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Wissenschaft

Wichtige Forschung für die Energiewende

Der Freistaat engagiert sich weiter für das Kompetenzzentrum Kraft-Wärme-Kopplung in Amberg, versichern zwei Staatssekretäre.
Von Hans Babl

  • Professor Dr. Markus Brautsch (links), Raphael Lechner und OTH-Präsidentin Prof. Dr. Andrea Klug (von rechts) informierten die Staatssekretäre Bernhard Sibler (Zweiter von links) und Albert Füracker (Dritter von links) über das Kompetenzzentrum Kraft-Wärme-Kopplung. Foto: abl
  • M. Sc. Raphael Lechner vom Institut für Energietechnik (IfE) an der OTH Foto: abl

Amberg.Ein Signal für die Spitzenforschung in der umweltgerechten Energietechnik wurde am Montag an der Ostbayerischen Technischen Hochschule (OTH) Amberg-Weiden gesetzt: Der Freistaat Bayern fördert auch zukünftig das Kompetenzzentrum Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) an der OTH in Amberg. Hochschulen, Forschungsinstitute und Unternehmen erforschen dort gemeinsam neue Möglichkeiten der Energieversorgung.

Die positive Nachricht der weiteren Förderung überbrachten gleich zwei Staatssekretäre: Bernd Sibler vom Bayerischen Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst, und Albert Füracker vom Bayerischen Staatsministerium der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat. Beide besuchten am Montag die OTH in Amberg und ließen sich dabei auch ausführlich informieren.

Interessiert ließ sich Staatssekretär Albert Füracker (Zweiter von links) Einzelheiten erläutern. Foto: abl
Interessiert ließ sich Staatssekretär Albert Füracker (Zweiter von links) Einzelheiten erläutern. Foto: abl

„Das Kompetenzzentrum Kraft-Wärme-Kopplung ist Innovationsmotor für die ganze Region und schafft hoch qualifizierte Arbeitsplätze. Im Rahmen unserer Heimatpolitik setzen wir bewusst auch auf Forschungseinrichtungen in den ländlichen Regionen Bayerns“, stellte Finanz- und Heimatstaatssekretär Füracker fest. Seit 2012 habe der Freistaat Bayern die Forschungsarbeit im Kompetenzzentrum der OTH mit rund 5,23 Millionen Euro unterstützt. „Auch im Regierungsentwurf des Doppelhaushaltes 2017/2018, der allerdings erst noch vom Landtag beschlossen werden muss, ist eine Förderung des Kompetenzzentrums vorgesehen“, kündigte Füracker an.

Zukunftsweisende Forschungsarbeit

Staatssekretär Bernd Sibler betonte: „Die Forschungsarbeit, die hier geleistet wird, ist zukunftsweisend und ein wichtiger Bestandteil unseres Maßnahmenpakets zur Energiewende.“ Foto: abl
Staatssekretär Bernd Sibler betonte: „Die Forschungsarbeit, die hier geleistet wird, ist zukunftsweisend und ein wichtiger Bestandteil unseres Maßnahmenpakets zur Energiewende.“ Foto: abl

Wissenschaftsstaatssekretär Bernd Sibler betonte, das Kompetenzzentrum Kraft-Wärme-Kopplung der Ostbayerischen Technischen Hochschule Amberg-Weiden erforsche in beispielhafter Weise nachhaltige und effiziente Formen der Energiegewinnung und -nutzung. Hochschulen, Forschungsinstitute und Unternehmen würden hier gemeinsam neue Wege einer ressourcenschonenden Energieversorgung beschreiten. Es sei erfreulich, dass man dieses innovative Projekt auch künftig unterstützen könne. „Die Forschungsarbeit, die hier geleistet wird, ist zukunftsweisend und ein wichtiger Bestandteil unseres Maßnahmenpakets zur Energiewende“, machte Sibler deutlich.

An der OTH Amberg wurde dieses Kompetenzzentrum Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) auf- und ausgebaut sowie national und international vernetzt. Damit verbunden ist ein KWK-Technikum auf dem Campus in Amberg, das im März eröffnet wurde. In einer zweiten Förderphase soll das Kompetenzzentrum bis 2020 bayernweit als zentrale Anlaufstelle für die KWK-Forschung etabliert werden, hieß es. Damit werde der unter Leitung von Professor Dr.-Ingenieur Markus Brautsch und M. Sc. Raphael Lehner in Kooperation mit dem Institut für Energietechnik (IfE) der OTH Amberg-Weiden erarbeitete Antrag befürwortet.

