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Wahlen

Eine grüne Kampfansage an die CSU

Bündnis 90/Die Grünen nominieren Klaus Ebenburger aus Amberg und Gabi Mutzbauer aus Sulzbach-Rosenberg als Direktkandidaten.
Von Gerd Spies

Die Sprecher der Grünen und ihre gekürten Kandidaten: von links Karl-Heinz Herbst, Gabi Mutzbauer, Dr. Klaus Ebenburger, Yvonne Rösel, Stefan Schmidt, Elias Wolf, Hans-Jürgen Bumes Foto: Spies
Die Sprecher der Grünen und ihre gekürten Kandidaten: von links Karl-Heinz Herbst, Gabi Mutzbauer, Dr. Klaus Ebenburger, Yvonne Rösel, Stefan Schmidt, Elias Wolf, Hans-Jürgen Bumes Foto: Spies

Amberg.Dr. Klaus Ebenburger für den Landtag, Gabi Mutzbauer für den Bezirkstag: So heißen die beiden Direktkandidaten von Bündnis 90/Die Grünen für die kommende Landtags- bzw. Bezirkstagswahl. Bei der Versammlung des Kreisverbands Amberg-Sulzbach im Amberger Gasthaus Schießl nominierten die 18 anwesenden Mitglieder beide Kandidaten für die Wahlen im Herbst. Dabei gelang es dem Amberger Stadtrat Klaus Ebenburger, der ja aus dem Lager der Freien Wählern zu den Grünen gewechselt ist, trotz einer klaren Kampfansage an den politischen Gegner CSU nicht, alle Versammlungs-Teilnehmer hinter sich zu bringen.

Auch wenn die Wahlen für den Landtag und Bezirkstag erst am 14. Oktober 2018 anstehen, wie am Dienstag entschieden wurde – der Wahlkampf hat längst begonnen. Jetzt nominierte unter der Regie des Bundestagsabgeordneten Stefan Schmidt als Wahlvorstand auch der Kreisverband von Bündnis 90/Die Grünen seine Zugpferde, mit denen er im Wahlkreis 301 antreten will. Hans-Jürgen Bumes, Vorsitzender des Kreisverbands Amberg-Stadt, und Karl-Heinz Herbst vom Kreisverband Amberg-Sulzbach hatten zur Aufstellungsversammlung geladen, die mit 18 Mitgliedern eine recht überschaubare Teilnehmerzahl aufwies.

Nur elf Stimmen für Ebenburger

Ihre beiden Wahlvorschläge, der Amberger Stadtrat Dr. Klaus Ebenburger als Direktkandidat für den Landtag, und Gabi Mutzbauer, Stadträtin in Sulzbach-Rosenberg, als Direktkandidatin für den Bezirkstag, nahmen zwar bereits im ersten Wahlgang die Hürde, doch nur Gabi Mutzbauer konnte alle Wählerstimmen hinter sich vereinen. Nur elf der 17 abgegeben Stimmen waren für Ebenburger.

„Ich war in meinem Herzen schon immer ein Grüner!“ Der von den Freien Wählern zu den Grünen „konvertierte“ Amberger Stadtrat versuchte, mit einem flammenden Bekenntnis die Versammlungsteilnehmer zu überzeugen, dass er der richtige „Frontmann“ der Partei sei. Schon als Vertreter der Freien Wähler habe er im Amberger Stadtrat „grüne Politik“ vertreten, das Schicksal habe ihn aber auf Abwege geführt, was er sehr bedaure.

Den ländlichen Raum stärken

Vor den Mitgliedern der Wahlversammlung schaltete dann auch Ebenburger auf Wahlkampfmodus gegen die CSU um, wie man ihn schon seit Jahren aus Sitzungen im Amberger Stadtrat kennt. „Ich möchte unsere geliebte Heimat vor der CSU schützen, das ist mein Ziel“, erklärte er. „Wir können es schaffen, die CSU auf 40 Prozent minus X zu reduzieren“, richtete Ebenburger eine deutliche Kampfansage an den politischen Gegner.

Chaos im Bildungsbereich, Chaos in der Forstwirtschaft, eine total verkorkste Polizeireform, zunehmender Flächenfraß durch Asphaltierung – all das habe man der CSU in Bayern zu verdanken. Er setze als Kandidat der Grünen unter anderem auf mehr Personal für Polizei und Justiz, auf die Stärkung des ländlichen Raumes, auf mehr medizinische Versorgungen auf dem Land. Bereits der erste Auftritt des Grünen-Kandidaten zeigte, dass dieser gewillt ist, mit harten Bandagen den Wahlkampf zu führen. Die Reihen der Grünen-Mitglieder stehen dabei aber nicht geschlossen hinter ihm.

Listenkandidaten

  • Landtag

    Für die Wahlen zum Landtag und zum Bezirkstag war zudem jeweils ein Kandidat für die Liste zu benennen. Für den Landtag empfahl das Gremium Yvonne Rösel aus Sulzbach-Rosenberg einstimmig als Listenkandidatin.

  • Bezirkstag

    Für den Bezirkstag gab es dagegen zwei Kandidaten. Dabei setzte sich überraschend der erst 20-jährige Elias Wolf, Kaminkehrer in Auerbach, gegen Marianne Mimler-Hofmann, Kreisrätin aus Auerbach, mit 10:7 Stimmen durch. (age)

Themen transparenter machen

Einstimmig nominierte dagegen die Versammlung die Stadträtin in Sulzbach-Rosenberg, Gabi Mutzbauer, Lehrerin an der Krötensee-Mittelschule, zur Direktkandidatin für den Bezirkstag. „Ich will die Themen des Bezirkstags für die Öffentlichkeit transparenter machen“, sieht Mutzbauer als ihre Hauptaufgabe an. Außerdem wolle sie sich für mehr Anlaufstellen für Suchtkranke, für den Ausbau der Kinder- und Jugendpsychiatrie und für mehr Inklusion einsetzen.

Am 10. Februar werden Bündnis 90/Die Grünen ihre Listen für die Wahlkreise in Bayern aufstellen.

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