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Empfang

Einsatz für eine bessere Zukunft

Ebermannsdorfs 1. Bürgermeister Gilch blickt auf wichtige Weichenstellungen. Dank gilt den vielen Ehrenamtlichen.
Von Christine Wendl

2018 brachte mit seinen Starkregenereignissen auch die Mitglieder der gemeindlichen Feuerwehr an ihre Grenzen. Stellvertretend für alle Feuerwehrler der drei Gemeindewehren nahmen drei Mitglieder ein kleines Dankeschön in Empfang.
2018 brachte mit seinen Starkregenereignissen auch die Mitglieder der gemeindlichen Feuerwehr an ihre Grenzen. Stellvertretend für alle Feuerwehrler der drei Gemeindewehren nahmen drei Mitglieder ein kleines Dankeschön in Empfang.

Ebermannsdorf.Voll besetzt war die Mehrzweckhalle des DomCom beim Neujahrsempfang der Gemeinde Ebermannsdorf. Musikalisch begleiteten den Abend die Blaskapelle St. Konrad unter der kompetenten Leitung von Tobias Hegemann sowie die zehnjährige Laura Dammer mit Klaviermusik vom Feinsten.

Irgendwie habe man das Gefühl, dass 2018 ein schreckliches Jahr gewesen sei, glaube man den Schlagzeilen, meinte 1. Bürgermeister Josef Gilch. Er erinnerte jedoch daran, dass es der Welt – trotz Kriegen, Krankheiten und Katastrophen – immer besser gehe. Viele Krankheiten können heute geheilt werden, der Mensch lebe bewusster und gesünder, die Bildung werde allgemein besser, die Arbeitslosigkeit sinke und auch der Wald wachse.

Mit der goldenen Ehrennadel wurde Josef Boßle (Mitte geehrt). Es gratulierten (von links) MdL Dr. Harald Schwartz, 3. Bürgermeister Erich Meidinger, 2. Bürgermeister Michael Götz und 1. Bürgermeister Josef Gilch.
Mit der goldenen Ehrennadel wurde Josef Boßle (Mitte geehrt). Es gratulierten (von links) MdL Dr. Harald Schwartz, 3. Bürgermeister Erich Meidinger, 2. Bürgermeister Michael Götz und 1. Bürgermeister Josef Gilch.

Es gebe trotz aller Negativschlagzeilen keinen Grund, überall Zeichen für den Weltuntergang zu sehen. Auch in Ebermannsdorf werde sich das Klima nicht verändern, wenn ein paar Bäume gefällt würden. Es werden sich vielmehr die Lebensbedingungen für die Senioren und alle Bewohner verbessern, sobald die Neue Mitte mit ihren Versorgungseinrichtungen fertig ist.

Schafhof ist Erfolgsgeschichte

So wurde auch 2018 viel in die Infrastruktur investiert, um für die Kinder beste Rahmenbedingungen zu schaffen. Die Rücklagen wachsen stetig, nicht zuletzt aufgrund des wachsenden Premium-Industriestandortes Schafhof, wo sich demnächst auf dem Ost-Quartal ein großes Logistikzentrum ansiedeln werde. Auf der Süd-Erweiterung werde ebenfalls bereits gearbeitet. Hier laufen laut Gilch Verhandlungen mit einer Tankstelle und einem Fast-Food-Unternehmen. Mit der Erfolgsgeschichte „Industriegebiet Schafhof“ würden auf lange Sicht Arbeitsplätze in der Region und sprudelnde Einnahmen gesichert – für die Menschen in der Gemeinde. Dementsprechend werde auch immer weiter investiert in die Weiterentwicklung der Dörfer. Durch die Dorferneuerung können verschiedene Projekte in Angriff genommen werden, zum Beispiel der Ausbau der Bergstraße mit Gehweg beim früheren Steinbauer-Anwesen. Auch der Bau des Parkplatzes beim DomCom werde realisiert und mit 170 000 Euro gefördert.

Der Neujahrsempfang in Ebermannsdorf

Gilch dankte allen amtierenden und ausgeschiedenen Gemeinderäten für die konstruktive, zielgerichtete und kompromissbereite Mitarbeit, besonders im Bezug auf die Neue Mitte. Man wolle nun zügig die nächsten Schritte gehen, damit noch 2019 mit den Bauarbeiten begonnen werden könne. Damit könne man auch die momentan hohen Fördergelder für den Bau von Kinderkrippen „mitnehmen“, die aufgrund des enormen Zuspruchs des Kindergartens Sonnenschein dringend erweitert werden müsse. Im Mittelpunkt der Politik stünden immer die Menschen in der Gemeinde. „Nicht die guten alten Zeiten sind erstrebenswert, sondern eine bessere Zukunft!“, schloss Gilch.

Die Grußworte der Ehrengäste reihten sich ein und MdL Dr. Harald Schwartz brachte die guten Wünsche mit Blick auf die jüngsten erschreckenden Ereignisse in Amberg und das darauf folgende Medienspektakel auf den Punkt: „Wir müssen vor allem verbal abrüsten, speziell in den sozialen Medien. Aber auch zwischenmenschlich. Die momentane Verrohung tut niemandem gut!“. Mit großem Applaus wurde diese Aussage von den Gästen unterstützt.

Das ehrenamtliche Engagement in der Gemeinde wurde von Josef Gilch beim Neujahrsempfang mit seinen Stellvertretern Michael Götz und Erich Meidinger besonders gewürdigt. Denn, „freiwilliges Engagement baut Brücken innerhalb einer Gesellschaft“, so Gilch. Alle, die sich auf so vielfältige Weise innerhalb der Bürgerschaft engagieren, seien wahre Vorbilder.

Großes Engagement für andere

Unter Federführung des 3. Bürgermeisters Erich Meidinger fand ein Benefizkonzert der Gruppe „Vox Aeterna“ zugunsten der Selbsthilfegruppe krebskranker Kinder Amberg-Sulzbach statt. Die jungen Musiker verzichteten auf ihre Gage und auf große Teile des Verkaufserlöses ihrer CDs. Mit Spenden von Unternehmen überreichten sie nun 6000 Euro an die Vorsitzenden des Vereins, Petra Waldhauser und Marco Kind. Geehrt wurde auch die Familie Daniela und Stefan Helldörfer, die einen zweitägigen Hobbykünstlermarkt in Pittersberg organisiert und durchgeführt hatte. Der Erlös ging an das Kinderpalliativteam Ostbayern.

Manfred Klemm wurde für seinen langjährigen Einsatz für eine nachhaltige Energiewende gedankt. Den Köhlerfreunden Ebermannsdorf, die aus heimischen Hölzern CO2-neutral über eine Tonne Grillkohle produzieren und damit den Raubbau in den Urwäldern reduzieren, galt Dank für ihren großen Beitrag für Nachhaltigkeit und Umweltschutz. 2018 brachte mit seinen Starkregenereignissen auch die Mitglieder der gemeindlichen Feuerwehr an ihre Grenzen. Stellvertretend für alle Feuerwehrler nahmen drei Mitglieder ein kleines Dankeschön in Empfang. Heidi Dolles-Birner freute sich über Blumen für die von ihr mit dem Historischen Verein organisierte Benefizveranstaltung zugunsten der Johanneskirche.

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