein Highlight für die Organisatoren war gleich zu Beginn, als ein Video-Grußwort des ehemaligen Bundespräsidenten Joachim Gauck an die Veranstalter eingespielt wurde.

Veronika Frenzel, die Fachbetreuerin für Geographie am MRG, zeichnete als Lehrerin für dieses Projekt einer Umweltwoche an der Schule verantwortlich. Jetzt zum Schuljahresende bot es sich an, dieses Vorhaben in die Tat umzusetzen. „Ich hatte schon länger den Gedanken einer Umweltwoche an unserer Schule, um die letzten Tage des Schuljahrs sinnvoll zu füllen“, erklärte die Lehrerin. Die Klassen 5 bis 10 befassten sich mit einem bestimmten Thema, hörten dazu Experten und besuchten bestimmte Veranstaltungen.

Fünf Parteien am Tisch

Als Vertreter der verschiedenen Parteien saßen mit Marianne Schieder (SPD) aus Schwandorf und Stefan Schmidt aus Regensburg und mit zwei Bundestagsabgeordneten von den Grünen ausnahmslos namhafte Politiker auf dem Podium. Für die CSU musste der stellvertretende Kreisvorsitzende Dr. Matthias Schöberl Rede und Antwort stehen, MdL DR. Harald Schwartz hatte aus terminlichen Gründen abgesagt. Außerdem saßen der Landesvorsitzende der ÖDP Klaus Mrasek, zugleich auch Amberger Stadtrat, sowie Albert Geitner, Kreisvorsitzender der Freien Wähler mit am Tisch. Bewusst verzichteten die Organisatoren auf Vertreter der AfD und der Linken.

Große Neuigkeiten erfuhren die Schüler der Unter- und Mittelschule allerdings nicht von den Politikern. Man kannte die Argumente aus verschiedenen Veranstaltungen der letzten Monate. Am Ende stellten die Podiumsteilnehmer dann auch fest, dass sie mit ihren Standpunkten gar nicht so weit auseinanderliegen. Die Notwendigkeit, dass etwas für den Klimaschutz, mehr als in der Vergangenheit, getan werden muss, zweifelte keiner der Redner an. Lediglich bei der Frage, wie diese Ziele zu erreichen seien, gingen die Meinungen auseinander.

Viel Kritik an CDU/CSU

Die Regierungsparteien standen im Wesentlichen bei den Diskussionsteilnehmern am Pranger. „Ich sehe, dass in Berlin die CDU/CSU die Klimaschutzpolitik blockiert“, schob die SPD-Bundestagsabgeordnete Marianne Schieder den schwarzen Peter auf den Koalitionspartner. „Wir Menschen reagieren halt nur auf Druck“, räumte Schöberl ein. Für seine Partei sei es wichtig, die Leute mitzunehmen auf dem Weg.

Genau die Politik seiner ÖDP sieht Klaus Mrasek derzeit als Maßnahmenpaket gegen den Klimawandel an. „Das sensibelste Sinnesorgan ist der Geldbeutel“, erklärte Mrasek. „Die politischen Rahmenbedingungen müssen so verändert werden, dass man bei ökologischem Verhalten nicht mehr draufzahlt!“ Für Albert Geitner (FW), Gemeinderat in Ursensollen, ist jeder Einzelne in der Verantwortung. „Wir müssen bei uns selbst anfangen, Veränderungen hinzunehmen“, forderte er und meinte auch die junge Generation.

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Klimawoche am MRG

  • Vortrag:

    Die gestrige Veranstaltung in der Aula hatte mit einem Vortrag von Dr. Alexander Herzner (OTH Amberg-Weiden) zum Thema Klimawandel, Nachhaltigkeit, Plastikprobleme begonnen.

  • Themenschwerpunkte:

    Die fünften Klassen hatten Landwirtschaft, die sechsten Klassen Energie, die achten Fair-Trade-Handel, die zehnten das Thema Mobilität als Schwerpunkt.

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