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Geburtstag

Josef Gilch kämpft für das „Wir-Gefühl“

Ebermannsdorfs Bürgermeister feiert seinen „60.“: Aus dem Bauleiter wurde ein umsichtiger Architekt für seine Gemeinde.

Bürgermeister Josef Gilch feiert seinen 60. Geburtstag. Foto: Christine Wendl
Bürgermeister Josef Gilch feiert seinen 60. Geburtstag. Foto: Christine Wendl

EBERMANNSDORF.Seinen 60. Geburtstag feiert an diesem Sonntag 1. Bürgermeister Josef Gilch. Seit 2008 führt er die Geschicke der Gemeinde Ebermannsdorf – und dies mit großem Engagement und Begeisterung.

Als Führungspersönlichkeit mit Leidenschaft und Augenmaß setzt er sich mit aller Kraft für die Bürger der Gemeinde ein. Zugute kommt ihm dabei auch seine über 20 Jahre gesammelte unternehmerische Erfahrung aus seiner Tätigkeit als Bauleiter. Wer wie er Großbaustellen unter dem Gesichtspunkt von Wirtschaftlichkeit, Termintreue und Qualität leitete, bringt ideale Voraussetzungen für die Führung einer Gemeinde wie Ebermannsdorf mit.

1990 eine neue Heimat gefunden

Josef Gilch wurde 1959 auf einem Bauernhof in der Nähe von Waidhaus geboren. 1962 haben seine Eltern die Landwirtschaft aufgegeben und sind nach Schwarzenfeld gezogen, wo sie ein Lebensmittelgeschäft eröffneten und der Vater im Bergbau arbeitete. Nach dem Besuch von Volks-, Real- und Fachoberschule schloss er sein Studium an der Fachhochschule Regensburg als Diplom-Bauingenieur (FH) ab. Direkt danach trat er als Bauleiter in die Firma Held & Franke in Grafenwöhr ein. 1988 wechselte er zur Firma Mickan, bei der er nach kurzer Zeit zum Oberbauleiter aufstieg. 1997 kam er als Bauoberleiter zum Ingenieurbüro für Tief- und Straßenbau Reuther & Seuß in Amberg, bei dem er bis zur Amtsübernahme als Bürgermeister 2008 beschäftigt war. 1986 heiratete er seine Frau Cornelia; aus der Ehe gingen die Kinder Marie-Theres und Johannes hervor. 1990 zog die junge Familie nach Ebermannsdorf, wo sich Gilch sofort in das gesellschaftliche Leben einbrachte.

Die Geburtstagsfeier

  • Pläne geändert:

    Eigentlich wollte Bürgermeister Josef Gilch seinen 60. Geburtstag nur im Rahmen einer kleinen Familienfeier begehen oder gleich nach Dubai entfliehen. Nachdem es sich aber viele Weggefährten, Vereine und Bürger nicht nehmen lassen möchten, ihm auch persönlich zu gratulieren, hat sich der Bürgermeister sich entschlossen, eine „öffentliche Geburtstagsfeier“ am Sonntag im Berggasthof zu begehen.

  • „Kommen und Gehen“:

    Neben den geladenen Gästen freut er Josef Gilch sich besonders auf die Gemeindebürger, die sich ihm besonders verbunden fühlen und persönlich ihre Glückwünsche überbringen möchten. Dies ist ab 15 Uhr in einem lockeren „Kommen und Gehen“ möglich. Es gibt Kaffee und Kuchen und abends eine kräftige Brotzeit.

2002 zog er für die CSU in den Ebermannsdorf Gemeinderat ein und führte die CSU-Fraktion. Als Jugendbeauftragter der Gemeinde hat er in dieser Zeit auch das Kinderferienprogramm eingeführt und das Jugendforum gegründet. Als Höhepunkt dieser Zeit wird ihm jedoch die 1000-Jahr-Feier im Jahr 2004 in Erinnerung bleiben, bei der er als Verantwortlicher des Festfreitags für die Ebermannsdorfer einen unvergessenen Abend zauberte. Mit Hilfe einer Vielzahl von freiwilligen Helfern, wurde dieser Tag zu einem Grundstein für das neue „Wir-Gefühl“ in Ebermannsdorf. Als Ergebnis daraus gründete Gilch den historischen Verein „Ebermanstorff – die Hofmark“, der sich in den vergangenen zehn Jahren viel Anerkennung nicht nur im Ort selbst errungen hat. Als Heimat und Geschichtsinteressierter liegt ihm die Vergangenheit seiner Gemeinde sehr am Herzen. Hervorzuheben ist dabei sein Ringen um eine Renovierung der Johanneskirche in Ebermannsdorf. Beispiellos war sein Kampf um Zuschüsse und Fördermittel für die Kirchensanierung: Die Johanneskirche wurde als Denkmal von nationaler Bedeutung anerkannt und damit flossen zusätzliche Fördermittel. Für ihn wird es die größte Freude sein, wen 2020 die Kirche wieder in ihrem alten Glanz erstrahlt. Auch den alten Flugplatz in Schafhof und das Schauhügelgräberfeld wieder ins Blickfeld zu bringen, waren ihm wichtig – genauso wie die Köhlerei. Zwischenzeitlich sind er und seine Köhler weit über die Region hinaus bekannt und errichten sogar Kohlenmeiler im Fränkischen Freilandmuseum. Dieses historische Engagement ist zwischenzeitlich zu seinem neuen Hobby geworden, nachdem er dem Sporttauchen mangels Zeit für ausreichendes Training nicht mehr ausüben kann. Dass er mit der Köhlerei gleichzeitig auch einen Bogen spannt zum Natur- und Umweltschutz, ist ihm auch sehr wichtig. Jede Grillkohle, die er mit Freunden aus heimischem Holz produziert, muss nicht aus Urwaldhölzern des Amazonasgebietes geholt werden. Scherzhaft wird er von seinen Bürgermeisterkollegen schon als „schwarzer Köhler-Sepp“ bezeichnet.

Zwei Geburtstagsgeschenke

Er schafft den Spagat zwischen Umweltschutz und Industriegemeinde. Jedes in Frage kommende öffentliche Gebäude hat eine PV-Anlage erhalten, Schule und Kindergarten wurden energetisch saniert. Bildung und Kinderbetreuung stehen für ihn ganz oben auf der Agenda. Deshalb plant er nach der Generalsanierung 2013 jetzt einen kompletten Neubau einer zusätzlichen Kinderkrippe im Großprojekt „Neue Mitte“. Die ersten Arbeiten haben begonnen – eines seiner größten Geburtstagsgeschenke. Möglich macht das auch der Erfolg des Industriegebiets Schafhof, an dessen Expansion Gilch seit Jahren mit aller Kraft arbeitet. Ein zweites Geburtstagsgeschenk wird der Spatenstich für das Logistikzentrum im Industriegebiet sein. Für die Zukunft wünscht er sich, dass sich die Menschen seiner Gemeinde friedlich, ehrlich und offen am neuen Dorfplatz, dem neuen Herz der Gemeinde, treffen und ein gutes Miteinander pflegen.

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