Würdigung der erfolgreichen Arbeit

Professorin Dr. Andrea Klug, Präsidentin der OTH Amberg-Weiden, erklärte: „Für uns bedeutet es einen Meilenstein in der angewandten Forschung und Entwicklung, im weiteren Ausbau unserer ausgeprägten Alleinstellungen in der umweltgerechten Energietechnik, dass das Kompetenzzentrum weiterhin durch den Freistaat Bayern gefördert wird.“ Mit dieser überaus positiven Entscheidung werde nicht nur der von Prof. Dr. Markus Brautsch und Raphael Lechner exzellent ausgearbeitete Antrag auf Weiterführung des Projektes gewürdigt, sondern auch die überaus erfolgreiche Arbeit im Auf- und Ausbau des Kompetenzzentrums für Kraft-Wärme-Kopplung unter Leitung von Prof. Dr. Brautsch auf dem Campus der Hochschule in Amberg in den vergangenen Jahren.

Hintergrund

  • Bedeutung

    Das KWK-Zentrum an der OTH in Amberg ist eine von elf Maßnahmen im Rahmen der Energiewende im Ressortbereich des Staatsministeriums für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst in Bayern.

  • Ziel

    Das Ziel ist die Erhöhung des Anteils der erneuerbaren Energien in der Energieversorgung auf 50 Prozent. Der Anteil der Stromerzeugung in Kraft-Wärme-Anlagen soll bis 2020 von derzeit 15 auf 25 Prozent steigen.

  • Forschungsfelder

    Fünf Forschungsfelder wurden definiert: Systemtechniken zur Verstromung von Abwärme, Nutzung von Wärme aus der Stromerzeugung z. B. für Heizzwecke, Reduzierung klimaschädlicher Emissionen, Verbesserung der Energieeffizienz von Kraft-Wärme-Systemen und der Einsatz biogener Brennstoffe.

  • Kooperation

    Die OTH pflegt dabei eine enge Kooperation mit Hochschulen, Forschungseinrichtungen sowie Herstellern und Anwendern von KWK-Systemen. Im Vordergrund steht dabei immer der unmittelbare Anwendungsbezug durch die Umsetzung der Technologien in die Praxis mit Partnern aus Industrie, Gewerbe und Kommunen in Bayern.

Hervorgehoben wurde, dass das Kompetenzzentrum Kraft-Wärme-Kopplung in bayernweit einmaliger Form die Forschungskompetenzen im Bereich der Kraft-Wärme-Kopplung bündele und national und international mit Universitäten, Hochschulen, Forschungsinstituten sowie Herstellern und Anwendern von KWK-Technologien vernetzt sei. Die Forschungspartner würden mit ihrem spezifischen Know-how die Kapazitäten des Kompetenzzentrums erweitern. Umgekehrt seien sie für ihre Entwicklungen auf das Know-how des Kompetenzzentrums angewiesen. So würden optimale Synergien gebildet, Doppelstrukturen vermieden und Forschungsgelder effizient eingesetzt.

Nicht Konkurrenz, sondern Ergänzung

Professor Dr.-Ingenieur Markus Brautsch, der Leiter des Instituts für Energietechnik (IfE) an der OTH Amberg-Weiden Foto: abl
Professor Dr.-Ingenieur Markus Brautsch, der Leiter des Instituts für Energietechnik (IfE) an der OTH Amberg-Weiden Foto: abl

Professor Brautsch verwies im Hinblick auf die Tatsache, dass das Kompetenzzentrum KWK bayernweit als zentrale Anlaufstelle für die Forschung und Entwicklung zur Kraft-Wärme-Kopplung etabliert werde, auf dessen inhaltlich klar abgegrenzte Ausrichtung und den unmittelbaren Anwendungsbezug der Forschungsarbeiten. „Damit steht das Kompetenzzentrum dabei nicht in Konkurrenz zu anderen Einrichtungen der Forschung, sondern kann diese in idealer Weise ergänzen“, machte der Leiter des Instituts für Energietechnik (IfE) an der OTH Amberg-Weiden deutlich.

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