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Aktion

Auf die Feuerwehren ist Verlass

Die Einsatzkräfte der Gemeinde Ebermannsdorf übten gemeinsam. Ein Unfall und ein Brand waren zeitgleich zu bewältigen.

Nachdem die Einsatzkräfte der Feuerwehren am Unfallfahrzeug die geborstene Frontscheibe entfernt und das Dach mit der Rettungsschere abgeschnitten haben, galt die ganze Aufmerksamkeit dem im Auto eingeklemmten Schwerverletzten.  Foto: Michael Götz
Nachdem die Einsatzkräfte der Feuerwehren am Unfallfahrzeug die geborstene Frontscheibe entfernt und das Dach mit der Rettungsschere abgeschnitten haben, galt die ganze Aufmerksamkeit dem im Auto eingeklemmten Schwerverletzten. Foto: Michael Götz

Ebermannsdorf.

Eine Großübung im Gemeindegebiet mit einem durchaus realistischem Szenario meisterten die drei Gemeindewehren Ebermannsdorf, Pittersberg und Diebis gemeinsam. Auf der Verbindungsstraße von Au nach Diebis, unterhalb der Zufahrt zum Weiler Herflucht, so die Ausgangslage, streiften sich in einer langgezogenen Kurve zwei Autos. Beide Fahrer rissen das Steuer nach rechts, ein Pkw überschlug sich und beide landeten teils kopfüber im Straßengraben.

Bei der Übungsalarmierung durch die Integrierte Rettungsleitstelle in Amberg (ILS) hieß es um genau 16 Uhr in der Lagemitteilung an die drei Feuerwehren unter der Führung von Pittersbergs erstem Kommandanten Hubert Huger unter anderem: schwerer Verkehrsunfall mit drei Verletzten bei drei beteiligten Fahrzeugen. Daher wurde von der ILS auch gleich ein BRK-Rettungsfahrzeug für die Ersthilfe zum Unfallort an die Grenze zum Landkreis Schwandorf beordert.

Abseits der Straße war auch ein landwirtschaftlicher Traktor, der brannte; um das Feuer kümmerte sich die FFW Diebis mit Kommandantin Conny Bäuml. Die drei Wehren hatten so zeitgleich schwierige Aufgaben zu lösen. Die Unfall-Situation, wie auch die Aufgaben, waren weitgehend klar, alles ging blitzschnell.

Thomas Fasoldt plante

Die Übungsidee selbst stammte vom 2. Kommandanten der Pittersberger Wehr, Thomas Fasoldt. Er war auch der Gesamt-Organisator, angefangen von der Technik, über die zwei ausrangierten Unfallautos und das Simulieren der Situation bis hin zum Abschleppwagen. Bei der Abschlussmeldung durch Huger hieß es: „Auftrag erledigt, Verletzte vom BRK übernommen und außer Lebensgefahr, Schadfahrzeuge abtransportiert und Gemeindeverbindungsstraße wieder frei.“

Die beiden Wehren Ebermannsdorf unter der Leitung von Roland Kolbeck und Pittersberg nach dem Kommando von Hubert Huger hatten im Zuge ihrer Aufgaben nach Norden bzw. Süden hin die Gemeindeverbindungsstraße zu sperren und abzusichern, um die sorgfältige Rettung und Bergung von Personen aus den Fahrzeugen zu ermöglichen. Beide Rettungsscheren sowie -spreitzer mit Rettungszylinder der beiden Wehren kamen zum Einsatz. Die Verletzten wurden nach Weisung des BRK-Gruppenführers Florian Eichinger aus Schwandorf mit dessen Team geborgen.

Die Feuerwehrleute musste in diesem Zusammenhang auch die Herz-Druck-Massage anwenden, der „Defi“ kam mehrfach zum Einsatz. Für den Abtransport eines Schwerverletzten vom Unfallort waren eindeutig die Sanis die Fachleute und gaben ihre Anweisung. Der ganze Ablauf der Rettung bewies dem Zuschauer, dass man im Ernstfall allen Einsatzkräften bei der Bergung und Erstversorgung Vertrauen schenken kann.

Wo Not am Mann war, da packten auch die Einsatzleiter bzw. Kommandanten der Wehren selbst beherzt mit an. Wichtig war, auch auf eventuelle Rückgrat-Schäden der Verletzten zu achten. Für einen solch schwierigen Fall haben die Sanitäter zum Beispiel auch die so genannte Vakuum-Matratze zur Stabilisierung vorgeführt.

Anerkennung für die Wehren

Im Aufenthaltsraum der Pittersberger Wehr gab es schließlich eine Brotzeit als Dank und viel Gesprächsstoff aufgrund der gemeinsamen Übung. Erfahrungen wurden besprochen und ausgetauscht. Kreisbrandinspektor Hubert Blödt nannte die Übung aus seiner Sicht „sehr gut“. Der Überblick sei stets gegeben gewesen und mit Blick auf die Verletzten sei gut gearbeitet worden. Dennoch gebe es auch immer wieder etwas zu verbessern. Er dankte den Feuerwehrleuten für die zugunsten der Allgemeinheit eingesetzte Zeit. Mit jeder Übung würden die lebensnotwendigen Handgriffe sicherer.

2. Bürgermeister Michael Götz sprach den Männern und Frauen der drei Gemeindewehren Respekt und Anerkennung aus. Die finanzielle Unterstützung der Gemeinde sei bei den Wehren gut aufgehoben. (smg)

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