MyMz
Anzeige

Heimat

Ein Genuss für den Geist und den Leib

In der 16. Auflage der Reihe „Kirche und Wirtshaus mit Pfiff“ werden wieder vier Orte im Amberg-Sulzbacher Land besucht.
Hans Babl

  • Pater Christian Liebenstein, Direktor des Salesianerklosters Ensdorf, erläutert den Akteuren von „Kirche und Wirtshaus“ im Skalierraum, dem Chorraum der Mönche des ehemaligen Benediktinerklosters in Ensdorf, einige Besonderheiten der restaurierten Kirche St. Jakobus. Foto: Babl
  • Die Asamkirche St. Johannes der Evangelist ist die Kirche des früheren Benediktinerklosters Michelfeld; sie zählt zu den Frühwerken der Gebrüder Asam. Copyright: Kulturwerkstatt Sulzbach-Rosenberg

Ensdorf.Kirche und Wirtshaus gehören untrennbar zusammen – auch im Amberg-Sulzbacher Land. Die Gotteshäuser der Region mit ihren Besonderheiten näher kennenzulernen, auch die kleinen, eher unscheinbaren, und dann in Gaststätten einzukehren, bietet die Aktion „Kirche und Wirtshaus mit Pfiff“, die in diesem Jahr zum 16. Mal stattfindet.

Vier Veranstaltungen werden heuer angeboten: Station macht die Reihe in Ensdorf mit der Pfarrkirche St. Jakobus, in Süß (Markt Hahnbach) mit der Marienkapelle, in Michelfeld (Stadt Auerbach) mit der Asamkirche St. Johannes der Evangelist und schließlich in Niederärndt bei Edelsfeld, wo die Simultankirche St. Josef besichtigt wird. Anschließend geht es, zum Teil nach kleinen Wanderungen, in historische Wirtshäuser, wo die Teilnehmer gutes regionales Essen genießen können.

Durchschnittlich 80 Gäste

Blick in die Marienkapelle in Süß Copyright: Kulturwerkstatt Sulzbach-Rosenberg
Blick in die Marienkapelle in Süß Copyright: Kulturwerkstatt Sulzbach-Rosenberg

Seit dem Jahr 2002 gibt es im Landkreis Amberg-Sulzbach jährlich die Veranstaltungsreihe „Kirche und Wirtshaus mit Pfiff“. Das Projekt wird gemeinschaftlich vom Kulturamt der Stadt Sulzbach-Rosenberg, der Katholischen Erwachsenenbildung (KEB) und dem Evangelischen Bildungswerk (EBW) sowie den Städten Amberg und Auerbach, dem Landkreis Amberg-Sulzbach und der Arbeitsgemeinschaft Obere Vils-Ehenbach (AOVE) getragen. „Insgesamt haben die bisher 77 Veranstaltungen durchschnittlich 80 Personen besucht“, berichtete Johann Bauer vom Katholischen Bildungswerk Amberg-Sulzbach am Montag bei der Vorstellung des diesjährigen Programms im Kloster Ensdorf.

„Nach den hervorragenden Resonanzen in den ergangenen Jahren warten wir heuer wieder mit vier Stationen auf zahlreiche Teilnehmer“, erklärte Bauer. Bei der Kirchenführung lasse ein kurzweiliges Spiel auf einer klangschönen Orgel den Kirchenraum akustisch erfahrbar werden, beim Besteigen von Kirchtürmen würden sich den Besuchern neue Perspektiven eröffnen oder jahrhundertealte Glocken würden längst vergangene Klangwelten eröffnen. Und anschließend erfahren die Teilnehmer in einem traditionsreichen Gasthaus vom Wirt beim gemütlichen Teil die interessantesten Meilensteine der Vergangenheit „seiner“ Mauern.

Die Pfarrkirche St. Jakob Ensdorf ist berühmt für ihre Fresken von Cosmas Damian Asam. Foto: abl
Die Pfarrkirche St. Jakob Ensdorf ist berühmt für ihre Fresken von Cosmas Damian Asam. Foto: abl

Am Sonntag, 15. April, ist um 16 Uhr die erste Station die geführte Besichtigung der barocken Pfarrkirche St. Jakobus, der Asamkirche, in Ensdorf. Sie wurde 1717 geweiht und in den vergangenen vier Jahren aufwendig restauriert. Seit 1920 sind die Salesianer Don Boscos im Kloster; es beheimatet ein Bildungshaus, eine Umweltwerkstatt und eine Umwelt-Musikwerkstatt. Der besondere „Pfiff“ ist die Besichtigung der kunstvoll gestalteten Sakristei. Im Bildungshaus kredenzt die Klosterküche ein paar Gerichte, gekocht nach Rezepten nach dem barocken „Speißmeister“ Odilo Schreger, der im Kloster Ensdorf gewirkt hat.

