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Gesundheit

Neue Ärzte füllen die Versorgungslücke

Nach dem Tod des Mediziners Michael May praktizieren jetzt Dr. Michaela Schrödl und Dr. Josef Eiletz in Ebermannsdorf.

Bürgermeister Josef Gilch wünschte den neuen Ärzten und ihren Mitarbeiterinnen zum Start alles Gute. Mit Blumen zur Begrüßung hieß er im Namen aller Patienten die neuen Allgemeinmediziner willkommen.  Foto: Liane Kern
Bürgermeister Josef Gilch wünschte den neuen Ärzten und ihren Mitarbeiterinnen zum Start alles Gute. Mit Blumen zur Begrüßung hieß er im Namen aller Patienten die neuen Allgemeinmediziner willkommen. Foto: Liane Kern

Ebermannsdorf.Die Ärzte Dr. Michaela Schrödl und Dr. Josef Eiletz eröffneten am Montagmorgen ihre neue Praxis in der Schulstraße. Dort hatte zuvor Michael May fast 20 Jahre praktiziert. Als dieser Anfang des Jahres starb, trat der Katastrophenfall der höchsten Stufe für Ebermannsdorf ein, sagte Bürgermeister Josef Gilch.

Es sei das eingetreten, wovor er schon seit Jahren gewarnt habe. Ebermannsdorf stand ohne Allgemeinarzt da, und weit und breit war kein Nachfolger in Sicht. Düstere Aussichten für Patienten im 2000 Einwohner zählenden Ebermannsdorf. Und Gemeinden unter 5000 Einwohnern seien für junge Allgemeinärzte „No-go-areas“, erläuterte Gilch . Er habe sofort Gespräche mit der Witwe, Dr. Schrödl und dem Kommunalbüro für ärztliche Versorgung beim Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit geführt. Es ging darum, so schnell wie möglich einen Nachfolger zu finden. „Angesichts der Konkurrenz durch ähnliche Versorgungsprobleme in vergleichbaren Gemeinden in ganz Deutschland war mir klar, dass es nicht einfach würde, einen Arzt nach Ebermannsdorf zu bringen. Ich bin froh und dankbar, dass alle Beteiligten an einem Strang gezogen haben und wir jetzt wieder ärztlich versorgt sind“, so Gilch. Letztlich konnte die Gemeinde nur mit ihrem Bauvorhaben „Neue Mitte“ und der Möglichkeit, die Arztpraxis dann in diese Räumlichkeiten mit zu verlegen, überzeugen.

Das Konzept

  • Gemeinschaft:

    Seit 1. April führen Dr. Michaela Schrödl und Dr. Josef Eiletz eine ortsübergreifende Gemeinschaftspraxis in Ensdorf und Ebermannsdorf.

  • Ziele:

    Ziel der Ärzte ist, eine konstruktive Verbindung zwischen der etablierten Medizin und den ergänzenden Möglichkeiten alternativer Heilverfahren anzubieten. Schulmedizin und Naturheilverfahren seien eine ideale Ergänzung.

Geht es nach Josef Gilch, soll die Praxis schon 2021 in ein neues Gebäude in der „Neuen Mitte“ umziehen. Derzeit liefen Gespräche mit einem Investor, man sei in der Detailplanung, auch Räume für eine Physiotherapiepraxis seien geplant. Einstweilen praktizieren die Drs. Eiletz und Schrödl in den Räumen des Vorgängers. Erfreulich ist, dass die beiden vertrauten Mitarbeiterinnen Kolbeck und Graf im neuen Praxisverbund weiterarbeiten können. Es sei sehr wichtig, dass sich die Ärzte auf ihre Kernaufgabe konzentrieren können und Mitarbeiterinnen haben, die die Patienten kennen.

„Ich bin glücklich, dass Dr. Schrödl und Dr. Eiletz sich bereiterklärt haben, während des „Witwenquartals“ die Praxis vertretungsweise zu übernehmen und zum 1. April die gemeindeübergreifende Gemeinschaftspraxis Eiletz/Schrödl eröffnet haben“, sagt Bürgermeister Josef Gilch. Die Ärzte stehen den Patienten in beiden Orten zur Verfügung, wobei Dr. Schrödl den Schwerpunkt ihrer Sprechstunden in Ebermannsdorf haben wird, und Dr. Eiletz in Ensdorf. (akr)

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