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Landkreis

Autohaus zieht nach Schafhof

Die Gemeinde Ebermannsdorf angelt sich einen dicken Fisch. Zwei neue Mobilfunkmasten verbessern die Versorgung.
Von Gerd Spies

Im neuen Industriegebiet Schafhof Ost direkt an der B 85 laufen bereits die Erschließungsarbeiten. Foto: Gerd Spies
Im neuen Industriegebiet Schafhof Ost direkt an der B 85 laufen bereits die Erschließungsarbeiten. Foto: Gerd Spies

(age) Ebermannsdorf.Emotional wurde es bei der Gemeinderatssitzung in Ebermannsdorf erst unter dem Punkt „Verschiedenes“, als offensichtliche Missstände auf einem Grundstück bei Diebis zur Sprache kamen. Zuvor hatte das Gremium aber auch angenehme Themen abzuarbeiten.

Eigentlich ging es bei diesem Tagungsordnungspunkt nur um einen Straßennamen für das neue Industriegebiet Schafhof Ost: Mit „Am Sand“, dem Vorschlag von Bürgermeister Josef Gilch, wurde er auch gefunden. Doch die weit interessantere Nachricht schob Gilch gleich hinterher. Ein renommiertes Autohaus mit dem Stern als Markenzeichen wird sich dort ansiedeln, den Standort im Amberger Industriegebiet Süd aufgeben. Genau 7,3 Hektar Fläche habe das Unternehmen gekauft, informierte die Gemeindeverwaltung auf Nachfrage. Zumindest der Lkw-Bereich werde aus Amberg wegziehen. Im Amberger Rathaus wird diese Nachricht sicher nicht mit Freudenstürmen begleitet werden. Es droht ein weiterer Wegzug eines Unternehmens aus der Stadt.

Gute Nachricht für alle Handy-Nutzer in Ebermannsdorf: Zwei neue Mobilfunkmasten gehen in Betrieb. Direkt hinter dem Sportplatz der SpVgg Ebermannsdorf, in Sichtweite zur unterhalb verlaufenden A 6, hat die Telekom einen neuen Masten aufgestellt, der auch in der kommenden Woche seinen Betrieb aufnehmen wird. Der kleinere, provisorische Funkmast, der seit dem Frühjahr 2019 auch an dieser exponierten Stelle oberhalb des Friedhofes steht, hat damit ausgedient. Ein zweiter Funkmast bei Pittersberg, östlich der B 85, entsteht ebenfalls derzeit.

Unterstützung für Tierheim

Wie bei vielen anderen Kommunen stand auch in Ebermannsdorf das Thema Amberger Tierheim auf der Tagesordnung. Bezüglich des Fundtiervertrags hatte aber der Gemeinderat schon Fakten geschaffen, da bereits mit dem Schwandorfer Tierschutzverein für 2020 ein Vertrag abgeschlossen wurde. Darüber, ob man sich 2021 wieder dem Amberger Tierschutzverein anschließen wird, will man im Herbst 2020 Gespräche führen.

Beim Neubau des Hundetrakts und der Sanierung von Personalräumen in Amberg will sich die Gemeinde aber finanziell beteiligen. „Die Situation im Tierheim wird immer schlimmer“, beschrieb Bürgermeister Gilch die Verhältnisse auf dem Gelände hinter Gailoh. Maximal 15 Euro pro Einwohner kommen an Kosten auf die Gemeinde zu. Auf 1,75 Millionen Euro ist die Baumaßnahme insgesamt gedeckelt.

Mehrheitlich fordert aber der Gemeinderat, dass sich die Gewerbebau Amberg an der Projektsteuerung maßgeblich beteiligt. Dies wurde auch als „dringende Anregung“ im Beschluss so festgehalten.

Ärger über Parksituation

Sichtlich verärgert prangerte unter dem Punkt „Verschiedenes“ CSU-Gemeinderat Johann Bauer die Verhältnisse auf einem Grundstück bei Diebis an. „Es ist der Wunsch vieler Bürger, dass da was gemacht wird“, erklärte Bauer. Gemeint ist vor allem die Parkplatzsituation. An bestimmten Tagen würden die Autos reihenweise entlang der Straße stehen. Der Eigentümer des großräumigen Areals wäre seiner Pflicht gemäß dem Bebauungsplan, nämlich mindestens ein Dutzend Parkplätze zu errichten, bisher nicht nachgekommen. „Drei Jahre warten wir schon, nichts ist bisher geschehen“, kritisierte Bauer. Allerdings liegt die Zuständigkeit nicht bei der Gemeinde, sondern bei der Bauaufsicht des Landkreises. Darauf wies Bürgermeister Gilch hin. Eine Nachfrage beim zuständigen Sachgebietsleiter im Landratsamt habe ergeben, dass die Behörde bereits mit der Gemeinde in Kontakt stehe.

Mittagsbetreuung an der Grundschule

  • Defizitausgleich:

    Auch für 2019/20 übernimmt die Gemeinde zu 80 Prozent das Defizit, höchstens aber 17 500 Euro.

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