Musik bildet den „Pfiff“

Am Sonntag, 24. Juni, geht es um 16 Uhr zur Marienkapelle nach Süß; Richard Freitag ist der Führer. Bei diesem Termin ist der „Pfiff“ eine musikalische Überraschung. Das gemütliche Beisammensein findet im Landgasthof „Rouherer“ statt. Das Gebäude stammt aus dem 16. Jahrhundert und ist seit etwa 1875 Gasthaus.

Die Asamkirche St. Johannes der Evangelist in Michelfeld ist am Sonntag, 16. September, um 16 Uhr das Ziel. Durch die Kirche führt Luitpold Dietl. In den früheren Klostergebäuden unterhält jetzt die Regens-Wagner-Stiftung eine moderne Einrichtung für geistig und mehrfach behinderte Menschen mit 220 Wohnplätzen sowie ein Seniorenpflegeheim mit 30 Plätzen. Nach der Kirche geht es in den Traditionsgasthof Schindler, der seit 1898 besteht. Als „Pfiff“ singen die „Michelfelder Moila“.

Die romanische Simultankirche St. Josef in Niederärndt bei Edelsfeld stammt aus dem 12. Jahrhundert. Copyright: Kulturwerkstatt Sulzbach-Rosenberg
Die romanische Simultankirche St. Josef in Niederärndt bei Edelsfeld stammt aus dem 12. Jahrhundert. Copyright: Kulturwerkstatt Sulzbach-Rosenberg

Letzte Station 2018 ist am Sonntag, 14. Oktober, die romanische Simultankirche St. Josef in Niederärndt bei Edelsfeld; sie stammt aus dem späten 12. Jahrhundert. Die Kirche hat keine Orgel. Der „Pfiff“ bei der Kirchenführung werden so Blockflötenstücke sein. Dann geht es zur Cafe Konditorei Heldrich in Edelsfeld.

Die vier Stationen

  • Ensdorf

    Aufwändig restauriert wurde die Pfarrkirche St. Jakobus mit ihren berühmten Fresken von Cosmas Damian Asam. Bis zur Säkularisation war sie Klosterkirche des Benediktinerklosters. 1920 übernahmen die Salesianer Don Boscos das Kloster.

  • Michelfeld

    Die Asamkirche St. Johannes der Evangelist ist die Kirche des früheren Benediktinerklosters; sie zählt zu den Frühwerken der Gebrüder Asam. Das Kloster wurde nach Plänen von Johann und Wolfgang Dientzenhofer zwischen 1680 und 1700 neu errichtet.

  • Süß

    Bei der Marienkapelle am südlichen Ortseingang von Süß (Gemeinde Hahnbach) handelt es sich um eine Feldkapelle mit Figuren aus dem 16. Jahrhundert. Besucht wird am 24. Juni auch kurz die 1850 errichtete Privatkapelle beim Walznhof.

  • Niederärndt

    Die Simultankirche St. Josef ist eine der ältesten Kirchen des Landkreises Amberg-Sulzbach. Die im Baustil einfache und in der Innenausstattung schlichte Kirche blieb von späteren Umbauten verschont und vermittelt so noch heute die Atmosphäre der Romanik.

6000 Flyer liegen bald bei den vier Veranstaltungsorten, in Gemeinde- und Stadtverwaltungen und bei Tourist-Info der Stadt Amberg und des Landkreises Amberg-Sulzbach und der Stadt Sulzbach-Rosenberg. Der Katholischen Erwachsenenbildung KEB und dem Evangelischen Bildungswerk EBW in Amberg sowie der AOVE Geschäftsstelle zur Information bereit. Außerdem werden die Veranstaltungen mit Plakaten beworben. (abl)

Mehr aus der Region Amberg-Sulzbach/Amberg finden Sie hier!

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht