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Samstag, 21. April 2018 25° 2

Jubiläum

Für die Gesellschaft unverzichtbar

Ein Ehrenabend läutete die Feiern der FF Ebermannsdorf ein. Die Feuerwehrleute ernten höchste Anerkennung für ihren Dienst.

Im gemeinsamen Zug marschierten die Feuerwehrleute und Gäste nach der Kranzniederlegung zum Festabend im DomCom. Foto: awe

Ebermannsdorf. „Gott zur Ehr – dem Nächsten zur Wehr!“ Das ist seit jeher der Leitsatz der Feuerwehr. In Ebermannsdorf ist diese seit mittlerweile 125 Jahren aktiv im Dienst. Und es gab rund um diesen Geburtstag genügend gute Gründe, einen großen Ehrenabend zu feiern. Zuvor gedachten die Ebermannsdorfer Wehrleute mit ihrem Patenverein Wolfring, den Festdamen und allen geladenen Gästen am Friedhof all derer, die bereits aus dem Leben geschieden sind. Die Seelsorger Herbert Grosser und Klaus Eberius fanden passende Worte der Würdigung, die Blaskapelle St. Konrad – mit Kümmersbrucker Unterstützung – umrahmte die Zeremonie musikalisch. Nach der Kranzniederlegung zogen alle gemeinsam zum DomCom.

Leistungsstarker Partner

1. Kommandant Rolant Kolbeck (Zweiter von links) wurde mit dem Ehrenkreuz des Kreisfeuerwehrverbandes in Silber ausgezeichnet. Foto: awe

1. Kommandant Roland Kolbeck begrüßte im Wechsel mit dem Vereinsvorsitzenden Michael Holzschuh die 300 geladenen Gäste, die für eine überwiegend in feuerwehrblau gehaltene Optik im Saal sorgten. Kolbeck resümierte die vergangenen 25 Jahre, in denen er und seine aktuelle Führungsmannschaft ihren Beitrag zur Arbeit der Feuerwehr geleistet haben.

Der Wandel der Gesellschaft sei auch hier zu spüren. Man stehe oft in direkter Konkurrenz mit anderen Organisationen und Vereinen. Dennoch habe sich die Wehr in den letzten Jahrzehnten von einer kleinen, eher unscheinbaren Dorffeuerwehr zu einem leistungsstarken Partner für die Gemeinde Ebermannsdorf und die umliegenden Orte und Gemeinden entwickelt. Dazu sei natürlich eine solide und fachbezogene Ausbildung der Wehrleute notwendig, ebenso gutes Material und eine zeitgemäße Ausrüstung. Kolbecks Dank richtete sich dabei direkt an Bürgermeister Gilch und die anwesenden Gemeinderäte, die jederzeit offene Ohren und Geldbeutel zeigten.

Eine super Partnerschaft

Zahlreiche langjährige Mitglieder wurden ausgezeichnet. Foto: awe

Bürgermeister und Schirmherr des Jubiläums, Josef Gilch, gab seiner Freude über die super Partnerschaft zwischen Wolfring und Ebermannsdorf Ausdruck. Die beiden Bürgermeister seien sich einig, „dass es in den jeweils neuen Baugebieten Straßen mit dem Namen der Partnergemeinde geben wird.“ Gilch zollte seinen Wehrleuten Dank und Anerkennung für ihren Dienst. Das Aufgabenfeld habe sich in den letzten zehn Jahren stark erweitert, so dass es für die Gemeinde selbstverständlich war, die technische Ausstattung zu optimieren. Erfreulich sei auch, dass auch die Jugend bereit ist, Verantwortung zu übernehmen. Die Feuerwehr sei die älteste Selbsthilfeeinrichtung, bei der schon immer starke Persönlichkeiten aktiv waren, die sich nicht zuletzt um das Gemeinwohl verdient gemacht hätten.

Landrat Richard Reisinger, Ehrenschirmherr der Feiern, dankte den Aktiven für ihren permanenten „Stand-by-Betrieb“. Festleiter Andreas Denk kurbelte fleißig die Werbetrommel für das Festwochenende ab 19. Mai. Er sei stolz, Teil dieser Gemeinschaft sein zu dürfen.

Eine echte Bürgerinitiative

Ein schönes Bild: die engagierten Damen Foto: awe

Kreisbrandrat Fredi Weiß betonte, die Feuerwehr verkörpere von Anfang an eine „heute würde man Bürgerinitiative dazu sagen“, die wie kaum eine andere zum Gemeinwohl beitrage und für die Gesellschaft unverzichtbar geworden sei. Die Männer und Frauen, die dort freiwillig und ehrenamtlich ihren Dienst tun, vermittelten ihren Mitbürgern das beruhigende Gefühl, dass sie über ihre Sicherheit wachen. Das Jubiläum biete einen würdigen Rahmen, um Danke zu sagen: Den zahlreichen Freunden und Förderern in Vergangenheit und Gegenwart, den vielen aktiven Feuerwehrleuten und den stillen Helfern im Hintergrund. Allen voran den Angehörigen der Wehrleute, ohne deren Verständnis viele dieser Leistungen gar nicht möglich wären. Sie alle könnten zu Recht stolz darauf sein, dass Idealismus und Mut, Opferbereitschaft und Solidarität in der Heimat nach wie vor so verbreitet seien.

