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Bau

Ebermannsdorf: Schlauch-Wirrwarr beendet

Neue Kanäle und Leitungen sorgen für Ordnung und mehr Sicherheit im Bereich der Hauptstraße. Mancher Fund sorgt für Staunen.
Von Christine Wendl

Die Arbeiten (hier in der Waldstraße) gehen zügig voran. Davon konnte sich Bürgermeister Josef Gilch (2.v.r.) vor Ort überzeugen. Er lobte die Verantwortlichen der Großbaumaßnahme: Polier Jan Gorgas (v.li.), Roland Kiesecker (Bauüberwachung Ing.büro Seuss), Christian Höfler (Bauleitung Fa. Englhard) Foto: Christine Wendl
Die Arbeiten (hier in der Waldstraße) gehen zügig voran. Davon konnte sich Bürgermeister Josef Gilch (2.v.r.) vor Ort überzeugen. Er lobte die Verantwortlichen der Großbaumaßnahme: Polier Jan Gorgas (v.li.), Roland Kiesecker (Bauüberwachung Ing.büro Seuss), Christian Höfler (Bauleitung Fa. Englhard) Foto: Christine Wendl

Ebermannsdorf.Seit geraumer Zeit ist die Ortsdurchfahrt Ebermannsdorf gesperrt. Grund dafür ist eine schon seit langem auf der Warteliste der Gemeinde stehende Baumaßnahme, die allerdings bereits vor mindestens dreißig Jahren hätte erledigt werden müssen.

In den letzten Jahren standen immer wichtigere Kanalbaumaßnahmen noch weiter oben auf der Liste: Die Kanalisation in Diebis, die Kanalerneuerung in Pittersberg und zuletzt der Kanal in der Bergstraße. Im vergangenen Jahr nun wurde der Auftrag erteilt und im März 2019 ging es los: Die Auswechslung der Kanalisation in der Hauptstraße, die Erneuerung der Wasserleitungen sowie der Neubau einer Wasserdruckerhöhungsstation. Stand Ende Mai ist, dass der Haupt-Abwasserkanal komplett ausgewechselt ist. Hier liegt nun eine neue 60er-Leitung aus Schleuderbeton, anstatt der bisherigen definitiv dünneren.

Bürgermeister Josef Gilch zeigte sich beim Vor-Ort-Termin mit der reibungslosen Durchführung der Baumaßnahme – auch in Bezug auf den notwendigen Straßenverkehr – bisher sehr zufrieden. Dies sei – neben dem trockenen Wetter – auch der Professionalität des Ingenieurbüros Seuss und der Baufirma Englhard geschuldet. Gilch sprach besonders den Dorfbewohnern und Anliegern seinen großen Dank aus. Sie alle nähmen die umfangreiche Baumaßnahme, den damit einhergehenden Baulärm und die notwendigen Umleitungen klaglos hin.

Sammelsurium an Schläuchen

Aktuell wird der Kanal in der Waldstraße ausgetauscht. Bei den Grabungsarbeiten dazu gab es – obwohl man eigentlich weinen möchte – des Öfteren Grund zum verhaltenen Lachen für die Beteiligten. Es wurden kuriose Leitungen, „eher Gartenschläuche, aber keine Rohre!“, sowie Kanalrohre und Wasserleitungen in dubiosen Dimensionen und Anordnungen gefunden, „die wir noch nie im Leben gesehen haben“, und die mit Sicherheit auf keinem noch so diffizilen Plan zu finden waren. „Das wird sich nun ändern“, so Gilch zuversichtlich. „Künftig werden hier geordnet und zukunftsgerichtet Kanäle und Leitungen in vernünftigen Dimensionen liegen und damit eine korrekte Ver- und Entsorgung sichergestellt sein“. Bis Ende Juni werde die Waldstraße wahrscheinlich wieder befahrbar sein.

Christian Höfler informierte als Bauleiter der ausführenden Firma über den weiteren Plan der Maßnahmen. Als nächstes werden die Anschlüsse in die Seitenstraßen von oben nach unten erneuert und parallel wird Zug um Zug die zweite alte, östlich der Hauptstraße liegende Leitung, außer Betrieb genommen. Auch die Leitungen, die im Moment noch quer durch Privatgrundstücke liegen, werden auf öffentlichen Grund verlegt. Im Anschluss daran werden – wieder von oben nach unten – die neuen Hausanschlüsse für den Bereich westlich der Hauptstraße bis zu den jeweiligen Grundstücksgrenzen verlegt. Erst dann kann der alte und absolut desolate dritte Kanal außer Betrieb genommen werden.

Brandschutz ist vorhanden

Im unteren Eck der „Neuen Mitte“ wird die neue Druckerhöhungsanlage errichtet, ein Gebäude von der Größe einer Fertiggarage mit Satteldach. Damit wird man nicht nur endlich auch in der oberen Bebauung über einen ordentlichen Wasserdruck verfügen, auch der Brandschutz sei in diesem Bereich dann endlich gewährleistet.

Weitere Kanalarbeiten schließen sich in diesem oberen Bereich an. Von der Schule bis zum Kindergarten wird im Moment noch alles über die Jägerstraße abgeleitet. Ein Zustand, der unbedingt geändert werden muss, so Gilch. Zum Zeitpunkt der Bebauung war eine andere Lösung wohl nicht möglich, da sich der „Schulberg“ noch in Privatbesitz befand. Hier entsteht ein Entlastungskanal, der über die Neue Mitte in die Hauptstraße und die neue Kanalisation abgeleitet wird.

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