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Natur

Die Jäger ziehen eine positive Bilanz

Die Abschusszahlen der Pittersberger Jäger stimmen. Der Jagdpachtschilling 2020 wird für den Wegebau verwendet.
von Michael Götz

Die Jagdvorstandschaft Pittersberg-Ortsflur und deren drei Jäger sind ein gutes Team (vorne Mitte: Präsent Richard Scharf).  Foto: Michael Götz
Die Jagdvorstandschaft Pittersberg-Ortsflur und deren drei Jäger sind ein gutes Team (vorne Mitte: Präsent Richard Scharf). Foto: Michael Götz

Ebermannsdorf.Die Jagdgenossen sowie die drei Jäger Johann Vornlocher, Hans Rester und Hubert Huger der Jagdgenossenschaft Pittersberg sind sich einig. Nach der Trennung der Jagdbögen Pittersberg einerseits und Au-Breitenbrunn andererseits bei der Versammlung im März 2018 war Ende April 2018 mit den Unterlagen und der Kasse alles vollzogen, so Jagdvorsteher Martin Schmid bei der Jagdversammlung 2019.

Dies sei auch wichtig, so 2. Bürgermeister Michael Götz bei seinem Grußwort und Diskussionsbeitrag. Einerseits der Zusammenhalt im Interesse aller Jagdgenossen und andererseits das vernünftige in Einklang bringen von Jagd, Wild und Natur.

Er dankte der amtierenden Jagdvorstandschaft samt den Jägern im Namen der Gemeinde Ebermannsdorf sowie den Bürgern für ihr Engagement und lobte, dass nach etlichen Jahren der Aussetzung des Wegebaus in der Pittersberger Ortsflur im Interesse aller Bürgerinnen und Bürger hier wieder etwas vorangehe und guter Wille dazu da sei.

Jäger Johann Vornlocher brachte in seinem umfangreichen Bericht zum Revier auch für seine Mitjäger Rester und Huger interessante Fakten zu Tage. 2018 habe zum Beispiel die Trockenheit teilweise das Tränken der Rehe erforderlich gemacht. Den Abschussplan habe man innerhalb des Dreijahresplans (63 Rehe) sehr gut erfüllt. Im vergangenen Jahr 2018 seien es 21 Rehe, fünf Stück Schwarzwild (ein Keiler habe stolze 103 Kilo auf die Waage gebracht) und 15 Füchse gewesen.

Keine Hasen, Fasane, Rebhühner

Die Hegegemeinschaft Ensdorf, zu der Pittersberg gehöre, wird jetzt auch als sogenannte grüne Hegegemeinschaft bezeichnet und geführt, weil die Abschusszahlen stimmen. Beim Niederwild mit Hase, Fasan und Rebhuhn herrsche im Revier gähnende Leere. Somit erfolge auch keine Treibjagd auf Hasen.

Die afrikanische Schweinepest sei in Belgien ausgebrochen, so Vornlocher weiter, ca. 140 infizierte Tiere seien dort im ganzen Land aufgefunden worden. Die Übertragung vermuten die dortigen Behörden durch Militärfahrzeuge. Diese Schweinepest sei auf den Menschen allerdings nicht übertragbar, sondern nur auf Schweine. Und er gab den Hinweis: Werde Schwarzwild in der Region ohne Beschuss aufgefunden, dann solle man es nicht anfassen, sondern den Jägern bzw. der nächsten Veterinärbehörde melden.

Ehrung

  • 24 Jahre:

    Geehrt wurde abschließend Richard Scharf von Frauenlohe für 24 Jahre gute Vorstandsarbeit im Interesse aller Jagdgenossen mit einem Geschenkkorb.

  • Lob:

    Jagdvorsteher Martin Schmid lobte das mit ihm über viele Jahre vertrauensvolle Miteinander in der Vorstandschaft. Die Zusammenarbeit sei immer konstruktiv gewesen.

Beim Thema Wolf gelte es, ebenso gut hinzuhören, so die drei zuständigen Jäger. Sie sprachen von einer Wolfssichtung in ca. acht Kilometer Entfernung. Normal sei der Wolf derzeit kein Problem, nur wenn die Wölfe im Rudel auftreten, so Vornlocher, dann müsse man an Gefahren denken. Denn der Wolf suche sich erfahrungsgemäß die Schwächsten aus. Dennoch: Angst in der Flur der Region sei derzeit nicht angebracht, stellten die Jäger klar.

Schließlich baten die Pittersberger Jäger um Mitteilung, wenn zum Beispiel Unbefugte sich an Jagdkanzeln oder Wildkameras sich zu schaffen machen. Bei Tierkadavern auf Straßen gelte: Zuständig sind hier grundsätzlich die Bauträger, wie zum Beispiel die Gemeinde oder der Landkreis. Die hiesigen Jäger können aber auch darüber informiert werden. Sie können sich dem annehmen, müssen dies aber nicht.

Bäume vor Verbiss schützen

Bei der Wiesenmahd sei für die Landwirte der Hinweis an den zuständigen Jäger zu empfehlen, um Mähunfälle mit Kitzen möglichst zu vermeiden. Zum Schutz vor Wildverbiss werde auch Einzelschutz der Bäume bzw. ein Zaun empfohlen. Das Reh sei jedoch nicht immer schuld am Verbiss, an Eichen können es auch Raupen oder andere Schädlinge sein, so die Jäger. Man müsse ab und zu genauer hinschauen.

Schmid verwies auf die beschlossene Jagdpachtauszahlung für 2019 sowie die Verwendung des Jagdpachtschillings 2020 für den Wegebau auf dem Grubachtalweg von Sobiella bis Helldörfer im Nordosten Pittersbergs. Die Jagdkasse von Andreas Scheibl stimmte, die beiden Revisoren Wirth und Raß bescheinigten korrekte Kassenarbeit. Die Entlastung von Vorstandschaft und Kassier erfolgte daher einstimmig. (smg)

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