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Kirchweih

Ausgelassener Tanz um den Baum

In Ebermannsdorf wurde gleich vier Tage lang gefeiert. Die 17 Kirwapaare standen dabei immer im Mittelpunkt.
Von Christine Wendl

Die 17 Kirwapaare tanzten am Sonntag den Baum aus. Foto: Wendl
Die 17 Kirwapaare tanzten am Sonntag den Baum aus. Foto: Wendl

Ebermannsdorf.Ein aufregendes, langes Kirwa-Wochenende stieß an allen vier Tagen auf große Begeisterung seitens der Besucher. Diese kamen nicht nur aus dem Gemeindebereich, sondern auch aus vielen anderen Teilen des Landkreises. Start war heuer – WM-technisch bedingt – bereits am Freitagabend mit dem Einzug der 17 Kirwapaare, begleitet vom 3. Bürgermeister Erich Meidinger und der diesjährigen Kirwa-Mama, Christine Wendl. Die Partyband „D’Quertreiber“ umrahmten den Eröffnungsabend im Festzelt.

Für ihre Darbietungen ernteten die jungen Leute viel Applaus. Foto: Wendl
Für ihre Darbietungen ernteten die jungen Leute viel Applaus. Foto: Wendl

Der Samstagmorgen stand für die Kirwaburschen ganz im Zeichen des Baums. Frisch gefällt wurde er geschält, geschnitzt und für das Aufstellen präpariert. Die Moidln banden währenddessen Girlanden aus den Zweigen der Fichte, die sie dann geschickt um ihren schmucken Kirwabaum drapierten.

Mit technischer Unterstützung fand das kerzengerade gewachsene Schmuckstück recht schnell den Weg in sein Erdloch, von wo aus er seitdem weithin sichtbar den Weg zur Kirwa weist. Nachmittags füllte sich das Festzelt mit den älteren Gemeindebürgern, die vom Seniorenbeauftragten Hans Bauer begrüßt und von der Blaskapelle St. Konrad unterhalten wurden. Besonders entzückend waren die in Trachten gekleideten Kinder vom Kindergarten Sonnenschein, die verschiedene Tänze und Gesänge vorführten. Nach ihnen legten auch die Damen der Tanzgruppe Rieden-Ebermannsdorf noch eine flotte Sohle aufs Parkett und Bärbel Vieracker präsentierte selbstgedichtete G’stanzl.

Das Oberkirwapaar

  • Ehrenamt:

    Am Sonntag wurde das Oberkirwapaar 2018 gekürt. Die bisherigen Amtsträger, Simon Wendl und Nadine Kleibrink schmückten ihre Nachfolger im Amt, Martin Süß und seine Freundin Kristina Jokiel, mit den frisch bedruckten Schärpen.

  • Tanz:

    Das junge Paar nahm überwältigt die Glückwünsche entgegen und drehte einen Ehrenwalzer um den Baum.

Der Samstagabend glich einem kleinen Krimi im Festzelt. Vollbesetzt und alle mit Blickrichtung Bühne, verfolgte eine ungewohnt schweigsame Kirwagesellschaft das WM-Spiel der Deutschen gegen Schweden. Die Stimmung war bis zur Pause noch ein wenig verhalten, aber bereits in der 47. Minute änderte sich dies schlagartig. Mit dem Siegtreffer zum 2:1 in allerletzter Minute konnten schließlich auch die Ebermannsdorfer Public Viewer aufatmen und abfeiern.

Das neue Oberkirwapaar. Foto: Wendl
Das neue Oberkirwapaar. Foto: Wendl

Am Sonntagmorgen wurde – mit den Kirwapaaren im Festtagsgewand – traditionell Kirchweih gefeiert. Nachdem die Johanneskirche derzeit noch Baustelle ist, fand der Festgottesdienst in der Bruder-Konrad-Kirche statt, musikalisch von der Blaskapelle St. Konrad umrahmt. Nach dem Mittagstisch ging es ans Baumaustanzen. Frau Sonne beliebte der Veranstaltung heuer fernzubleiben und hielt sich mit schwarzen Wolken bedeckt. Umso schöner waren die vielen traditionellen Tänze der 17 fesch herausgeputzten Paare anzusehen. Mit dem Bankeltanz der Burschen und einem zünftigen Schuhplattler ernteten die jungen Leute donnernden Applaus großen Respekt.

Für alle, die am Montag nicht schnell genug eine freiwillige Umleitung in Kauf nahmen, oder aber den geforderten „Wegezoll“ an den rußgeschwärzten Kirwabären entrichteten, nahm der Umtrieb der ausgelassenen Gesellschaft mit ihren rußigen Gewändern ein sprichwörtlich dunkles Ende. Insgesamt feierten die jungen Leute damit aber einfach das gute Gelingen ihrer 13. Kirwa und ließen jeden, der ihre Wege kreuzte, auf ihre ganz eigene Art an ihrer Freude teilhaben.

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