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Workshop

Bürger und Umwelt entlasten

Mobilitätsberaterin Annette Schwabenhaus zeigt den Gemeinden neue Konzepte.
Von Hubert Söllner

Die Teilnehmer am Workshop mit Mobilitätsberaterin Annette Schwabenhaus (4. von rechts) und dem Klimaschutzbeauftragten des Landkreises Joachim Scheid (4. von links)  Foto: Hubert Söllner
Die Teilnehmer am Workshop mit Mobilitätsberaterin Annette Schwabenhaus (4. von rechts) und dem Klimaschutzbeauftragten des Landkreises Joachim Scheid (4. von links) Foto: Hubert Söllner

Ensdorf.„Welche Mobilität braucht ihre Kommune?“ So ist ein Workshop mit Mobilitätsberaterin Annette Schwabenhaus überschrieben. Das Zentrum für erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit (ZEN) hatte mit dem Klimaschutzbeauftragten des Landkreises, Joachim Scheid, Bürgermeister, kommunale Energie- und Klimaschutzbeauftragte sowie Organisationen eingeladen.

Im Fürstensaal des Klosters führte Schwabenhaus ins Thema ein, „denn wenn man Mobilität neu denken will, müssen wir uns über Ziele und Zielgruppen unterhalten“. So sei derzeit eine deutliche Zunahme beim öffentlichen Fernverkehr, bei E-Bikes und Carsharing zu verzeichnen. Eine Chance sehe sie gerade für E-Bikes, die in hügeligen Gegenden gegenüber dem Fahrrad immer mehr bevorzugt würden. „Ist aber E-Mobilität das Allheilmittel?“ fragte sie und hörte sich die Erwartungen und Erfahrungen der Teilnehmer an.

Natürlich spiele der Kohlendioxid-Ausstoß von Mobilitätsträgern die größte Rolle: E-Bikes, ÖPNV und E-Autos seien hier die Heilsbringer, „jedoch verbraucht ein Elektroauto dieselbe Fläche wie ein Verbrenner – und Fläche wird knapp in den Kommunen, da muss man neu überlegen“.

„Anfangen, anfangen, Ideen entwickeln – einfach anfangen“, riet Schwabenhaus und zeigte Mobilitätskonzepte auf, durch die die Wirtschaft gefördert und Arbeitsplätze gesichert, aber auch Abwanderung gestoppt werden könne. Es könnten aber auch durch Zubringer zum Bus die Bürger und die Umwelt entlastet sowie durch Party-Busse Unfälle vermieden werden. Allerdings brächten viele Eltern ihre Kinder auch bei kurzen Wegen mit dem Auto zur Kindertagesstätte oder Schule – „zwar sei Bequemlichkeit ein Wohlstandsproblem, aber muss es immer das Mutti-Taxi sein, kann es nicht auch ein Mutti-Sammeltaxi sein?“ Auch könnten Angebote von E-Bikes durch Kommunen oft interessant für Berufstätige, Senioren und auch Gewerbe sein, „denn Pedelecs sind Freiheit pur“.

Wenn man als Kommune Mobilität anders gestalten und Vorreiter dabei sein wolle, führte die Mobilitätsberaterin weiter aus, müsse man ermitteln, wo die Bürger aus der Gemeinde, die Fahrzeuge der Gemeinde und die Fahrzeuge von örtlichen Unternehmen täglich hinfahren würden. Der Ort sowie die einfache und gesamte Strecke seien zu ermitteln und Alternativen dazu aufzuzeigen. Dazu müssten auch die Standorte, an denen tagsüber Fahrzeuge abgestellt werden und woher sie kommen, ermittelt werden.

E-Mobilität

  • Angebote:

    Oft seien neue Mobilitätsformen ideale Angebote für einzelne Zielgruppen unter den Prämissen schnell, cool, kostengünstig und ökologisch.

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