Dank für selbstlosen Einsatz

Josef Beer und Klaus Eberius übernahmen den seelsorgerischen Teil der Ansprachen und zeigten sich erfreut, dass der familiäre Geist der Feuerwehrleute förmlich zu spüren sei. Auch sie sprachen ihren Dank für den selbstlosen Einsatz aus, Leben zu retten – gerade in einer Zeit, in der das „Ich“ so im Vordergrund stehe. Pfarrer Beer dankte im Namen der Pfarrei St. Konrad auch für die häufigen praktischen Dienste der Wehr, wenn es darum gehe, den Verkehr bei Prozessionen oder kirchlichen Veranstaltungen zu regeln oder auch beim Pfarrfest die Grillarbeit zu übernehmen.

Schmunzeln über den Aprilscherz

Der 1. Vorsitzende des Feuerwehr-Patenvereins Wolfring, Thomas Wifling, dachte erfreut zurück an die vielen gemeinsamen Aktionen. Nach dem Patenbitten und der Bierprobe ließ ihn vor allem der Gedanke an den gelungenen Aprilscherz mit „Wolfmannsdorf und Eberring“ erneut stark schmunzeln. „Wir werden alles dafür tun, euch ein würdiger Patenverein zu sein!“, versprach er. Und nachdem den Wolfringern der Ruf voraus eile, dass immer schönes Wetter sei, wenn sie feiern, wagte er sogar wettertechnisch eine positive Prognose für das Festwochenende.

Die Landtagsabgeordneten Dr. Harald Schwartz und Reinhold Strobl gratulierten ebenfalls. Fensterbachs Bürgermeister Christian Ziegler freute sich sehr über die zwischen den Feuerwehren entstandene Freundschaft und wünschte sich, dass diese auch über das Fest hinaus anhalten möge. Auch der Fahrradweg zwischen den beiden Gemeinden wachse und gedeihe, so dass man bald auch ungehindert mit dem Rad einander Besuche abstatten könne.

Hier können Sie mit dem aufsehenerregenden Video des Aprilscherzes noch einmal schmunzeln!

Hohe Ehrung für Kolbeck

Kreisbrandrat Weiß verlieh Kommandant Kolbeck für seinen langjährigen Dienst das Ehrenkreuz des Kreisfeuerwehrverbandes in Silber. Nach seinem Eintritt 1988 übernahm er fünf Jahre später die Verantwortung als Jugendwart und 2. Kommandant, bis er 2003 erster Kommandant wurde und sich fortlaufend weiter qualifizierte. „Durch sein unermüdliches Engagement war er hauptverantwortlich für den Aufbau und Fortschritt unserer Wehr (…), so dass insbesondere die vielfältigen Einsätze auf der B85 und der BAB 6 ohne große Probleme abgewickelt werden können“, so Weiß.

Geehrte Mitglieder

  • Zehn und 20 Jahre

    Für zehn Jahre Mitgliedschaft wurden Florian Schmid und Philipp Lasser geehrt, für 20 Jahre Georg Feuerer, Karlheinz Ludwig, Johannes Widenbauer, Josef Gilch, Wolfgang Langer, Andreas Schmidbauer und Thomas Pirzer (auch Beförderung zum Hauptfeuerwehrmann).

  • 30 bis 60 Jahre

    30 Jahre bei der Feuerwehr sind Stefan Götz, Daniel Plata, Alois Hartl, Josef Höllriegl, Roland Kolbeck, Walter Kryschak, Martin Scheibel. Für 50 Jahre Treue ausgezeichnet wurden Hermann Liebl und Johann Jäger, für sogar 60 Jahre Paul Augsberger und Max Widenbauer.

  • Ernennung zu Ehrenmitgliedern

    Zu Ehrenmitgliedern ernannt wurden Klaus Beer (seit 1960 Mitglied der Feuerwehr), Altbürgermeister Albert Gruber, Paul Augsberger und Max Widenbauer.

  • Ehrung von Funktionären

    Ausgezeichnet wurden Josef Beer (seit 25 Jahren Gerätewart und Kassier), Martin Irl (Ehrennadel in Silber für den Dienst als Verantwortlicher der Jugendfeuerwehr). (awe)

Die Schirmherren Josef Gilch und Richard Reisinger erhielten je ein Strahlrohr in edlem Holz von der Feuerwehr. Anschließend tauschten die Wehren ihre Patengeschenke aus. Die Ebermannsdorfer Floriansjünger konnten ihres, das im Original 1,2 Tonnen wiegt, nicht direkt überreichen. Sie schenkten ein Foto der Sitzgruppe, die künftig vor dem Wolfringer Feuerwehrhaus stehen wird. Diese wiederum präsentierten ein Rednerpult mit eingraviertem Logo. „Fürs neue Ebermannsdorfer Feuerwehrhaus!“, meinten sie dazu verschmitzt.

Bevor schließlich die Gäste das reichhaltig bestückte Büffet eroberten, überbrachten die fesch in Dirndl gekleideten Festdamen noch Blumensträuße an die engagierten Damen und Ehefrauen der Wehrleute, die meist im Hintergrund, aber dennoch unverzichtbar für alle tätig sind: Helga Kolbeck, Karin Holzschuh, Kerstin Krybus, Veronika Geiger, Linda Denk, Christine Schormüller, Monika Lasser, Hilde Preischl, Hilde Elsner, Conny Gilch, Marianne Widenbauer, Sonja Wifling, Claudia Weigert, Erna Widenbauer und Andrea Plank. (awe)

Zu Beginn des Jubiläumsjahrs hat die Feuerwehr Ebermannsdorf schon eine heiße Geburtstagsparty gefeiert!

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